Hallo miteinander,
vielleicht kann mir hier jemand ein paar Tipps geben. Also, während ich krank war hatte ich meine Hunde auf TF umgestellt. In dieser zeit wurde bei meinem Öhmchen auch erhöhte Nierenwerte festgestellt und mei TA riet mir zu Nierenschonkost. Die bekommt sie jetzt auch (NF). Nun bin ich ja wieder viel fitter und barfe mein verbliebenes Rudel wieder. Frage: Was ist mit Öhmchen? Darf sie mitbarfen (möchte sie natürlich) oder muss sie weiter die Nierenschonkost essen.
Barf:Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,3:1, Protein 25%, Fettgehalt 21%, Feuchtigkeit 64%, Rohfaser 1,7%, Rohasche 1,1% so in etwa. Und mal generell: wie gut/schlecht ist barfen für die Niere??
Barfen und Niere
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Andy
- Mega-Super-Nase
- Beiträge: 33342
- Registriert: Do Sep 20, 2007 12:53 pm
- Wohnort: Schleswig-Holstein
Re: Barfen und Niere
Ja unbedingt!!Barfen ist das Beste, was du bei eingeschränkter Nierenfunktion machen kannst, weil du das Futter ganz gezielt zusammenstellen kannst und vor allem auch auf hochwertige Proteinsorten zurückgreifen kannst. Du musst aber ein paar Dinge beachten:
Das Futter muss anders zusammengestellt werden, um die Nieren zu entlasten.
Ich gehe davon aus, dass sie eine Niereninsuffizienz hat. Dann füttere bitte das Ca bedarfgerecht und nur über Eierschalen (alternativ Calciumcarbonat oder -citrat), um Phosphor einzusparen und auch zu binden (beim einer Niereninsuff. ist die Phosphorausscheidung gestört). Füttere pro Kg Körpergewicht nur 50mg Ca über Eierschalen pro Tag, keine Knochen (weil die wieder Ph enthalten) füttern.
Darüber hinaus ist es ratsam, Vitamin B und C zu füttern, je nach dem Blutkaliumwert u.U. auch Kalium.
Das Futter solltest du nicht zusätzlich salzen (also keine wöchentliche Prise Salz ins Futter) und deine Hündin sollte ausreichend trinken.
An Gemüse solltest du Sorten bevorzugen, die viel Karotin enthalten. Ebenso gut ist weiterhin Leber in der Ernährung, aber sonst keine weiteren Innereien (keine Niere, Milz...) oder bindegewebigen Teile (keine Lunge, Euter....). Milchprodukte sind prima, die kann sie an zwei Tagen in der Wochen bekommen oder täglich in einer kleinen Menge.
Tierische Fette sind prima, pflanzliche weniger!
Brennesselsamen reduziert den Kreatininwert im Blut!
Ich denke, mit diesen Infos kommst du ganz gut weiter!
Das Futter muss anders zusammengestellt werden, um die Nieren zu entlasten.
Ich gehe davon aus, dass sie eine Niereninsuffizienz hat. Dann füttere bitte das Ca bedarfgerecht und nur über Eierschalen (alternativ Calciumcarbonat oder -citrat), um Phosphor einzusparen und auch zu binden (beim einer Niereninsuff. ist die Phosphorausscheidung gestört). Füttere pro Kg Körpergewicht nur 50mg Ca über Eierschalen pro Tag, keine Knochen (weil die wieder Ph enthalten) füttern.
Darüber hinaus ist es ratsam, Vitamin B und C zu füttern, je nach dem Blutkaliumwert u.U. auch Kalium.
Das Futter solltest du nicht zusätzlich salzen (also keine wöchentliche Prise Salz ins Futter) und deine Hündin sollte ausreichend trinken.
An Gemüse solltest du Sorten bevorzugen, die viel Karotin enthalten. Ebenso gut ist weiterhin Leber in der Ernährung, aber sonst keine weiteren Innereien (keine Niere, Milz...) oder bindegewebigen Teile (keine Lunge, Euter....). Milchprodukte sind prima, die kann sie an zwei Tagen in der Wochen bekommen oder täglich in einer kleinen Menge.
Tierische Fette sind prima, pflanzliche weniger!
Brennesselsamen reduziert den Kreatininwert im Blut!
Ich denke, mit diesen Infos kommst du ganz gut weiter!
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke
-
PudelUte
Re: Barfen und Niere
Hallo Andy,
danke für die schnelle Antwort.
Das hilft mir doch gleich weiter und mein Öhmchen wird es Dir danken
Meinen TA konnte ich nicht fragen, der ist Barf gegenüber nicht sehr aufgeschlossen, aber sonst ein Top TA
Die Pü's sind alle so happy, dass sie wieder gebarft werden. Ich bin abends immer in 3 Minuten futtertechnisch ausverkauft
Die hauen rein wie Blücher.
danke für die schnelle Antwort.
Das hilft mir doch gleich weiter und mein Öhmchen wird es Dir danken
Meinen TA konnte ich nicht fragen, der ist Barf gegenüber nicht sehr aufgeschlossen, aber sonst ein Top TA
Die Pü's sind alle so happy, dass sie wieder gebarft werden. Ich bin abends immer in 3 Minuten futtertechnisch ausverkauft
Die hauen rein wie Blücher.
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Andy
- Mega-Super-Nase
- Beiträge: 33342
- Registriert: Do Sep 20, 2007 12:53 pm
- Wohnort: Schleswig-Holstein
Re: Barfen und Niere
PudelUte hat geschrieben:Hallo Andy,
danke für die schnelle Antwort.![]()
Das hilft mir doch gleich weiter und mein Öhmchen wird es Dir danken![]()
Meinen TA konnte ich nicht fragen, der ist Barf gegenüber nicht sehr aufgeschlossen, aber sonst ein Top TA
Die Pü's sind alle so happy, dass sie wieder gebarft werden. Ich bin abends immer in 3 Minuten futtertechnisch ausverkauft![]()
Die hauen rein wie Blücher.
Liebe Grüße, Andrea mit der geprüften Assistenzhündin Jikke
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Sanne
Re: Barfen und Niere
Hi,
Prinzipiell ist Barf super, denn du kannst die Fütterung komplett an den Hund anpassen!
Hast du denn aktuelle Nierenwerte von ihr? Und wie alt ist sie denn?
Die Sache ist nämlich die: Je nachdem, wie schlimm die Niereninsuffizienz ist, sollte man die Werte im Futter etwas unterschiedlich halten. Bei einer leichten Niereninsuffizienz reicht es meistens, Protein und Phosphor bedarfsgerecht einzustellen. Gerade Calcium und Phosphor sind ja im Fertigfutter meist weit über den Bedarf drin, da hilft Reduzierung auf Bedarf. In so einem Fall wäre es z.B. schlecht, Phosphor und andere Mengenelemente unter dem Bedarf zu füttern, denn der Hund braucht ja auch Phosphor und ein Mangel daran kann auch schlecht sein.
Passiert aber leicht, wenn du z.B. nur wenig Fleisch und Eierschale als Calciumquelle fütterst.
Hat der Hund eine schwere Niereninsuffizienz, sollte man Phosphor unter den Bedarf reduzieren. Das ist aber nur sinnvoll, wenn wirklich eine schwere Insuffizienz vorliegt und sich die Werte ohne diese Maßnahme nicht mehr in den normalen Bereich bringen lassen.
Wenn man die Fütterung wirklich gut an den Hund anpassen will, sollte man regelmäßig die Werte kontrollieren und die Fütterung immer daran anpassen. Ohne ein Wissen über die Schwere der Niereninsuffizienz kann man auch keine sinnvolle Ration zusammenstellen.
lg,
Sanne
Prinzipiell ist Barf super, denn du kannst die Fütterung komplett an den Hund anpassen!
Hast du denn aktuelle Nierenwerte von ihr? Und wie alt ist sie denn?
Die Sache ist nämlich die: Je nachdem, wie schlimm die Niereninsuffizienz ist, sollte man die Werte im Futter etwas unterschiedlich halten. Bei einer leichten Niereninsuffizienz reicht es meistens, Protein und Phosphor bedarfsgerecht einzustellen. Gerade Calcium und Phosphor sind ja im Fertigfutter meist weit über den Bedarf drin, da hilft Reduzierung auf Bedarf. In so einem Fall wäre es z.B. schlecht, Phosphor und andere Mengenelemente unter dem Bedarf zu füttern, denn der Hund braucht ja auch Phosphor und ein Mangel daran kann auch schlecht sein.
Passiert aber leicht, wenn du z.B. nur wenig Fleisch und Eierschale als Calciumquelle fütterst.
Hat der Hund eine schwere Niereninsuffizienz, sollte man Phosphor unter den Bedarf reduzieren. Das ist aber nur sinnvoll, wenn wirklich eine schwere Insuffizienz vorliegt und sich die Werte ohne diese Maßnahme nicht mehr in den normalen Bereich bringen lassen.
Wenn man die Fütterung wirklich gut an den Hund anpassen will, sollte man regelmäßig die Werte kontrollieren und die Fütterung immer daran anpassen. Ohne ein Wissen über die Schwere der Niereninsuffizienz kann man auch keine sinnvolle Ration zusammenstellen.
lg,
Sanne