Iva und das leidige Futterproblem

Fragen und Tips rund um die Nahrung.

Moderator: Andy

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Lisa27
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Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Lisa27 »

Hallo liebe Foris,

Wir haben uns vor knapp 2 Jahren hier vorgestellt, als Iva als Welpe zu uns kam. Mittlerweile ist sie 2,5 Jahre alt und bereichert unser Leben total. Sie ist ein absolut toller Hund, für alle möglichen Späße zu haben, liebt es Tricks zu lernen, alles mögliche zu Apportieren, Such- und Schnüffelspiele und alles, was mit ordentlich Tempo zu tun hat (leider zählt jagen für sie auch dazu :roll: ). Man kann sie ganz wunderbar überall mit hin nehmen, ob trubelige Stadtbesuche, Restaurants oder lange Wanderungen, sie ist einfach gerne mit unterwegs. Also alles in allem wirklich super, genau der aktive lustige Hund, den wir uns gewünscht haben :streichel: . Aaaaaaber ein leidiges Thema gibt es, das endlose Futterproblem....

Ich bin aktuell einfach super frustriert und ich hatte das Bedürfnis, mich dazu auszutauschen, von euren Erfahrungen zu hören und mir ein bisschen externe Motivation zu holen, die Ausschlussdiät durchzuhaltem, die wir aktuell machen.

Aber von Anfang an: das erste halbe Jahr hat Iva einfach alles gefressen, was man ihr angeboten hat (und den ein oder anderen Haufen menschlicher K**** die sie unterwegs gefunden hat. :fechten: Warum zur Hölle findet sie die so regelmäßig?). So weit so gut und ich dachte juhu, vielleicht haben wir keinen super mäkeligen Pudel erwischt... falsch gedacht. :roll:
Mit ungefähr einem halben Jahr hat sie angefangen immer wieder Futter zu verweigern, in der Regel das Frühstück, dann ging absolut gar nichts mehr in den Hund rein. Darauf hat ihr Magen im Laufe des Tages immer mit starken Bauchgeräuschen reagiert, teilweise hat sie Schmerzsymptome gezeigt, Gras gefressen, erbrochen. Meistens hat sie dann abends oder nachts (Madame frisst schon seit sie ca 1 Jahr alt war Trockenfutter vorzugsweise nachts, das ist bis heute so ... aber gut, damit haben wir uns abgefunden. Wenn es funktioniert... :n010: ), spätestens im Laufe des nächsten Tages wieder gefressen. Es war immer der gleiche Kreislauf. Ein paar Tage, maximal 2-3 Wochen war alles gut, sie hat normal gefressen und dann kamen immer wieder diese Futterverweigern-Bauchweh-Gras fressen-Erbrechen-wieder fressen- Kreisläufe. Sie hat morgens Nassfutter bekommen, abends/nachts Trockenfutter. Achso und vielleicht muss man dazu sagen, dass sie auch sonst einfach unglaublich picky ist beim Thema Fressen. Zu viel los zu Hause --> keine Zeit zum Fressen. Spannende Umgebung unterwegs --> keine Zeit für Leckerlis. Zu heiß draußen --> sie frisst nicht. Läufig --> sie frisst nicht. Stress --> sie frisst nicht :keule: Zwei Trockenfutterkroketten kleben aneinander? --> Sie frisst diese nicht, sondern die bleiben im Napf zurück :frech: Einmal habe ich es gewagt, und ihr das bekannte Trockenfutter aber in größerer Krokettenform hingestellt, weil ich versehentlich für große Hunde bestellt habe... ich denke ihr wisst was kommt, ja sie hat es nicht gefressen :keule: Gefühlte 300 Futtersorten (bei Nassfutter waren es verschiedene Sorten von Hermanns, Nandoo und zuletzt Lakefields, TroFu relativ lange Edgard Cooper Lamm, weil das eigentlich konstant ging, auch wenn ich kein Fan davon bin aber gut, Hauptsache es frisst :roll: ), Tagesablaufs-Beobachtungen, vermutete Verbesserungen, Rückschläge, Selbstzweifel, ob man den Hund verwöhnt hat, Tierarztbesuche, unauffällige Blutuntersuchungen, unauffällige Kotuntersuchungen und viele Tränen später haben wir den TA gewechselt und im September letzten Jahres mit einer Ausschlussdiät gestartet. Also gab es 10 Wochen lang nur Royal Canin Anallergenic. Die ersten ca 2 Wochen waren der Horror, weil Madame auch das zunächst regelmäßig verweigert hat und die bekannten Kreisläufe auftraten. Es gab Ulmenrinde vorab, auch das hat nichts gebracht und es wurde eine Darmaufbaukur gemacht. Schließlich hatten wir es dann endlich geschafft, dass Iva das Futter regelmäßig und gerne gefressen hat und alle Symptome für ca 6-7 Wochen verschwunden waren. Juhuuu :wav: (gaaaanz vielleicht haben wir ihr das Futter kurzzeitig sogar ohne Öl angeröstet, weil die TÄ meinte, manchmal nehmen die Hunde das dann lieber, was für ein paar Tage unsere Rettung war. Und ja, wir kamen uns absolut bescheuert vor damit! Aber diese Bauchgeräusche immer wieder zu hören und zu sehen, wie sie Schmerzen hat, weil der Magen rebelliert hat... naja dann wird eben Trockenfutter geröstet :bekloppt: )

Anfang Dezember gab es dann gekochtes Pferdefleisch vom reinen Pferde-Metzger in der Nähe dazu. Glücklicherweise habe ich in weiser Voraussicht darauf geachtet, ihr vorher nie Pferd zu geben...ich hatte schon die Vermutung, dass es über kurz oder lang auf eine Ausschlussdiät rausläuft :roll: . Zusammengefasst, das hat sie gut vertragen (außer roh, das kam direkt wieder raus und die Stücke dürfen auch nicht zu groß sein... :keule: ). Also haben wir Anfang Januar auf die Ritzenberger Fleischrollen Pferd pur umgestellt. Wir wollten gerne eine praktischere Alternative zum frischen Fleisch, zumindest für Urlaube oder wenn sie mal fremdbetreut werden muss. Fand sie sehr sehr lecker und das Verweigern blieb mit allen Folgen verschwunden. Jackpot... dachten wir... :wav: und dann habe ich es wahrscheinlich verk****... :cry:

Ich dachte gut, Pferd geht ja scheinbar. Also gabs ab Mitte Januar getrocknete Pferdelunge als Leckerli, getrocknetes Pferdefilet, Sehne oder Dörrfleisch als Snack. Und ungefähr zeitgleich ein paar eingeweichte Reisflocken dazu (Kartoffeln hat sie vorher schon nicht angerührt...). Tja und dann hat das Kratzen und Knabbern angefangen. Erst dachte, ich es sind die Reisflocken, die also nach ein paar Tagen wieder weg gelassen, spoiler, das war es nicht. Dann hat sie Ende Januar noch eine Parasitentablette bekommen, das war es auch nicht (sie hatte letztes Jahr schonmal eine Phase, wo sie sich die Pfoten gekaut und geleckt hatte, TÄ meinte damals evtl Grasmilben -> Milbentablette rein -> am nächsten Tag war es verschwunden). Gut... dann dachte ich, vielleicht liegt es am langen Fell. Iva filzt schrecklich schnell, evtl in Kombi mit trockener Heizungsluft... also wurde das Tier trotz Kälte letzte Woche geschoren, aber auch das war es nicht. Jetzt wurde das Gekratze die letzten Tage immer mehr. Sie kommt teilweise total schlecht zur Ruhe, weil sie sich zeitweise so viel kratzt, dazu reibt und kratzt sich extrem viel die Schnauze. Fell, Haut, Zahnfleisch sieht alles normal aus... also muss ich wohl einsehen, dass es doch wieder am Futter liegen muss und ich wahrscheinlich zu vorschnell war... jetzt gibt es ab morgen wieder nur TroFu und am Dienstag gehts zum TA.... :|

Es ist einfach so unglaublich frustrierend und ich ärgere mich total, dass ich wahrscheinlich zu schnell zu viele Sachen (auch wenn es nur Pferd war) dazu gegeben habe, weil ich eben davon ausging, dass Pferd geht :? Und das Schlimmste daran ist, dass ich davon ausgehe, dass wir uns jetzt wieder auf ein bis zwei Wochen Verweigern und daraufhin Bauchweh einstellen müssen und das einfach so schwer auszuhalten ist, weil sie mir natürlich total leid tut. Gestern haben wir schon beschlossen, dass es nur noch Trockenfutter gibt. Der Hund hat den ganzen Tag dann wieder nichts gefressen, was zu Grasfressen und Bauchweh am Abend geführt hat... ich bin heute eingeknickt und es gab Ritzenberger Pferd zum Frühstück.... :oops:
Ich weiß absolut, dass man es eine Weile aussitzen muss, dass es schonmal geklappt hat und sich deutlich gebessert hat und alles. Aber es zerrt einfach so doll an den Nerven, den Hund immer wieder so zu sehen... Sie ist halt super nervig eigen, was fressen angeht, das Anallergenic hat sie die ganze Zeit gut gefressen, aber eben nur abends und nachts. Morgens nimmt sie das nicht mehr und als Leckerli... naja sie schaut mich an als würde sie sagen, "Kannste selber fressen...". :keule:

Manchmal wünschte ich, sie wäre Typ Staubsauger, wie die Pudeldame meiner Mutter... Die ist ein Labrador im Pudelkostüm :lol:
Danke an diejenigen, die bis hierhin durchgehalten haben :wav:
Ich wollte einfach mal mein Leid klagen und freue mich, von euren Erfahrungen zu lesen...ich brauche etwas Motivation zum Durchhalten und wenn eure Hündchen auch ein paar 'Eigenarten' beim Fressen habe, immer her damit, ich bin für jeden Lacher zu haben :lol:

Habts fein und ein schönes Wochenende allerseits, ich gehe dann mal Snacks und Futter für das Tierheim zusammenpacken, die freuen sich auf eine weitere Lieferung :lol:

Lisa mit Iva

Pudeljungs
Riesen-Nase
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Pudeljungs »

Hört sich nach sehr viel Stress und Futterumstellungen an und du weisst schon, dass dein Hund auch auf dich und deine Unsicherheiten reagiert ? Versuch mal Ruhe in das ganze reinzubringen. Hast du schon mal Futtersorten mit Fisch probiert. Meine beiden lieben das Tales und Tails Fisch im Kopp Softfutter, auch die Nassfuttersorten von Tales und Tails finden sie klasse. Aber auch die Anibio Lachswurst finden sie mega oder auch die Ritzenberger Wurst pur Fisch. Die kommt auch manchmal übers Trockenfutter. Mein Zwergpudel war früher auch mäkelig. Aber jetzt im Alter haut er meistens rein. Ich würde nicht dauernd die Proteinquellen wechseln. Gibt immer mal Tage, wo Hund keinen Appetit hat. Stress kann u.a. auch auf den Magen schlagen. Gesundheitlich, sprich Zähne, etc. ist alles abgeklärt? Auch Hormonprobleme führen zu Mäkeligkeit. Es gibt jede Menge mäkelige Hunde und ich glaube, ihre Herrchen/Frauchen leiden am meisten darunter :wink: .

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Tanja aus Haan
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Tanja aus Haan »

Ich hab Deinen Beitrag gern und mit einem lachenden Auge gelesen.

Aber dieses ka* Thema ist wirklich nervig. 🙄
Es tut mir leid, dass ihr derart betroffen seid.

Viele hier kennen "kannste selber fressen 😝".

Ein zweiter Hund kann helfen. :D
Oder/und minderwertigeres Trofu. 🫣
Beides selbst getestet.

Alles Gute. 🍀
Viele Grüße aus dem Rheinland
Tanja mit GP Nox (*3.10.18) und Helga (*14.3.14)

ditte
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von ditte »

Auch wenn Liese kein Pudel ist, das Problem hatten wir auch. Anfangs (sie ist ein Auslandshund) war sie unser Staubsauger, hat alles vertragen. Dann morgendliche Probleme (Bauchgeräusche, Futterverweigerung, Erbrechen, gelegentlich Durchfall). TA meinte, allergisch auf Futterbestandteile. Verschiedene Fleischsorten probiert. Kein wesentlicher Erfolg. Dann fast 6 Wochen Hypoallergenic Futter gefüttert, Symptome nicht viel besser. Danach den Hund entgiftet nach dem Ratschlag einer Homöopathin. Dann eine Futtersorte gewählt die Liese noch nie hatte (Vet Concept Ziege Nassutter und als Leckerli Vet Concept Trockenfutter Ziege und nichts anderes). Und es funktioniert jetzt sehr gut, Output super, Appetit gut, keine Magenprobleme. Ist vielleicht bei uns Zufall, Glücksfall.

Ditte

Lalilo
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Lalilo »

habt ihr schon mal die Blutwerte gecheckt? Luna hat im laufe des Jahres 2024 immer schlechter gefressen, ich habe alles ausprobiert, zig neue Futtersorgen gekauft, am Ende kam lt. der Blutwerte heraus dass sie Morbus Addison hat.
Die Krankheit wird auch 'the great Pretender' genannt weil die Auswirkungen auf den jeweiligen Hund sehr individuell ist.

Letztendlich ist die Wahrscheinlichkeit klein, aber nichts muss, alles kann - und mal auf die Blutwerte schauen schadet nicht.
Liebe Grüße von der Alb
Lailo mit Großpudel Luna

Pudeljungs
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Pudeljungs »

Hast du es schon mal mit Futter erarbeiten versucht? Sprich Leckmatte, Schnüffelteppich, Futter verstecken etc. versucht? Meine beiden lieben das. Wenn Günni mal nicht so den Appetit hat, aus Socken Leckerchen poppeln liebt er. Da schmeckt es ihm auf einmal prächtig.

Hier findest du auch Tips zum Thema https://www.spass-mit-hund.de/futterschnueffeln/
https://www.easy-dogs.net/futtersuchspiele/
https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/hu ... fuer-hunde

Sämi2
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Sämi2 »

Würde dir empfehlen das Thema Unverträglichkeiten und Allergien mal anzuschauen. Es gibt einige Hunde die bei gewissen Futtermitteln Bauchweh bekommen und aus diesem Grunde skeptisch werden beim Fressen.
Mäkeligkeit ist allerdings bei den Pudeln ziemlich verbreitet.
Wenigstens davon sind wir hier nicht betroffen, vielleicht weil ich zwei Hunde habe.
Liebe Grüsse von Doris mit Mio und Mayle
unvergessen 🌈Sämi, Ronja und Toya🌈

Pudeljungs
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Pudeljungs »

Sämi2 hat geschrieben:
Mo Feb 16, 2026 11:42 am
Würde dir empfehlen das Thema Unverträglichkeiten und Allergien mal anzuschauen. Es gibt einige Hunde die bei gewissen Futtermitteln Bauchweh bekommen und aus diesem Grunde skeptisch werden beim Fressen.
Mäkeligkeit ist allerdings bei den Pudeln ziemlich verbreitet.
Wenigstens davon sind wir hier nicht betroffen, vielleicht weil ich zwei Hunde habe.
Ich habe auch zwei und trotzdem war Günni in jungen Jahren auch oft mäkelig.

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Gero
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Gero »

Liest sich fast wie Mia´s Geschichte!

Letztes Jahr bin ich dann endlich auf eine TÄin gestoßen die die Sache nicht gleich mit "Futterallergie" abtat und ordentlich nachguckte/untersuchte.
Sie diagnostizierte eine IGOR-Erkrankung mit Verdacht auf IBD - IBD hat sich nicht bestätigt aber IGOR.

Sie empfahl uns Mia Futter von Lupovet zu geben - ich guckte mir die Seite an und dachte "na, das wird nicht gehen, Mia mag TroFu nicht so doll"
Aber um nichts zu versäumen wurde Lupovet TroFu und Nassfutter (wird nur als "Beilage" in 20 % von der Gesamtfuttermenge gegeben - wenn Hund will)
bestellt, Fasssauerkraut (kein WEINsauerkraut) und Limburger, Rote Bete besorgt und los gings.
Ich war überzeugt Mia würde wieder verweigern - DENKSTE - sie haute rein wie verrückt (rohes Sauerkraut :n010: - hätte ich völlig ausgeschlossen) und ihre Bauchschmerzen, Bauchgeräusche, Unwohlsein - Alles weg!!!

Sie kriegte anfangs vor dem Futter Magenplus von Futtermedicus (Pulver, eingeweicht als Magenschoner) inzwischen gibts das (eingeweicht) oben aufs Futter drauf und sie leckt es als Erstes runter.
Und sie frißt soooo super!!!! :wav:
Ihr Futter besteht jetzt aus Lupovet Trockenfutter und fettarmem Nassfutter von VetConcept und als Leckerchen entweder ihr TroFu oder mal ein kleines Stückchen getrocknetes Huhn - mehr nicht und es bekommt ihr suuuuper.

Vielleicht - wenn noch nicht geschehen - lasst ihr auch mal Iva auf IGOR oder IBD untersuchen??
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

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Pat
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Pat »

Ich habe hier leider auch einen sehr großen Mäkler.
Und ich habe eher nicht so gute Erfahrungen mit den (zumindest in den Praxen/Kliniken hier im Umkreis wo ich war) immer gleichen Futter-Empfehlungen der Ärzte gemacht.
Natürlich sollten die Ärzte die körperlichen Ursachen abchecken, aber wenn da nichts zu finden ist (so war es bei uns) würde ich ggf nach einer Ernährungsberatung schauen.
Dieses ewige Rumprobieren ist ja leider wirklich sehr kräftezehrend, ich würde versuchen da soweit wie irgendwie möglich mit nem handfesten 'Plan' ranzugehen.

Ansonsten noch ein konkreterer Tipp von mir: ich habe 6 Jahre lang an unseren Fütterungszeiten und der Reihenfolge (6 Jahre lang morgens nass, abends trocken) festgehalten - weil wir auch immer so Phasen hatten wie ihr- aber da es manchmal auch 2-3 Monate gut ging hab ich das immer verweigert, weil ichs nicht für einen Teil der Ursache gehalten hab. Außerdem war ich mir super sicher, mein Hund der Frühstück eh doof findet frisst da sowieso nur das Nassfutter weil er das generell lieber mag (und so war es auch bei einigen Versuchen) und sein Trockenfutter hat er erst super spät am Abend angerührt.
Ich hab es trotzdem konsequent umgestellt, es gibt jetzt morgens trocken und abends nass, die Uhrzeiten liegen anders und werden strikt eingehalten.
Das hat bei uns einen wahnsinnigen Effekt gehabt.
Und ich würde auch ggf von zu viel verschiedenen Snacks etc absehen. Ich habe 1 Nassfutter, 1 Trockenfutter, 2 Sorten Leckerli (1 für 'so' und 1 für die Baustellen-Themen ;-)) und 1 Sorte Kauartikel. Das wars, was anderes bekommt er nicht. Wenn die Nährstoffe abgedeckt sind, braucht es meiner Meinung nach nicht so viel Abwechslung.

Trotzdem bleibt er ein Hund der auf Stress, Hundebegegnungen und andere Umstände mit Magenproblemen reagiert, aber ich habe insgesamt das Gefühl ich 'verstehe' seinen Magen besser.
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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Lisa27
Einsteiger-Nase
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Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Lisa27 »

Hallo ihr Lieben,


Danke für eure Rückmeldungen! :wav:


Ich möchte gerne einmal gesammelt antworten:

-Gesundheitlich ist insofern alles abgeklärt, was mit Blut- und Kotuntersuchungen gemacht werden kann. Es wurden auch speziell die  Werte bzgl Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse gecheckt und auch Morbus Addison wurde ausgeschlossen (genaue Bezeichnungen habe ich mangels medizinischem Fachwissen nicht mehr parat :oops: ). IGOR und IBD ist tatsächlich nicht getestet, das kannte ich auch gar nicht :shock:

Meine kurze Recherche ergab jetzt, dass es unwahrscheinlich ist, weil sie so lange mit dem Futter symptomfrei war. Aber ich lese mich nochmal ein, danke für den Tipp! :wink: Invasive Untersuchungen wie Magenspiegelung sowie Ultraschall habe ich noch nicht gemacht, da ich bisher denke, dass da der Stress und die Intensität zu hoch ist, wenn es so wahrscheinlich um Futtermittelallergie und/oder -unverträglichkeit geht. Also ja, das ist auch meine und die Meinung der TÄ. Gestützt, durch die positive Veränderung während der ausschließt TroFu Hypoallergen Phase. Also für knap 6/7 Wochen waren diese Verweigerungskreisläufe mit Bauchweh und Erbrechen komplett weg! Das spricht ja deutlich dafür. 


Ich glaube, insgesamt muss ich einfach auch akzeptieren, dass Iva Fressen einfach nicht so ultra wichtig findet, wie es wahrscheinlich doch gerne mal bei den Pudels vorkommt.... und dass sie anfällig für Stress oder Außenreize ist und dann gerne mit Magenverstimmungen reagiert, denke ich ist einfach so bei Iva. Das Gefühl hatte ich auch tatsächlich schon früh, die gute hat schon immer viel erbrochen, hochgradig auffällig bei Stress in irgendeiner Form. Das ist dann ja auch gut händelbar bzw es ist irgendwie absehbar. :streichel:


Futtererarbeiten machen wir fleißig, sie sucht super gerne Futter, schnüffelt Fährten und apportiert ihren Futterbeutel ganz hervorragend. In guten Phasen klappt das wunderbar! Wenn Madame aber kein Bock auf das Angebot hat oder wieder Bauchweh hat, macht sie alles genauso nur nimmt halt keine Futter Belohnungen :keule: . aber teilweise ist das tatsächlich auch oft unsere Rettung, wir nennen es hier "anfüttern" :lol: . Und Not macht erfinderisch, als Belohnung z.b. nach der Krallenschneiden gab es früher immer einen Kausnack. Seit sie das nicht mehr darf, gibt es Trockenfutter im Altpapierkarton zum rausschreddern. Der Garten sieht dann zwar nach Müllhalde aus, aber gut.  :bekloppt:


Vielen Dank auf jeden Fall für eure Erfahrungen. Ich hole mir auf jeden Fall nochmal mehr ins Bewusstsein, wie viel Einfluss man auch mit seiner eigenen Haltung und Anspannung hat. Und ich höre mich mal zu guten Homöopathen oder Ernährungsberatungen in der Umgebung um, da hatte ich auch schonmal überlegt, ob das sinnvoll wäre... einfach jemanden der einen da ein bisschen an die Hand nimmt. Falls da jemand Empfehlungen im Großraum Stuttgart hat, würde ich mich freuen. :wink: Und eure Futterempfehlungen schaue ich mir nach und nach mal an, dankesehr.

Kurzes Update für Interessierte:

Iva bekommt seit Sonntag durchgehend nur das Trofu. Das Kratzen ist direkt etwas besser geworden aber immer noch da.

Am Dienstag waren wir trotzdem nochmal bei der TÄ und diese meinte auch, 10 Wochen nochmal nur TroFu, dann würde sie eher eine andere Fleisch Sorte probieren, weil sie auf Pferd reagiert hat. Aber wenn wir mutig sind, können wir es auf jeden Fall nochmal mit Metzgerfleisch probieren, ob es dann eher an irgendwas in der Ritzenberger Fleischwurst und den Snacks lag. Dann könnten wir frisches und gutes Pferdefleisch beibehalten... ansonsten sah alles gut aus, die Haut sieht soweit okay aus, bis auf ein paar Stellen, die etwas gerötet waren, das ist in Ordnung. Sie blieb übrigens aber auch immer bei ihrem Gewicht zwischen 14,5 und 15kg.

Wir hatten zwei Tage Bauchweh und Erbrechen, so langsam pendelt es sich ein. Es gab mal wieder nen Tipp von der TÄ: Iva frisst ja das Trockenfutter tagsüber so unglaublich ungern bis gar nicht. Also wurde das Futter eingeweicht, püriert und im Backofen Kekse daraus gebackt. Königliches Aroma schmeckt zumindest als Futterbeutelbelohnung dann doch :frech: . Manchmal zweifel ich an mir selbst, dass ich mich so von diesem Hund herumkommandieren lasse :n010: und dann funktioniert es so einfach etwas besser und wenn das Tier dann weniger leidet... ich versuche zumindest darauf zu achten, ihr Gebettel zu ignorieren und wenn sie das im Napf nicht will gibt es auch nichts anderes, etwas Entscheidungsübernahme im eigenen Haushalt :lol:

Also alles in allem, habe ich das Gefühl, dass die Richtung stimmt aber der Weg sehr lang wird...vor allem auch unter dem Aspekt, Ruhe und Routine zu bewahren.

Nachts gut :)

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Samsi
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Registriert: So Aug 26, 2012 2:12 pm

Re: Iva und das leidige Futterproblem

Beitrag von Samsi »

Bezüglich des Kratzens, wurde da schon mal ein Allergietest gemacht? Pollenallergie klingt eher unwahrscheinlich, da die Symptome jetzt im Winter verstärkt waren, wenn ich das richtig gelesen habe. Aber da es scheinbar auch viel getrocknetes Fleisch gab, würde ich in Richtung Futtermilbenallergie überlegen. Ob das auch auf den Magen schlagen würde, kann ich allerdings nicht einschätzen. Wir hatten den Magen meine ich schon vor der Allergiediagnose ganz gut auf Kurs.

Wie sind denn die Fütterungszeiten bei euch bzw. gibt es Snacks bei euch? Sowohl Pepe als auch Henry brauchen abends und früh morgens einen kleinen Snack (bei uns in der Regel etwas Dinkeltoast), sonst bekommen sie Magengeräusche und die Spirale zwischen Nicht Fressen und Übelkeit geht munter los. Ich würde sagen, dass das bei uns wirklich der relevanteste Faktor bezüglich der Magenthematik war. Nur passendes Futter reichte hier nicht, weil sie auch das leckerste Futter nicht mehr nehmen, wenn ihnen erstmal zu übel ist.

Futterneid hilft hier teilweise übrigens auch - hilft aber ja nicht, wenn man nur einen Hund hat :wink: - rettet im Zweifel aber auch nicht und wir haben 4 Hunde und trotzdem haben Nr. 3 und Nr. 4 das Thema gehabt.

Action rund ums Futter (Futterwerfen, heiß machen mit Wartespielchen oder auch erarbeiten) hilft bei unseren teilweise auch etwas oder ordentlich körperliche Betätigung wie Rad fahren, joggen oder lange Spaziergänge wirkt hier teils auch sehr appetitanregend. Allerdings immer nur, wenn ein gewisser Punkt noch nicht überschritten ist.
Liebe Grüße,
Steffi mit Paco, Sam, Pepe und Henry

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