Micky und Frauchen außer Kontrolle

Alles, was mit dem Verhalten Eurer Pudel zu tun hat
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pudelig
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Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von pudelig » Di Jan 22, 2019 2:00 pm

Mir raucht der Kopf:
Micky:
Hormonchip 31.05.2017. Von Ende Dezember 2017 bis Mai 2018 inkontinent nachts mit riesiger Urinpfütze und tröpfeln tagsüber. Bis Mai 2018 ein Musterschüler auf dem Hundeplatz.
Dann: Innerhalb weniger Tage normale Hodengröße, nicht mehr inkontinent, der Chip ist also nicht mehr wirksam.
Auf dem Hundeplatz nicht mehr ansprechbar. NUR und AUSCHLIEßLICH mit markieren und scharren beschäftigt. Selbst im Freilauf in der Gruppe nur kurz Interesse an den anderen Hunden. Lieber markieren und scharren. Und manchmal andere Rüden rausfordern.
Im Park, wo viele Hunde sind/waren wird knurrend unter jeden Busch markiert.
Ende vom Lied: Ab Sommer Hundeplatz nicht mehr besucht. Wir sind beide nur fertig danach.

Parallel zieht im Mai 2018 der Schlomo ein. Allerdings ist Micky scheinbar sehr entzückt.

Seit ca. 2 oder 3 Monaten (also Schlomos Pubertätsbeginn) gibt es zunehmen wilde Beißereien. Schlomo provoziert schon manchmal...
Aber Micky will ihn auch extrem kontrollieren, korrigieren. Mehrmals lautstarke Auseinandersetzungen im Büro :shock: Das geht ja gar nicht.
Beispiel zu Hause: Beide bekommen einen Knochen: Dann will Micky beide für sich beanspruchen - obwohl er sie gar nicht kauen will.
Spaziergänge: Micky ist zu mind. 80 % nur im Rausch. Nach vorne ziehen, Gras ablecken, fiepen, markieren, scharren.

Meine Strategie: Kurze Leine, damit er dieses Verhalten nicht mehr zeigen kann. Nur wenige Male lange Leine zum Geschäft machen und markieren, bis er genug hat. Dann sind die Gänge für uns beide entspannter. Grundsätzlich kann das so doch aber nicht ewig weitergehen!

Gedanken Kastration wieder da. Tierarztmeinung: Inkontinent mit Chip = Inkontinent nach chirurg. Kastration.
Außerdem meine Riesensorge: Micky ist ein unsicherer, schreckhafter, nervöser Typ. Also kein Kastrationskandidat.
Vielleicht auch alles nur mein Versagen? Ein reines Erziehungsproblem?
Dennoch immer im Kopf: Ist er nur so jeck, weil er den Hormonstress hat?? Wir haben ihn als Hektiker bekommen. Kratzend und nervös.
Tierarztbesuch: 50 Minuten ohne Pause fiepen im Wartezimmer. Auch alleine im Behandlungszimmer weiter gefiept. Riecht natürlich auch ohne andere Hunde dort.
Möbelhausbesuch: Durchgängig gefiept. Stress durch Überforderung? Vermutlich. Allerdings haben wir auch noch 2 andere Hunde dort gesichtet.
Alleine bei THP in Praxis: Fiepen, hibbeln

2 stündiger Besuch von HT bei uns zu Hause, um zu klären, wo sind Stellen, die ich nicht sehe. Wie kann ich dem armen Kerl bloß helfen??
Ich soll mehr Grenzen setzen. Kurze Leine beibehalten, Deckentraining, keine Kompromisse: jeder darf nur seine Decke benutzen, nur an seinem Napf riechen und fressen, keiner darf den anderen kontrollieren, beschnüffeln, abchecken. Keine Kausachen liegen rum, keine Spielsachen liegen rum. Nun wieder Training in kleiner Gruppe begonnen. Micky zu 80 - 90 % nicht ansprechbar.
Ich bin inzwischen fix und fertig. Völlig verunsichert. Stelle mich komplett in Frage. Nicht gerade förderlich für meine Hunde.
Schlomo? Da läuft alles wie geschmiert. Ruhig, ausgeglichen - immer mal wieder jugendliche Aussetzer. Aber einfacht super! :(
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Gero » Di Jan 22, 2019 5:15 pm

Du Ärmste!
Aber es gibt wohl Hunde die immer so sind/bleiben - meine Nina war so eine Hündin. Sie hat ab dem 4. Monat bei JEDEM Gassi/Spaziergang gefiept.
Völlig ohne Grund, fiepte ständig vor sich hin und drehte sich immer wieder nach uns um.

Ansonsten war sie eine liebe, freundliche und leicht erziehbare Hündin - aber dieses Fiepen hat mich fertig gemacht - 14 Jahre lang! Wir haben ALLES wirklich ALLES probiert was es gibt. Hundetrainer, Hundeschule, Medis, Bachblüten, Beruhigungshalsband - und spray usw. usw. - NICHTS half bei ihr und mit dem Alter wurde es immer schlimmer.

Gero ist eigentlich auch ein unsicherer Hund mit großem Jagdtrieb und war als er noch nicht kastriert war kaum noch zu händeln. Er klinkte teilweise völlig aus wenn er Spuren/Nachrichten heißer Hündinnen fand und auch die Pfützen nicht läufiger Hündinnen erregten ihn maßlos.

Ich hab mich auch schwer getan mit der Kastration, aus Angst vor dem gesteigerten Jagdtrieb und aus Sorge er könne noch viel unsicherer werden.
Aber letztendlich mußte die Kastra sein, schon um dem Hund diesen Stress zu nehmen.

Und es war eine gute Entscheidung - für Gero und uns!
Er hat zwar einige Wochen gebraucht bis die Kastra zu wirken begann, aber er hat sich sooo positiv verändert! Er ist so viel entspannter, er ist "erreichbarer" im Kopf und kann sich viel besser konzentrieren.

Der Jagdtrieb verstärkte sich anfangs schon ganz schön, aber da er für Training jetzt offener ist, haben wir ordentlich dran gearbeitet und er ist wieder gut zu bremsen bzw. kann sich selbst zurückhalten.

Und die Unsicherheit? Er ist für mein Empfinden wesentlich weniger unsicher als vorher. Er muss nicht mehr auf jeden fremden Hund erregt reagieren, er kann heute auch mal an fremden Hunden vorbeigehen ohne angespannt zu sein.

Auch wenn ich eigentlich gegen Kastration bin war sie für Gero und somit auch für uns die richtige Entscheidung.

Tröpfeln tut er übrigens nicht und wenns doch der Fall gewesen wäre, hätte mich das nicht so belastet wie sein Verhalten vorher. Und es gibt ja auch Medis gegen dieses Tröpfeln, die hätte ich dann versucht (also beim Hund :mrgreen: ) oder schlimmstenfalls in der Wohnung eine Rüdenbinde mit Einlage.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Fluse » Di Jan 22, 2019 5:23 pm

Was sagt die THP zu dem ganzen bzw. was macht sie?

Mein erster Gedanke war: mehrere Meinungen einholen zum Thema Inkontinenz durch Kastration.

So wie es jetzt ist, ist es ja Stress pur - für alle!
Du hast mein volles Mitgefühl :|

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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Fluse » Di Jan 22, 2019 5:28 pm

Gero hat geschrieben:
Di Jan 22, 2019 5:15 pm
Tröpfeln tut er übrigens nicht und wenns doch der Fall gewesen wäre, hätte mich das nicht so belastet wie sein Verhalten vorher. Und es gibt ja auch Medis gegen dieses Tröpfeln, die hätte ich dann versucht (also beim Hund :mrgreen: ) oder schlimmstenfalls in der Wohnung eine Rüdenbinde mit Einlage.
Genau das habe ich beim lesen auch gedacht.
Denn der derzeitige Stress liest sich für mich echt ganz enorm belastend für alle und da muss man sich ja echt fragen, ob die Inkontinenz genauso belastend wäre.
Ich persönlich sehe das auch noch nicht so in Stein gemeißelt, dass er bei der chirurgischen Kastration auch zwingend damit reagiert.

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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Pinch » Di Jan 22, 2019 6:34 pm

tja, was soll man da raten? Wenn er mit Kastrachip deutlich entspannter, aufmerksamer, lenkbarer, nicht verunsichert war, ist wohl doch die Kastration das Mittel der Wahl. Ressourcen verteidigen würde ich nicht zulassen und Beissereien auch nicht, wenn es nicht anders geht, Maulkorb. Wichtig ist ja, dass er nicht mehr zum Erfolg kommt. Ich wünsche dir eine zufriedenstellende Entscheidung.
Zuletzt geändert von Pinch am Mi Jan 23, 2019 6:10 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von pudelig » Di Jan 22, 2019 7:13 pm

Er war mit Chip sehr geräuschempfindlich. Aber das ist er ja auch jetzt.
THP hat auch keine Idee mehr. Zwischendurch war ich Mal bei einer anderen THP, die auch HT ist. Die hat ihr "Spezialgebiet verdeckte SD Unterfunktion". 2 TÄ haben abgeraten Tabletten zu geben. Habe es dann auch nicht gemacht. Auch bin Forum war jemand mit viel Erfahrung beim Thema SD. Auch sie hat abgeraten.
Ich habe weniger Angst vor der Inkontinenz. Mehr, dass sein Verhalten doch an von mir gemachten Fehlern liegt und ihn gar nicht kastrieren müsste. :oops:
Wenn nicht auch durch den Chip seine Blutwerte so verschoben gewesen wären, dann würde ich jetzt echt noch Mal chippen.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Fluse » Di Jan 22, 2019 8:35 pm

Aber würden die Baustellen an "von dir gemachten Fehlern" liegen, dann hättet ihr ja nicht die immense Entspannung in der Wirkzeit des Chips gehabt.

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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Gero » Mi Jan 23, 2019 5:39 am

Das denke ich auch - der Chip verändert nicht deine evtl. gemachten Fehler!

Ich denke aber auch dass eher der Chip (Hormone, Chemie) die Blutwerte verändern kann als die richtige Kastration.

Bei Gero waren ja durch den Weiberstress ständig die Entzündungswerte erhöht (hatte ja auch diese Dünndarmentzündung mit leichter Beteiligung der BSD dadurch) - das hat sich nach der Kastra gegeben.
Seit seine Hormone runtergefahren sind sind seine Blutwerte wieder normal.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von pudelig » Do Jan 24, 2019 4:12 pm

Ach, ich habe einfach Angst, dass die Gründe für Mickys Unruhe nicht im hormonellen Bereich liegen und ich ihn nun kastrieren lasse :roll:
Als wir ihn mit 12 Wochen bei der Züchterin kennengelernt haben, da rannte er wie jeck mit einem anderen Welpen (aus einem anderen Wurf) immer im Kreis. Ich sagte, die sind aber überdreht. Die Züchterin belehrte mich dann, es wäre ja wohl traurig, wenn ein Welpe das nicht tun würde. Er hat auch dort dann schon das Kratzen gezeigt. Das ist ja immer wieder mal ein Thema, obwohl wir verschiedene Tierarten nicht mehr füttern. Und mal kratzt er sich nicht, wenn ich diese Tierarten mal wieder versuche. Alles special mit ihm.
Nein, an evtl. Fehlern von mir liegt das nicht. Jedenfalls niemals in diesem Umfang! Das ist richtig. Vielleicht kann ich auf sein Wesen bzw. sein Prägung nicht zu 100 % förderlich eingehen :( ?? - aber das liegt niemals nur daran.

Mein Mann ist diese Woche zu Hause. Er hat heute und gestern Micky bei mir von der Arbeit abholen müssen. Er hat so gefiept und gegrunzt... Mein armer Schatz! Morgen stelle ich ihn einer anderen TÄ vor. Möchte ihre Meinung hören. Außerdem kratzt er sich seit Weihnachten immer wieder mal ganz heftig an den Ohren. Der von mir aufgesuchte andere TA hat ihm Kortison in die Ohren gegeben. Davon sind sie puterrot geworden. Vorher war nichts zu sehen. Manchmal sieht man etwas rote Punkte oder Striemen vom Kratzen. Aber eigentlich sieht man sonst nichts. Ich möchte die andere TÄ sicherheitshalber noch mal richtig in die Ohren schauen lassen. Vermutlich ist es wieder nur seine Nervosität. Diese ganzen TÄ so um mich rum, die kann man auch echt vergessen. Wenn mir diese TÄ morgen anrät, ihn kastrieren zu lassen, dann werde ich es tun.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von steinmarder » Fr Jan 25, 2019 11:52 am

Oh nein, das hört sich nicht gut an! Schon wieder ein „Sorgenkind“. Hoffentlich geht es Micky bald besser und Ihr kommt wieder zur Ruhe! Ich drücke Euch die Daumen.

Gruß steinmarder
... das ist kein Hund. Das ist ein Pudel!!!

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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Pinch » Fr Jan 25, 2019 3:50 pm

süss die zwei!
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von pudelig » Fr Jan 25, 2019 8:57 pm

Nun habe ich tagelang auf den heutigen Termin gewartet, um mit TÄ über Kastration und Verhalten zu sprechen. 1/2 Stunde Autofahrt zu einer TÄ, bei ich erst 1 x war. Die anderen sind mir zu schräg hier. Und was war? Sie war nicht da. Eine andere TÄ war da. Die hat kaum Erfahrung sagte sie selbst. Ich soll nächste Woche Mal anrufen und mit der Chefin darüber sprechen.
Sie sollte Micky doch auch sehen! Und nicht nur eine allgemeine Frage am Telefon beantworten, ob die Inkontinenz auch nach chirurg. Kastration zu erwarten ist. Die beiden Helferinnen redeten die ganze Zeit immer auf mich ein, dass bei Rüden nur selten Inkontinenz auftritt :roll:
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Pinch » Sa Jan 26, 2019 6:52 pm

das ist ja ärgerlich.
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von pudelig » Sa Jan 26, 2019 9:29 pm

Habt ihr Mal gehört, dass man am Testosteronspiegel ablesen kann, ob eine Kastration helfen würde :n010:
Kommt mir spanisch vor.
Viele Grüße
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Re: Micky und Frauchen außer Kontrolle

Beitrag von Resi » Sa Jan 26, 2019 10:22 pm

wurde mal ein Blutbild mit großem Schilddrüsenprofil und Hormonstatus gemacht? Das würde ich wirklich genau abklären lassen denn erst dann kannst du wirklich entscheiden wie es weitergehen soll. Schilddrüsenfehlfunktionen können durchaus zu dieser gereiztheit, unsicherheit und teilweisen Überdrehtheit führen. Das kann man aber behandeln. Den Hormonstatus deswegen um einfach zu sehen was da an Testosteron wirklich gebildet wird. Sollte es wirklich zuviel sein muss man da natürlich gegen wirken.

Einem sehr jungen Rüden einen Chip setzen zu lassen ist in der regel nicht sehr sinnvoll da man die bestehenden Probleme lediglich nach hinten verlagert nur dass die Hormonwelle dann viel geballter auf den Hund einwirkt. In der normalen Pubertät lernt der Hund damit umzugehen. Da gibt es immer mal wieder aussetzer aber das gehört dazu. Anders beim Chip. Der wird gesetzt, der Rüde entwickelt sich organisch komplett fertig, noch unterdrückt der Chip aber die Bildung von eigenen Hormonen nd dann läßt die wirkung nach. Zack der Körper will das jetzt ausgleichen und produziert Hormone im Übermaß. Das ist das was ihr im letzten frühjahr erleben musstet. Furchtbar für den Hund und natürlich für euch. Dann kam auch noch der 2. hund dazu in dieses bestehende Hormonchaos. Da war kein zur Ruhe kommen möglich und erwachsen und selbstsicherer werden schon gar nicht. Nun hocken da zwei rüden aufeinander von denen zumindest einer gar nicht wirklich agieren kann da er seit Ewigkeiten sehr gestresst ist. Wie man da wieder rauskommt weiß ich auch nicht. Zumindest wenn ich wüßte dass es in bestimmten situationen knallen könnte würde ich einfach räumlich trennen. Heisst, Recourcen wie Kauknochen und spielzeug nie in der Anwesenheit von beiden Hunden geben.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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