Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Erfahrungsaustausch bei Krankheiten.
Lialetta
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Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Lialetta »

So, ich mache hier mal einen extra Threat auf, weil der Futterthread dafür ja nicht mehr so ganz passend ist.

Mein Zwerglein hat sich ja Giardien eingefangen und wird momentan mit Panacur behandelt. Ich glaube, ein bisschen wirkt das Medikament bereits. Nun ist es allerdings so, dass die Wiesen und Wälder um uns rum (Stadtrandgebiet), Dank entsprechender Hundehalter ziemlich verkackt sind und es eigentlich kaum Möglichkeiten gibt, den Hund auf "unbelastetes Gebiet" zu bringen. Auch gibt es hier sehr viele Katzen und Nachbarn, die Streuner durchfüttern. Mein Pü kommt vom Lande und legt noch ziemliche Dorfköterallüren an den Tag, d.h. man muss auf der Hut sein, dass sie sich nicht in toten Vögeln auf der Heide wälzt oder Katzenkacke frisst, usw.

Ich mache mir auch Sorgen, dass wir die nächste Zeit nicht mehr in die Hundeschule können. Der neue Welpe des Trainers musste auch schon zum TA, hat die gleichen Symptome wie mein Pü und war mit im Welpengatter. Der TA des Trainers ist noch gar nicht auf Giardien gekommen, hat die Leute mit Vitamindingern wieder heimgeschickt. Wenn da jetzt diese mistigen Giardien die Runde machen, kanns ja heiter werden. :roll:

Muss ich meinem Pü denn nun eigentlich die Schnute zutackern, ihr das Schnüffeln verbieten? Nachts auf die letzte Runde nehm ich mittlerweile schon eine Taschenlampe mit (um den einzutütenden Haufen zu finden) und bin übervorsichtig, wenn sie rumschnüffelt.

Wie ist das eigentlich grundsätzlich? Lasst ihr eure Hunde an der Leine "Hundezeitung lesen", macht ihr reine Unterschiede Stadt/Außerhalb oder geht ihr weiter, wenns zu intensiv wird?

Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Ich stelle mal meinen Beitrag, den ich dir gerade in dem anderen Thread geschrieben habe, hier auch nochmal rein:
Also... vom Kotschnüffeln steckt sie sich nicht an. Sie muss Kot aufnehmen von infizierten Hunden, Giadien können aber auch im Pfützenwasser lauern!! Ich denke eher, dass sie sich vielleicht darüber angesteckt hat. Aus Pfützenwasser oder sonstigen stehenden kleinen Teichen würde ich grundsätzlich meinen Hund nicht trinken lassen, vor allem wenn es draußen sehr warm ist.

Du möchtest ihr Immunsystem stärken. Das schaffst du aber nicht mit Naturjoghurt. Die darin enthaltene Milchsäure zur Stabilisierung der Darmflora kommt leider nicht im Darm in ausreichender Menge an. Wenn du ihr aber z.B. Symbio-Pet aus der Apotheke besorgst und ihr dieses Pulver in der entsprechenden Menge tgl. über das Futter gibst (Dosierung steht auf der Verpackung), dann erreichen die guten Bakterien in ausreichender Anzahl auch den Darm und bauen die Flora dort wieder gut auf und stärken das Immunsystem.
Natürlich kannst du ihr trotzdem Joghurt geben, nur er enthält zu wenig Milchsäurebakterien bzw. sie werden auf dem Weg in den Darm schon zerstört.
Du kannst ihr aus der Apotheke auch Propolis-Pulver (95%) besorgen und ihr davon als Kur zwei Wochen lang eine Messerspitze voll ins Futter geben, dann machst du zwei Wochen Pause und startest nochmal zwei Wochen eine tgl. Propolisgabe. Damit stärkst du auch ihr Immunsystem. Auch Porpolis unterstützt die Darmflora.
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Und hier ist mal der Link zu dem Thread in dem ich über Bentes Giadienbefall geschrieben habe:

http://www.pudelforum.de/viewtopic.php? ... e+giardien

Vielleicht hilft er dir ja auch ein wenig weiter....
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

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Moni
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Moni »

Ich weß nicht ob es stimmt, aber meine erste TÄ sagte, dass viele Hunde, die mal Giardien hatten kein zweites Mal welche bekommen, der Körper sozusagen gleich die Körperabwehr anschmeißt und sie erledigt. Miro hatte bisher jedenfalls nur einmal, vermutlich auch aus einer Pfütze und keiner der anderen Hunde in der Huschu hat sich angesteckt.
Liebe Grüße-
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Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Moni hat geschrieben:Ich weß nicht ob es stimmt, aber meine erste TÄ sagte, dass viele Hunde, die mal Giardien hatten kein zweites Mal welche bekommen, der Körper sozusagen gleich die Körperabwehr anschmeißt und sie erledigt. Miro hatte bisher jedenfalls nur einmal, vermutlich auch aus einer Pfütze und keiner der anderen Hunde in der Huschu hat sich angesteckt.

Nee, das ist eher die absolute Ausnahme. Man sollte davon ausgehen, dass ein Hund, der einmal Giardien gehabt hat, nicht davor geschützt ist, sich erneut damit anzustecken.
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

Sanne

Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Sanne »

Hi,

Ganz ehrlich: Aus meiner Sicht kann man den Hund gar nicht effektiv vor Wiederansteckung schützen. In giardienverseuchten Gebieten sind die einfach da - da kann man wenig machen. Man geht z.B. davon aus, dass in und um München fast alle Hunde Giardien haben.

Allerdings habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass das für die meisten Hunde nur im Welpen-/Junghundealter bzw. bei der ersten Infektion ein Problem ist.
Gerade jüngere Tiere, bei denen das Immunsystem noch nicht so leistungsfähig ist bzw. noch mit vielen zuvor unbekannten Dingen konfrontiert wird, werden richtig krank.
Ich vermute, dass bei viele Tiere in den Giardien-Gegenden auch später noch Giardien nachweisbar wären, allerdings kann sie das Immunsystem dann soweit in Schach halten, dass der Hund davon nicht krank wird. Nur merkt man eben nicht, dass der Hund Giardien hat weil er ja gesund erscheint.

Deswegen ist auch Andys Tipp, das Immunsystem zu unterstützen, genau richtig!
Den Rest muss der Organismus des Hundes dann letztendlich alleine schaffen. Ich würde mir also da keine zu großen Gedanken drüber machen und den Hund auch nicht weiter einschränken.

Meine Hündin hatte z.B. auch einmal Giardien, da war sie vielleicht ein Jahr alt oder so und erst seit kurzer Zeit bei mir in München. Ich habe sie behandeln lassen und seitdem hatte sie nie wieder Probleme damit. Trotzdem kann es sein, dass sie immer noch/wieder ein paar Giardien irgendwo hat.

lg,
Sanne

Rica

Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Rica »

Das von Sanne und Andy geschriebene kann ich aus Erfahrung mit meinen Hunden so nur bestätigen.

Meine drei hatten vor ca. 4 Jahren auch Giardien. Seit dem mache ich mit ihnen 2 x im Jahr eine Propolis-Kur. Alle 4-5 Monate wird eine Kotuntersuchung (auf alle Parasiten) im Labor gemacht, weil ich nicht gerne Wurmkuren auf Verdacht gebe. Besonders bei Merle nicht. Es ist aber nie wieder was aufgetreten :wav:

Da sie alle drei keinen Kot aufnehen, vermute ich auch, dass sie sich die Giardien in Pfützen oder stehendem Gewässer geholt haben.

Lialetta
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Lialetta »

Danke schonmal für eure super Antworten und den Link.

Ab wann hat denn das Panacur bei euren Püs Wirkung gezeigt? Bin momentan ziemlich enttäuscht, weil ich eigentlich dachte, der Kot wird besser, doch heute haben wir nach 5x Panacur unseren 2. Pausentag und es ist schon wieder fast wie zuvor. :( Morgen ist nochmal Pausentag und dann stehen erneut 5x Panacur-Tage an. Bin ich zu ungeduldig oder ist das normal so?

Und wie um alles in der Welt kann ich meinen "Dorfköter" davon abhalten, jeden Mist ins Maul zu nehmen? Ich bin schon so vorsichtig und trotzdem schafft es dieser Hund immer wieder. Ich werd noch wahnsinnig. :?

Lialetta
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Lialetta »

Hat denn keiner Erfahrungen und Ideen dazu? :o

Nachdem der Kot heute Mogen nun von fest, über weich mit Schleim bis hin zu seltsam spaghettiförmig war, rief ich nochmal bei der TÄ an. Sie meinte, ich solle Bactisel abholen und dann schon mal begleitend den Darm wieder aufbauen... Eigentlich wollte ich nach dem Panacur mit Symbiopet abfangen, aber die TÄ wird hoffentlich schon wissen, was sie rät. Ich wünsche mir so, dass dieser Spuk endlich vorbei ist. :|

Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Lialetta hat geschrieben:Hat denn keiner Erfahrungen und Ideen dazu? :o

Nachdem der Kot heute Mogen nun von fest, über weich mit Schleim bis hin zu seltsam spaghettiförmig war, rief ich nochmal bei der TÄ an. Sie meinte, ich solle Bactisel abholen und dann schon mal begleitend den Darm wieder aufbauen... Eigentlich wollte ich nach dem Panacur mit Symbiopet abfangen, aber die TÄ wird hoffentlich schon wissen, was sie rät. Ich wünsche mir so, dass dieser Spuk endlich vorbei ist. :|
Bactisel verkaufen die TÄ immer. Ist auch etwas günstiger als das Symbio-Pet. Letzteres ist aber hochwertiger, es enthält mehr positive Bakterienstämme und nicht wie das Bactisel eine ordentliche Ladung Traubenzucker (das ist nämlich der Hauptbestandteil!), Vitamin A und D. Was die beiden Vitamine in dieser hohen Dosierung in einem Darmflora verbessernden Produkt zu suchen haben, erschließt sich mir nicht.
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

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Tristan
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Tristan »

ich hatte das Problem auch mal wurde Gottsei dank direkt am ersten Tag festgestellt das es sich um Giardien handelte ich mußte damals über 14-Tage allen dreien Tabletten geben und dann 4-Wochen Pause und nochmal 14 Tage Tabletten aber fragt mich bitte nicht mehr welches Produkt es war nicht preiswert aber es hat geholfen


Ich weiß nur das ich es umbedingt wieder holen mußte damit auch wirklich alles weg war und das auch bei denen die nicht wirklich erkrankt waren zur Vorsorge

das ist nun ca. 2Jahre her


LG Tristan

Lialetta
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Lialetta »

Mir wäre ja das Symbiopet auch sympathischer, aber ich sitze jetzt quasi zwischen den Stühlen. Beim Mittagsgassi war der Kot nun richtig breiig bis dünn-wässrig und etwas schleimig, glaub ich, auch. Auf der einen Seite also TÄ-Rat befolgen und auf der anderen Seite gegen TÄ-Rat was anderes geben. Ich weiß ehrlich nicht, was ich machen soll.

Laut TÄ soll ich ja wegen der Wiederverschlechterung, jetzt begleitend doch schonmal dieses Bactisel geben. Kann ich das genauso mit dem Symbiopet machen? Und bringt das dann tatsächlich was, wenn ab morgen wieder 5 Tage Panacur dran ist? Wenn ich dem Rat der TÄ folge, muss diese ja immerhin dafür gradestehen, wenn ich was anderes mache, bin ich dann selber schuld, wenns nicht klappt. Ich hab halt die Befürchtung, nachher als Hundeanfänger allein dazustehen. :|

Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Denke immer daran, dass du Privatpatientin bist und dem TA alles bezahlst! Und du entscheidest, was du willst oder auch nicht. Das wäre ja noch schöner, dass man, um dem TA einen Gefallen zu tun, ihm ein Produkt abkauft obwohl man das gar nicht haben möchte! Du entscheidest, nicht der TA. Trete selbstsicher einem TA gegenüber auf, hinterfrage Maßnahmen, die dir nicht klar sind und treffe dann eine Entscheidung bzw. hole dir eine weitere Meinung.
Symbio-Pet ist wie das Bactisel zum Aufbau der Darmflora. Ich persönlich halte aus den oben aufgeführten Gründen aber das Symbio-Pet für wirkungsvoller.
Normalerweise gibt man das im Anschluss an solch eine Therapie. Probiere es einfach aus und gib' es jetzt schon. Du wirst ja sehen, ob es wirkt. Am Anfang würde ich aber als erste Dosierung ruhig die doppelte geben, um erst einmal eine Grundlage im Darm zu schaffen.

Und: ich habe es ja schon mal geschrieben...ein Hund kann Giardien haben, ohne selbst daran erkrankt zu sein. Es kann durchaus der Fall sein, dass die Giardien gar nicht die eigentliche Ursache ihrer Stuhlveränderungen sind, sondern jetzt nur ein Zufallsbefund. Mir ging das alles mit der Diagnose etwas zu schnell. Normalerweise wird der Kot eingechickt und du hast frühestens nach zwei, eher nach drei Tagen einen Befund. Ich glaube, du warst beim TA und kamst mit dieser Diagnose auch wieder nach Hause. Zwar gibt es auch einen Giardienschnelltest, der lässt aber andere eventuelle Ursachen neben den Giardien außer acht.
Ich würde sonst bis Montag noch mal Stuhlproben sammeln (nicht nur eine!!) und sie bei Laboklin einschicken lassen und auf Ektoparasiten untersuchen lassen. :wink:
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

Lialetta
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Lialetta »

Ja Andy, das ist schon richtig. Nur habe ich halt noch keine zig Jahre Hundeerfahrung und muss da eben auch einfach meiner TÄ ein Stück weit vertrauen können. Ich will ihr da ganz und gar keinen Gefallen tun, denke eher, sie hat da einfach mehr Erfahrung als ich. Drum gehe ich ja zu ihr. Bisher machte sie auf mich einen sehr guten Eindruck.

Ich geh da jetzt gleich hin und lasse mich nochmal beraten, auch dazu, was Du grade noch dazu angeführt hast. Letzten Freitag hatte ich 3 Proben von einem Vormittag gesammelt und es wurde ein Schnelltest gemacht. Nach 2-3 Tagen Panacur hatte ich den Eindruck, es bessert sich. Seit der Pause wurde es wieder schlechter. Zu bedenken ist dabei noch die gleichzeitige Futterumstellung. Ich mische momentan noch Bioplan mit dem neuen Herrmanns, Herrmanns erst eine Sorte, jetzt eine andere.

OK, muss los, mal hören, was die TÄ sagt. :wink:

Andy
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Re: Giardien - Wiederansteckung vermeiden

Beitrag von Andy »

Na dann berichte mal!

Kotproben sammelst du dann das nächste mal aber über drei Tage und nicht alle an einem Tag! :wink:
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke :P

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