Zweiter Versuch - Kochbarf?

Alles übers Barfen

Moderator: Andy

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Pudelpower » Do Mär 31, 2016 10:35 pm

Hm - beschwören würde ich das mit Fressnapf nicht. Vielleicht täusche ich mich. Im Futterhaus am Hermannplatz aber auf jeden Fall. Da hab ich es gekauft.
Es gibt in B ja auch einige Barfläden. Da bekommt man es oft. Wo in deiner Gegend einer ist, weiß ich allerdings nicht. Barfers Wellfood hat ein Ladengeschäft in Marienfelde. das ist das südlichste, das mir einfällt.

Ist ja gut, dass Kinu keine Bauchspeicheldrüsenentzündung hat.
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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Andy » Fr Apr 01, 2016 4:11 am

Bailadora hat geschrieben:Hi Doro, Fressnapf hat das auch? Prima, da gibt es hier mehrere von.

Ich war heute bei der Tierärztin zum Impfen, sie nannte Barf kompliziert und man müsse höllisch aufpassen mit dem CA: Bei Überdosierung drohe u.a. Kochenhautentzündung. Das Industriefutter dagegen versorge den Hund mit allem, was er braucht.
Wirklich mühsam für arme Debütantinnen: Jeder erzählt etwas anderes.

Bauchspeicheldrüsenentzündung hat Kinu schon mal nicht: Hat sie abgetastet und er hat nicht gezuckt.
Er war ganz brav, nur ist er jetzt einerseits sehr unruhig und andererseits völlig platt, weil wir am Morgen noch in der Hundeschule waren.

HG, Anja
Lass dich von deiner TÄ nicht verunsichern. Die allermeisten TÄ haben keine Ahnung von Fütterung und schenken den Vertretern der Industriefutterhersteller allein Glauben. Wenn man sich allein anschaut wie viel Ca in den meisten TF Sorten enthalten ist, muss ich schon mit dem Kopf schütteln, wenn deine TÄ solch unqualifizierte Bemerkung macht. Die hat echt null Ahnung davon.....Schuster bleib bei deinen Leisten, kann ich da nur sagen!

Wichtig ist, dass du sehr abwechslungsreich fütterst, auch die Innereien nicht vergisst und nicht nur zwischen 1-2 Fleischsorten abwechselst.
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Fr Apr 01, 2016 6:46 pm

Moin, nee lass ich nicht, allein schon wegen der Müllberge. Aber seltsam - diese Leute haben das doch studiert, sollte man meinen.
ist bei den Trainern genau so: Auch die Renommierten widersprechen sich teils diametral.

Drei mal Kot am Tag wie in den letzten Tagen schreibe ich mal der Umstellung zu: Da ist offensichtlich ziemlich was los im Darm.

Heute morgen bissl Dünni, nicht schlimm und seitdem musste er nicht, aber die Moro-Möhren kochen schon.

Heilpraktikerin meinte aber, dass das sehr wahrscheinlich passiert und ich aber weiter machen soll.

Ich bleibe aber erst einmal bei fifty-fifty Dose und gekochtem Fleisch und schaue, ob es besser oder schlimmer wird.

HG, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Andy » Fr Apr 01, 2016 7:07 pm

Na ja, TÄ haben in ihrem Lehrplan nicht die Ernährungsphysiologie des Hundes stehen. Insofern haben sie das nicht studiert und sind somit offen für viele/alle Informationen, die sie über Vertreter der Futtermittelindustrie erhalten.....nicht alle TÄ, aber sehr viele...leider.

Wenn du Dose plus reines Fleisch fütterst, dann kann der Fleischanteil für deinen Hund echt zu hoch sein. Ich würde etwas zerdrücktes/püriertes Gemüse dazu geben, damit der Fleischanteil etwas reduziert wird.

Etwas mehr Kot und weicheren Kot kann am Anfang durch die Umstellung passieren und sollte nach einigen Tagen wieder verschwinden.
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Fr Apr 01, 2016 8:24 pm

Jo, Gemüseflocken sind mit bei, aber ich muss ja das gekochte Fleisch peu a peu hoch fahren, um immer weniger und schließlich keine Dose mehr geben zu können - oder? Einfach umstellen, Dose weg?

Es geht ihm aber gut - schläft seit Stunden, muss nicht raus und wenn wir gehen, pinkelt es nur. Er frisst auch kein Gras, obwohl es jetzt langsam sprießt, das ist auch ein gutes Zeichen, dass kein Unwohlsein vorhanden.

Grübelnde Grüße, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Andy » Sa Apr 02, 2016 7:42 am

Steigere die Umstellung mal langsam weiter, so wie du das auch machst. Damit kommt ihr beide gut klar :wink: und dann ist es auch gut so! :streichel:
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » So Apr 03, 2016 9:14 pm

Moin Andy, jo, dank Mr. Moro alles gut.
Ich bin seit heute Abend bei etwa 1/4 Dose, 1/2 Kochfleisch und 1/4 Gemüseflocken - alles prima. 2 x täglich Kot, schon deutlich weniger. Viel heller als mit TC, aber kein Pups und auch sonst keine Beschwerden. Obwohl am Wochenende viel TF-Leckerlies im Einsatz waren, die sonst gerne mal zu Blähungen führten. Er scheint das Fleisch viel leichter verdauen zu können.
Mir scheint auch, er nimmt zu: Wirkt irgendwie kompakter und kräftiger. Kann das so schnell gehen? Ich muss mal die Waage bei Fressnapf ansteuern.

Nur schlagartig und gleichzeitig mäkelig wird das Tier: Sein trocken Brot mag er nicht mehr so gerne und auch die einst so geliebte Möhrensuppe wird neuerdings im Originalzustand verschmäht, ich muss ein bisschen was Leckeres hinein geben, damit er sie schlabbert.
Tsts: Kaum gibt es schieres Fleisch, wird der anspruchsvoll!

Morgen werde ich mal ein Mixpaket der mybarf-Kochwürste ordern.

HG, Dank für die Begleitung und eine gute Woche, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Mo Apr 04, 2016 11:23 am

Moin, soo - das Mischpaket Kochwürste ist bestellt und auch eine Dose Eierschalenpulver. Verdauung bislang bestens, ich werde daher mit Wild weiter machen und dann Ziege, dann Geflügel....

Mich irritiert nur etwas, dass mybarf die Calciumanreicherung in den Würsten überhaupt nicht erwähnt. Ich hoffe, es steht dann drauf, wie viel da drin ist, sonst kann ich ja nicht berechnen, ob und wie viel er zusätzlich noch braucht, grumpf.

Auch raten die zu einer Kohlenhydratequelle wie Kartoffeln oder Buchweizen, während Du, Andy ja glaub ich der Meinung bist, das braucht es nicht gell? Würste und Gemüse, dazu regelmäßig Pansen oder Blämagen, Fisch und bissl Leber ab und an reichen - plus die Eierschalen?

Grübelnden Gruß, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Andy » Mo Apr 04, 2016 12:06 pm

Die Ca-Angabe steht auf den Würsten drauf. Im Durchschnitt enthalten 100g Fleischwurst 250mg Ca. Die früheren Fleischwürste enthielten kein Ca, das hat der Hersteller erst auf Wunsch einiger Kunden in Form von Eierschalenpulver hinzu gegeben. Ich habe da mal angerufen und mich genauestens informiert..... :mrgreen: ....der Herr am Telefon war danach bestimmt froh, dass das Gespräch beendet war. Ich kann nämlich schon sehr penetrant fragen....Lehrer halt! :lol:

Der Hund braucht keine Kohlenhydratquelle. Du fütterst so wie du es beschrieben hast. Die Kochfleischwürste gibst du hinzu wie du es auch mit gekochtem Fleisch tun würdest. ;)
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Mo Apr 04, 2016 2:54 pm

Muhaha, ja, das kann ich mir vorstellen! :lol:
Danke Dir!
Und wehe, Mr. Neuerdingsmäkelig frisst det nicht - dann gibt's Ärger....

HG, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Di Apr 05, 2016 10:14 am

Heute bei dpa (für Agentur sehr lebendig geschrieben):

Tiere Gesellschaft Buntes


(Reportage) Rehkopf statt Fertigfutter: Frischfleisch für den Hundenapf Von David Fischer, dpa (Foto - aktuell)




In Großstädten setzen Hundehalter auf eine neue Futtermethode. Beim
Barfen sollen Hunde auf ursprüngliche Weise ernährt werden - mit
Schlachtabfällen oder Rehköpfen. Händler mit Frischfleischtheken
verdienen am Trend. Und manche liefern sogar nach Hause.

Berlin (dpa) - Dienstag ist Liefertag bei Schmackofatz. Statt Pizza
oder Sushi liegen aber etwas andere Snacks in der Tiefkühlbox: Anne
Kroenke fährt Jungbullenherzen, Pansen und getrocknete -
durch Berlin. Ihre Kunden setzen auf eine spezielle Rohfleisch-Diät
für Großstadthunde.

Kundin Kerstin hat in Berlin-Weißensee ungeduldig auf die Lieferung
gewartet. Die 56-Jährige steht in rosa Pantoffeln breitbeinig in
ihrer Küche, die Fäuste in die Hüfte gestemmt. Auf einer
Arbeitsfläche lassen ein Plastikeimer mit Popcorn und ein geöffnetes
Glas Miracel Whip auf ein eben vollzogenes Abendessen schließen. Die
Frau mit schwarz-glänzenden Locken nuckelt an einer Limoflasche, in
der Jogginghose kramt sie nach Geldscheinen. 1,2 Kilo Pansen - also
Magenteile - und 2 Kilo Herz wechseln für 14 Euro den Besitzer.

Neben Kerstins Abendbrot - geschnittenen Gewürzgurken und
Kartoffelscheiben, die in Mayonnaise untergehen - legt die
Lieferantin einen prall gefüllten Beutel ab. Eine teils blutrote,
teils graue Masse schimmert durch die Plastikhülle. «Und nächstes
Mal, biste so lieb und bringst mir 'nen Entenschlund? Und was auch
gut war, das war der Kehlkopf. Der Hund muss kauen», sagt Kerstin.

Ein schüchternes Augenpaar blickt durch den Türspalt. Ein Beagle hat
sein Abendessen erschnüffelt. «Das duftet gut, was, Sherry?», sagt
Kerstin. Nur noch rohes Fleisch, Knochen und Innereien kommen für sie
in die Tüte. Roh müsse es sein, ursprünglich. Kerstin ernährt
ihren Hund mit der Methode Barf («Bones and raw foods» - auf Deutsch:
Knochen und rohes Futter), die sich an den Fressgewohnheiten von
Wildhunden orientiert. Auch Katzen oder Frettchen werden von
Tierhaltern mit frischen Innereien, Schlachtabfällen, teilweise
angereichert mit Obst, Gemüse und Vitaminen gefüttert. Barf, eine Art
Paleo-Diät für Haustiere.

«In Fertigfutter ist Getreide und Zucker drin. Das kriegt mein Hund
nicht. Das macht nämlich dick», sagt Kerstin. «Und außerdem
entspricht es nicht der Natur des Hundes», sagt sie, hebt bedeutsam
den Zeigefinger und betont nun Wort für Wort. «Denn der Hund stammt
vom Wolf ab. In der Natur kriegt er das auch nicht in kleine Stücke
geschnitten. Da fängt er sich das.»

Lieferung erledigt. Draußen fällt die Haustür ins Schloss. Kroenke,
26 Jahre alt, seufzt vor dem Mehrfamilienhaus mit senfgelbem
Anstrich. «Sie will frischen Pansen am Stück, den hab' ich nur
tiefgefroren, weil es kaum Nachfrage danach gibt», sagt sie, steigt
ins Auto und zitiert wie aus einem Lexikon für Fleischkunde: der
Pansen, einer der Vormägen der Wiederkäuer, zwischen acht und zehn
Kilo schwer, «sehr geruchsintensiv». Der Hund schüttelt ihn, der Hund
trägt ihn herum.

Der kleine Honda holpert durch die Seitenstraße. Die
Leuchtstofflampen der Straßenlaternen bedecken die Pflastersteine mit
einem gedämpften Orange. Kroenke blickt auf ihr hell beleuchtetes
Handy und folgt der Route ihres kleinen blauen Pfeils: Berlin-Mitte,
Weißensee, Friedrichshain, Treptow.

Kritiker der Barf-Methode sehen die Rohfleischernährung als
problematisch an. Der Hund als Haustier sei kein Wildtier mehr, er
habe inzwischen einen geringeren Kalorienverbrauch als der Archetyp
Wolf und habe sich längst an kohlenhydratreiche Ernährung angepasst.
Kroenke lässt sich davon nicht beirren. Die Abkehr vom Fast Food geht
für sie mit der Abkehr vom Dosenfutter gleich. «Der Mensch hat zuerst
das Bewusstsein bekommen, und jetzt geht es immer mehr auf den Hund
über.»

Mehr als 28 Millionen Haustiere leben in Deutschland. Rund eine
Milliarde Euro wurden 2014 allein in Deutschland für die Ernährung
von Hunden umgesetzt. Barfen ist dagegen ein Bereich
für Feinschmecker - offizielle Zahlen gibt es nicht. Hierzulande
haben sich in den vergangenen Jahren aber immer mehr Geschäfte
etabliert. Von Konstanz, Oberhausen, Köln bis München.
Die meisten Barf-Shops gibt es in der Hundehauptstadt Berlin.

Tierisch gute Geschäfte machen die Anbieter zunehmend mit
alternativen Ernährungsformen. Der Umsatz mit Snacks für Hunde und
Katzen ist nach einer Untersuchung des Industrieverbandes
Heimtierbedarf zuletzt um fünf Prozent gestiegen.

Etablierte Unternehmen und spezialisierte Anbieter machen den
Frischfleischtheken für Hunde Konkurrenz. Fressnapf liefert
tiefgefrorenes Kaninchenfleisch, 6 Kilo für 52,99 Euro.
Online-Händler Pets Deli bietet eine Dose Känguru für 2 Euro oder ein
«Rundum-Sorglos-Paket» für 70 Euro. Zooplus vertreibt Barf-Mischungen
für gebrechliche Vierbeiner, das «Gelenk-Aktiv Paket» für 27 Euro,
das «Barf Senior Menü Paket» für 50 Euro. «Unser Ehrgeiz war von
Anfang an nicht, Hunde und Katzen maximal glücklich zu machen,
sondern ihre Besitzer», sagte einmal Zooplus-Chef Cornelius Patt in
einem Interview.

Sonderwünsche erfüllt auch Anne Kroenke in ihrem Barf-Geschäft im
Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. In der Vitrine liegen Schüsseln
mit zerteiltem Wildfleisch, Blättermagen, Hühnerherzen, Putenhälse
und einer Art grünem Gemüse-Smoothie für Hunde. In Körben türmen sich
Kaninchenohren, Rinderhäute mit Fell oder getrocknete Ochsenziemer -
kaubare - in der Länge von Krückstöcken. Der besondere
Gaumenschmaus: das Ochsenohr. «Ich empfehle es total oft, es ist ein
schöner Kausnack, eine schöne Beschäftigung», sagt Kroenke. Die Ware
bezieht sie frisch von Schlachthöfen aus Brandenburg, Sachsen,
Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

«Klar hab' ich Kunden, die bei der Bestellung sagen: Geil, 'n Kopf?
Gib mir den. Dann hab ich wieder Kunden, denen der Anblick frischer
Ochsenschwänze zu viel wird», sagt Kroenke. Die Portionen stimmt sie
für jeden Kunden individuell ab. Soll er zunehmen? Soll er abnehmen?
Die Faustregel: Immer gut durchmixt, immer gut durch, dazu ein Schuss
Lachsöl zur besseren Vitamin-Aufnahme durch Omega-3-Fettsäure.

Undercut, blau gefärbte Haare, Piercings in der Lippe, in der Wange,
in der Nase, zwei große Tattoos an Oberschenkeln. An manchen Stellen
erinnert sie an Stieg Larssons Roman-Heldin Lisbeth Salander, die
Rebellin, das Mädchen mit dem Drachen-Tattoo. Aufgewachsen in
Frankfurt an der Oder. Schulabbruch mit 18 Jahren. Ausbildung in
Potsdam zur Restaurantfachfrau. Kellnerin in einer Potsdamer
Brauerei. Crash-Kurs in der Barkeeper-Schule. Danach Mädchen für
alles im Berliner Hard Rock Cafe. Jetzt der Barf-Shop und das
Fernstudium zur Ernährungsberatung für Kleintiere.

Zum Barfen ist sie durch ihren eigenen allergiegeplagten Hund
gekommen. «Es gibt gewisse Dinge wie Mais, die sind unglaublich
ungesund und greifen auch die Psyche an», sagt sie. Kroenke glaubt,
das Geheimnis der richtigen Ernährung zu kennen. Früher seien Hunde
von Tierabfällen auf dem Bauernhof ernährt worden. Seit Jahrzehnten
würden sie nun aber mit Abfallprodukten von Getreide gefüttert. «Das
ist ein guter Füllstoff, das macht satt, das stopfen wir mal rein.
Für 'nen Hund ist das natürlich nicht artgerecht», sagt sie.

Unter ihren Kunden setzen viele auf die richtige Ernährung, aber es
gibt auch andere Gründe. Die Köchin in Friedrichshain, die aus dem
Rohfleisch das Lieblingsgericht ihrer Bulldogge zaubert,
«angebratenes Geschnetzeltes vom Kälbchen mit einem Flöckchen Butter
und Haferflocken». Der Restaurantbesitzer in Mitte, der auf die
Genesung seines Flat-Coated Retriever hofft, weil Luna wegen einer
Mandelentzündung statt Rinderfilets zeitweise nur noch Schnee fraß.

Kranke Tiere, noch so ein Thema in der Barf-Community. «Man sollte
ruhig einmal pro Woche Fell füttern, das ist die natürlichste
Darmreinigung, die man machen kann. Es zieht jeden Scheiß mit raus»,
sagt Kroenke.

Eine andere Form der artgerechten Ernährung geht aber auch ihr zu
weit - die Prey-Methode. «Ein ganzes Kaninchen wird da hingeworfen,
mit Fell und allem drum und dran. Das ist auf alle Fälle radikaler»,
sagt sie. Wobei sie auch das teilweise nachempfinden könne. «Ich habe
einen Jäger als Kunden, der bringt mir für meinen Pitbull ab und an
einen Rehkopf mit», sagt sie. Wie lange der Hund damit beschäftigt
sei? «Ein Stündchen. Da bleibt nicht viel übrig, ein paar Splitter
und 'ne Zahnreihe.» Der Hund muss kauen.

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Bailadora » Do Apr 14, 2016 8:10 am

Moin. Soo - ich kann vermelden: Ich bin die Dosen los. Seit Zwei Tagen frisst Kinu (sehr gerne) 400g Kochbarfwurst und eingeweichte Gemüseflocken. Er liebt es auch, von dem Einweichwasser zu trinken, schlabberschlabber.

Verdauung tipptopp, kein Pups, minimales Gluckern und ein bisschen Grasfressen, was aber glaube ich normal ist im Frühling. Hätte ja selber Lust, am frischen grünen Gras zu knabbern. :lol:

Das Geschluckste scheint tatsächlich vom Stresslevel abhängig zu sein und nicht vom Futter beeinflusst.

Gleich werde ich erstmals zum Eierschalenpulver greifen: Wenn Kinu 2400mg täglich braucht, in den Würsten aber nur 1 200 bis 1 350 drin sind, dann braucht er nach Adam Riese rund 1 000mg zusätzlich. Da 2 400 anderthalb gestrichene Teelöffel voll sind, dann davon die Hälfte, also einen knappen TL.

Mit dem Öl warte ich noch ein paar Tage, bis sich das alles eingespielt hat im Hund.

Das mache ich dann mal eine Weile, und wenn alles gut geht, teste ich nach den Sommerferien mal vorsichtig Knochen und rohes Futter. Bis dahin werde ich Pansen und Bläma auch aus Reinfleischdosen geben und Leber braten, sicher ist sicher.

Wie oft füttert ihr denn Leber - einmal in der Woche ein kleines Stück?


Vielen Dank für die Beratung hier und schöne Grüße, Anja

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Gero » Do Apr 14, 2016 9:33 am

Hallo Anja,

ich habe für das Abwiegen des Kalziums und diverser anderer Sachen (Grünlipp, MSM etc.) eine Feinwaage bei amazon bestellt. Das Teil kostet ca. 10 Euro und ist sehr hilfreich. Wiegt von 0,01 bis 100 g , ist ein Deckel dabei in dem ich die Pulver abwiege.
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Gero » Do Apr 14, 2016 9:39 am

So, nun hab ich auch mal wieder ne Frage:

meine Hunde kriegen bisher ihr Gemüse ja frisch püriert, aber Gero scheint davon immer wieder Blähungen zu kriegen. Nun les ich hier immer mal wieder von Gemüseflocken.

Meine Frage:
im Fleisch sollen ja alle benötigten Vitamine für den Hund drin sein und das Gemüse eigentlich nur als Ballaststofflieferant dienen oder?

Wenns doch auch wegen der Vitamine gegeben werden soll, wie sieht es dann bei den Gemüseflocken mit den Vitaminen aus? Und sind die Flocken leichter verdaulich als rohes Gemüse?

Hat Jemand Erfahrung mit der Qualität der Flocken bei Proper Dog? Habe da mal was für Sascha bestellt und eine wirklich super Beratung erhalten, würde die Flocken dann dort bestellen wollen.
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

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Re: Zweiter Versuch - Kochbarf?

Beitrag von Hauptstadtpudel » Do Apr 14, 2016 10:14 am

Falls du bemerken solltest, dass er mit Eierschalenmehl Blähungen oder weicheren Kot bekommt, könntest du auch Steakhouse (gibt es jetzt auch in Würsten, haben aber keinen Ca-Zusatz!) füttern und mit Algenkalk ergänzen.
Habe das eher per Zufall (ich wechsle gern mal ab und zu den Lieferanten) entdeckt und bin ganz überrascht, wieviel weniger Output (auch fester) es jetzt hier gibt.
Könnte dir auch was zum Probieren schicken, wenn ich nächste Woche die CD zurückschicke.
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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