Anfassen lassen

Alles, was mit dem Verhalten Eurer Pudel zu tun hat
maiki
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Anfassen lassen

Beitrag von maiki » Di Mai 24, 2016 8:00 pm

Hallo,

jetzt ist unser Anton ja schon 3 Monate bei uns. Was mir vom ersten Tag bei uns aufgefallen ist, das Anton nicht gerne gestreichelt werden will. Oder anders, er entscheidet wann und wo. Er kommt und bettelt um auf den Schoß zu kommen. Geh ich nicht drauf ein (tu ich auch nicht) dann kann er Stunden vor mir stehen und mich angucken. Bin ich aber der Meinung, jetzt möchte ich mit ihm kuscheln oder ihn streicheln dann geht er 1/2 meter weg.Ganz egal wer das das versucht. Wenn er das bei fremden macht finde ich das ja voll i.O.
Nehm ich mir ihn einfach auf den Schoß kuschelt er sich sofort ein und genießt auch die Streicheleinheiten. Grundsätzlich findet er das dann schön, sonst würde er sich ja nicht auf den Rücken drehen und sich den Bach kraulen lassen. Das würde er dann auch Stundenlang genießen. Aber eben nur wenn er es will.
Ich kenne so ein Verhalten gar nicht. Auch auf dem Arm ist er gerne und genießt es in dem der sich ganz eng an mich kuschelt. Wenn ich ihn rufe kommt Anton ja auch sofort, aber streicheln Fehlanzeige. Meint ihr, das ist sein Charakter oder kann ich das noch ändern? Macht mich schon echt traurig. Denn er behandelt uns ja nicht anders als fremde.
Wobei wenn ihm was nicht ganz geheuer ist, dann kommt er zu mir und sucht Schutz indem er sich zwischen oder neben meine Beine stellt.
Morgens nach dem aufstehen oder wenn er alleine war könnte ich ihn auch ewig durchknuddeln.
Anton ist so ein süßer Knopf, unsere Beziehung ist echt toll geworden. Aber dieses Verhalten macht mich einfach nur traurig.
Gibt es hier jemanden dem es auch so geht oder hat vielleicht ein Tipp?
Pudelige Grüße von Maike mit Anton und Fiete

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Thalassa » Di Mai 24, 2016 9:20 pm

Unsere Golden Retriever Hündin wollte auch nicht gekuschelt und gestreichelt werden. Da hat sie dann immer das Weite gesucht und sich womöglich auch noch in ein anderes Zimmer begeben. Wir haben das akzeptiert - Hunde haben auch ihr Empfinden, was sie möchten, und was nicht. Und wenn es nun mal so ist, dann finde ich, sollte man sich als Mensch auch danach richten und den Hund nicht zu etwas zwingen, was er nicht will.

Ich finde, du musst deswegen nicht traurig sein, sondern nimm deinen Anton einfach so, wie er ist.

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Gero » Mi Mai 25, 2016 4:12 am

Meine Nina ist jetzt fast 14 Jahre alt und mag es von Anfang an nicht so sehr wenn man ihr über den Rücken oder die Seiten streichelt.
Es kommt sogar vor, dass sie wenn man sie von oben streicheln will sich duckt und zur Seite geht - ohne dass wir dafür eine Erklärung hätten.

Unter dem Kinn, am vorderen Hals und vor allen Dingen am Bauch hat sie es aber sehr gern und könnte stundenlang stillhalten. Aber auf den Arm oder Schoß mag sie auch von Anfang an nicht so gern. Sie ist wenn man sie hochnimmt immer sehr verspannt dabei (außer beim TA, da springt sie freiwillig auf meinen Arm und will wenns geht bis auf die Schulter :lol: ).

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Bupja » Mi Mai 25, 2016 5:46 am

Also ich habe hier auch zwei, die sich lieber nur schmusen lassen, wenn sie es möchten.
Toadie mag von Fremden gar nicht angefasst werden. Kraulen ging am Anfang nur "unter seinen Bedingungen", auch bei uns. Mittlerweile ist er allerdings, innerhalb der Familie, sehr schmusig geworden.

Wenn Pjakkur keine Lust auf Kraulen hat, steht er auf und geht.

Schoßhund ist bei mir niemand. Butz vielleicht an ganz kleines bisschen, aber auch nur ein paar Minuten lang. Kontaktliegen, also an jemandem von uns dran, das lieben alle drei.
maiki hat geschrieben:Er kommt und bettelt um auf den Schoß zu kommen. Geh ich nicht drauf ein (tu ich auch nicht) dann kann er Stunden vor mir stehen und mich angucken.
Warum gehst Du denn nicht drauf ein, frage ich mich? Ich fand es immer toll, wenn die kleinen Würmchen die Nähe gesucht haben und bin dem gerne nachgekommen. Natürlich nicht ständig und überall (manchmal geht es ja auch einfach nicht z.B. im Restaurant oder so :wink: ), aber ansonsten ist es doch eigentlich schön, dass er Deine Nähe sucht. Warum verweigerst Du ihm das? Für mich schon nachvollziehbar, dass er dann eben umgekehrt auch nicht immer Lust auf schmusen hat.

Grundsätzlich finde ich aber auch, dass ein Hund sehr wohl selbst entscheiden darf, ob er Körperkontakt möchte oder eben nicht.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Phoebe » Mi Mai 25, 2016 6:10 am

Lumi fand das am Anfang auch doof. Erst mit ihrer ersten Läufigkeit mit ca. 8 Monaten wurde es dann und heute ist sie genauso eine Schmusebacke wie Sóley.

Wobei ich auch ein wenig nachgeholfen habe :wink:
Mit einigen Griffen und Berührungen aus dem Tellington Touch. Einfach weil ich das auch zur Erwärmung vor dem Agility nutze. Und ich nicht wollte, dass ihr das unangenehm ist :streichel:


Mein Pinschermix Rudi war auch nie ein Kuschler. Weder mit Menschen noch mit anderen Hunden.
Wenn er es aber mal wollte, was sich auf Ohren und Popes kraulen beschränkte, bin ich drauf eingegangen. Denn der Körperkontakt gehört einfach dazu :)
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Rohana » Mi Mai 25, 2016 6:46 am

maiki hat geschrieben: ... das Anton nicht gerne gestreichelt werden will. Oder anders, er entscheidet wann und wo.
Das finde ich völlig normal und in Ordnung so. Du hast ja kein Stofftier, keine 'Streichelpuppe', sondern einen Hund mit eigenen Gefühlen, Wünschen, Vorlieben. Es gibt sicher Bereiche wo Hund nicht machen kann was er will, wo es Regeln gibt, die er auch entgegen seinen Wünschen befolgen muss. Aber kuscheln gehört da sicher nicht dazu. Da soll er sich doch wohlfühlen, und nichts als wohlfühlen.
Es gibt unter den Hunden wie unter Menschen Kuschler und welche, die den Körperkontakt eher nicht so suchen. Es ist natürlich nicht so schön wenn der Zweibeiner bekennender Kuschler ist, der Hund aber nicht. Ändern kann man daran aber nur wenig. Allerdings hab ich nach Deiner Beschreibung nicht das Gefühl, dass Dein Anton so ein 'Totalverweigerer' ist. :streichel:
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Tamara » Mi Mai 25, 2016 6:48 am

Finn war anfangs auch kein großer Schmuser, aber je älter er wurde, desto lieber mochte er es. Inzwischen ist er ein Kuschelbär und könnte stundenlang gestreichelt werden, egal ob ich anfange, oder er.
Wenn er gestreichelt werden möchte und die Situation lässt es zu, dann wird gestreichelt. Wenn er es möchte und ich aber grad nicht kann/will, dann eben nicht. Ist er dann aufdringlich - was er dann eigentlich immer ist, wenn er nicht bekommt was er will - dann schick ich ihn weg. Das würde ich auch bei einem jungen Hund so handhaben, also kuschel deinen Anton so viel du möchtest, wenn er zu dir kommt :)
Liebe Grüße
Tamara mit GP Finn und FB Quentin
http://pudel-finn.jimdo.com/
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maiki
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von maiki » Mi Mai 25, 2016 7:44 pm

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich denke, ich bin einfach nur etwas irritiert von seinem Verhalten. Unser Early war die größte Schmusebacke die ich je kennen gelernt habe. Immer und mit jedem wollte er kuscheln. Ständig hat er versucht sich auf einen drauf zu setzen. Und das den ganzen Tag :D
Vielleicht dachte ich einfach dieses Bedürfnis hat jeder Hund und erst recht ein kleiner junger HUnd :frech:
Das ich auf sein gebettel nicht eingehen wollte, war eigentlich nicht böse gemeint von mir. Mir fällt auf, das Anton das Streicheln nicht immer so gerne mag. Aber auf den Arm oder Schoß kommt er schon oft.
Bild
(keine Ahnung warum die Bilder verdreht sind?

Ich werde es einfach akzeptieren das Anton so ist wie er ist. Ich liebe diesen süßen Fratz einfach, so oder so. Und ganz vielleicht wird er ja mal die Oberschmusebacke :)
Pudelige Grüße von Maike mit Anton und Fiete

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Mimmotschka » Fr Mai 27, 2016 10:29 am

Bupja hat geschrieben:
maiki hat geschrieben:Er kommt und bettelt um auf den Schoß zu kommen. Geh ich nicht drauf ein (tu ich auch nicht) dann kann er Stunden vor mir stehen und mich angucken.
Warum gehst Du denn nicht drauf ein, frage ich mich? Ich fand es immer toll, wenn die kleinen Würmchen die Nähe gesucht haben und bin dem gerne nachgekommen. Natürlich nicht ständig und überall (manchmal geht es ja auch einfach nicht z.B. im Restaurant oder so :wink: ), aber ansonsten ist es doch eigentlich schön, dass er Deine Nähe sucht. Warum verweigerst Du ihm das? Für mich schon nachvollziehbar, dass er dann eben umgekehrt auch nicht immer Lust auf schmusen hat.

Grundsätzlich finde ich aber auch, dass ein Hund sehr wohl selbst entscheiden darf, ob er Körperkontakt möchte oder eben nicht.

Versteh ich auch nicht. Selbstverständlich nicht immer, aber es muss doch frustrierend für Deinen Anton sein, wenn er gerne kuscheln möchte und da kommt jedes Mal eine Abfuhr? Mimmo ist im Gegensatz zu meinem ersten Hund auch nicht so der Oberkuschler, deshalb genieße ich es umso mehr, wenn er dann von sich aus kommt. Das passiert vorzugsweise morgens nach dem Aufstehen bevor ich zur Arbeit gehe, die 5-10 Minuten gebe ich uns gerne und abends vor dem Fernseher. Da geht er dann aber selber wieder, wenn es für ihn genug war. Für mich ist das ok, vor allem deshalb, weil ich auch nicht mehr so verkuschelt bin wie vor 13 Jahren, als Flocki als Welpe zu mir kam.

Ich glaube nicht, dass ein junger Hund "verzogen" wird, weil man seinem Kuschelbedürfnis nachgibt. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass das die Bindung nur stärkt.

Edit: Ok, hab Deinen Beitrag überlesen. :)

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von maiki » Mo Aug 15, 2016 8:02 pm

Ich muß dieses Thema nochmal ansprechen. Anton ist ja jetzt schon 6 Monate bei uns, und ich denke ich kann ihn mittlerweile gut einschätzen. Dieses Ding sich nicht anfassen zu lassen besteht immer noch. Er springt auf den Schoß und kommt kuscheln. Das ist nicht das Problem. Auch das er entscheiden möchte wann er gestreichelt werden will ist vollkommen in Ordnung für mich. Ich akzeptiere das voll und ganz. Nur gibt es eben Situationen wo er das über sich ergehen lassen muss. Zb. wenn wir im Garten waren und er dreckige und nasse Füße hat. Dann kann ich ihm die Füße nicht sauber machen. Ständig springt er vor mir weg. Ich hocke mich hin und warte so lange bis er dann irgendwann doch kurz ran kommt. Wenn ich ihn dann zu packen bekomme dann ist alles gut und ich kann alles machen.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine?
Einerseits möchte er aber irgend was hindert ihn. Nur mit einem Leckerli in der einen Hand kann ich ihn mit der anderen nehmen. Auch wenn wir draußen unterwegs sind und er ohne Leine läuft. Anleinen nur mit Leckerli.
Das andere Leute nicht streicheln können finde ich sogar gut. Somit geht er an fremde gar nicht erst nah ran.
eine Frage: soll ich mit Leckerlis weiter machen und hoffen das es irgendwann besser wird? Oder habt ihr noch ein Tipp für mich?
Anton ist soooo toll, hat so viel gelernt und unsere Beziehung ist super. Ich glaube das ist gerade so das einzige Problem was wir haben. Kann es sein, das er das in den ersten 14 Wochen bei der Züchterin nicht so gelernt hat?
Vom Charakter würde ich sagen, Anton ist vorsichtig, kein Draufgänger. Einfach nur lieb zu Mensch und Tier, manchmal etwas schüchtern.
Ich hoffe, ich bekomm nicht nur den Ratschlag ich soll ihn lassen. Denn manchmal geht das eben nicht.
Vielen Dank
Pudelige Grüße von Maike mit Anton und Fiete

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Resi » Mo Aug 15, 2016 9:01 pm

kann es sein dass du da einen echt schlauen Pudel hast und dass er dich ganz gut erzogen hat? Ist nicht böse gemeint aber vielleicht mal kurz drüber nachdenken.

Füße putzen muss sein und da würde ich ihm ganz klare Regeln geben. Immer angeleint in die Wohnung reingehen und dann einfach auf die Stelle wo er geputzt wird bringen und loslegen, danach erst Leine ab, ein Leckerchen und dann darf er losflitzen. Bim abputzen selber würde ich auch Gezeter gar nicht eingehen, er hat es zu ertragen und man stirbt nicht von. Ruhig und konsequent dein Ding durchziehen. auch nicht endlos vollquatschen sondern einfach deine Arbeit erledigen.

Das anleinen draussen betrachte mal aus seiner Sicht: Frauchen ruft: Hund denkt: "ähm ja, Lust hab ich jetzt nicht weil dann kommt die Leine und wenn sie noch 2 x ruft hockt sie da mit Leckerchen das ist ja viel besser. Ach ich überhöre das erste Rufen besser und das 2. auch und dann rückt sie was Gutes raus." Dazu kommt dass der Spaß an der Leine meist vorbei ist und das weiß auch dein Hund. Ich würde dir vorschlagen ihn mal eine ganze Weile ständig an und abzuleinen und ihn an der Leine selber reichtig viel Spaß und Action mit dir zu bieten- nimm eine 2-3m Leine da geht das. Wenn er wirklich großartig rumzaubert und einfach nicht kommt dann nimm 2 Leinen, die längere sehr leichte Leine läßt du immer als Notfallrückholbändchen dran und die kürzere schwerere Leine ist deine Leine an der es Action gibt. Beim anleinen selbst gibt es nichts, kein Lecker, kein unnötiges Berühren, eine Hand zum Halsband, die andere an der Leine, zack und fertig und erst dann wird es richtig toll. Komm vom Locken weg damit er überhaupt kommt, dass ist ein sehr doofer anstrengender Kreislauf. Zeig ihm stattdessen das angeleint sein, Spaß mit dir bedeutet und dass es eher langweilig ist nicht angeleint zu werden weil dann bist du ja wieder langweilig. er muss sich drauf freuen mit dir etwas tun zu dürfen und dazu ist dann die Leine das Signal. verstanden was ich meine?

Farinelli hat zum beispiel seine ganz normale Alltagsleine aber er hat auch noch seine Hundeplattrainingleine. er wird ganz irre wenn er sieht dass ich das blaue Teil in der Hand habe. Dann weiß er dass wie nicht nur zum Spielen auf den Platz gehen sondern dass er arbeiten darf. Dass er dann aber die meiste Zeit ohne diese Leine was tut ist egal aber er hat eben zu Beginn schon gelernt blaue Leine= Spaß
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von maiki » Mo Aug 15, 2016 9:33 pm

Danke für deine Antwort.
Aber genau das ist nicht unser Problem. Anton war von Anfang an so. Keiner kann ihn wirklich so streicheln, außer er möchte das. Das ist aber sehr selten. Auf den Schoß springen und kraulen kein Problem. Aber eben nicht so wenn er auf dem Boden steht. Egal ob man in der Hocke ist oder steht. Er kommt ran man streckt die Hand (von unten zur Seite vom Hund) und er springt 1/2 m zurück. Da bleibt er dann stehen und guckt einen an.
Wenn ich im Garten bin müsste ich ja auch erst an der Tür anleinen. Ich habe den Eindruck er will aber irgendwas stoppt ihn.
Ach mensch, das ist echt blöd zu beschreiben. Ein Video wäre ja toll, aber das kann ich nicht :(
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von Resi » Di Aug 16, 2016 2:18 am

vergiss es mal das kraulen hier immer mit rein zu bringen, das willst du doch gar nicht beim anleinen oder putzen. Das sind einfach Dinge die klappen müssen.

Wir stehst, oder hockst du wenn du ihn anleinen willst? Kommt er ansonsten zuverlässig auf Rückruf oder macht er da auch schon das Weggehopse?
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Re: Anfassen lassen

Beitrag von dino » Di Aug 16, 2016 6:44 am

Wir hatten mal einen Cairn Terrier mit einem ähnlichen Problem. Immer wenn ich Giana anleinen wollte war sie 1 m weit weg bis ich mich gebückt hatte. Sie war 17 Wochen als sie zu uns kam. Ich habe ihr dann den Befehl “halt“ beigebracht. Gelernt hat sie das angeleint. Befehl halt, kurz stehen bleiben, loben, Leckerli, dann weitergehen. Bald klappt's dann auch ohne Leine und Leckerli. Ich finde, das ist ein ganz hilfreiches Kommando, das - seit Gianna - alle unsere Hunde als eine der ersten Lektionen lernen müssen.
Auch noch sehr hilfreich ist das Kommando “halt still“. Dino erstarrt dann förmlich und ich kann ihm z. B. Zecken entfernen, Pfoten waschen, in die Ohren sehen etc. Auch erst ganz kurz in entspannter Umgebung üben, Hund kurz festhalten und mit Lob, Leckerli oder ähnlicher Belohnung entlassen. Das dann langsam steigern.
LG Gitte mit Dino und Anton

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Re: Anfassen lassen

Beitrag von maiki » Di Aug 16, 2016 8:10 pm

Resi hat geschrieben:vergiss es mal das kraulen hier immer mit rein zu bringen, das willst du doch gar nicht beim anleinen oder putzen. Das sind einfach Dinge die klappen müssen.

Wir stehst, oder hockst du wenn du ihn anleinen willst? Kommt er ansonsten zuverlässig auf Rückruf oder macht er da auch schon das Weggehopse?
Anton kommt auf Ruf sofort angelaufen. Das haben wir auch viel geübt. Wenn ich ihn anleinen will, geh ich meistens in die Hocke. Aber auch im Stehen klappt das. Leine dran und dann ein Leckerli.
Wobei heute war es wirklich das erste Mal das er weggehopst ist beim anleinen. Heute hatte Anton viel Knete im Kopf. Aber auch normal mit 9 Monaten.
Anton macht alles für Leckerlis, wirklich alles. Dabei hat er so einen spaß. Mit Spielen zu belohnen ist nicht so sein Ding (spielen mit mir oder jemanden anderen ist auch der Knüller aber nicht als Belohnung). Also blieben wir bei Leckerlis.
"Halt" und "steh still" kennt er auch. Erzieherisch haben wir nicht das Problem. Gut, jetzt kommen die Blubberblasen im Kopf.
Ich glaube fast, er hat das streicheln so nicht gelernt. Er kommt, man kann ihn streicheln. Egal wie egal wo. Dann im nächsten Moment duckt er sich, leckt sich und geht ein Stück zurück. Da steht er dann mit gesenktem Kopf und kommt auch keinen Millimeter ran. Streck ich die Hand entgegen geht er weiter zurück. Er würde dann erst wieder rankommen wenn ich ein Leckerli hätte.
Ich finde es komisch. Bin schon am überlegen, ob wir mal einen Trainer kommen lassen. Der könnte sich das mal angucken.
Im nachhinein ist uns wieder durch den Kopf geschossen wie es bei der Züchterin war. Die spricht ihre Hunde nicht wirklich an. Soll der eine gebürstet werden, wird er einfach gegriffen und gut. Vielleicht ist das das Problem. Als wir das erste Mal dort waren war es auch so. Von alleine wäre Anton nicht gekommen. Sondern er lief immer mit etwas Abstand um uns rum. Sie nahm ihn einfach aus dem Gewusel raus auf den Arm.
Schwierig schwierig, Ich würde das nur gerne ändern.
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