Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Alles, was mit dem Verhalten Eurer Pudel zu tun hat
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JohnnyP
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Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von JohnnyP » Fr Feb 06, 2015 11:36 am

Ich habe mich, durch einen Pflegehund, irgendwie in Chihuahuas verguckt.
Nun tanzen in mir die Gedanken, mein Rudel mit so einem Zwerg zu erweitern. Da ich aber lieber ein Mädchen hätte und eine Kanidatin im Auge, stellt mich das vor ein Problem.
Das Chi Mädchen ist nicht kastriert. ZP Vito auch nicht.
Gibt es hier noch Rudelbesitzer die potente Hunde miteinander halten? Was macht ihr bei Läufigkeiten?
Nachdem ich viel gelesen habe, auch zum Thema Hormonspritzen etc, bin ich eigentlich eher geneigt Mr Vito zu entbömmeln, als anderes zu probieren, aber vielleicht habt ihr noch andere Ideen.
Die Hunde wärend der Läufigkeit riguros zu trennen, bekomme ich nicht hin.
Dem Mädchen oder Vito nen Body anzuziehen könnte schon klappen, aber ob das dan wirklich gut für die Hunde ist, rein psychologisch?

Mein Hundefriseur meinte, Vito würde die kastration sogar helfen, da er ja sehr scheu ist.

Bisher hatte ich immer nur kastrierte Tierschutzhunde und Vito ist der erste mit Bömmeln. :wink:

isiariane
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von isiariane » Fr Feb 06, 2015 1:32 pm

Das du gerne eine Chihuahua-Hündin haben möchtest, das kann ich gut verstehen, habe ja hier auch 2 solche Exemplare rumlaufen. :oops:

Aber sei vorsichtig, Chis machen süchtig und meistens bleibt es nicht bei einem. :lol: Irgendwie machen die süchtig. :n010:

Ich würde den Vito kastrieren lassen. Denn die HUnde bei Läufigkeit trennen ist doof und wenn Kinder im Haus sind, noch blöder. Wir machen es zwar seit über 20 Jahren so, aber wir haben auch ein großes Haus und viel viel Platz, da ist das nicht so schwer. Das größte Problem bei freilaufenden (läufigen) HÜndinnen und potenten Rüden ist meiner Meinung nach, aber das Markieren der Rüden im Haus, sobald sich eine Läufigkeit ankündigt und das hört erst Wochen nach der Läufigkeit wieder auf. :keule:

Dann bin ich ja mal mega gespannt auf deine Chi-Maus, will dann unbedingt Fotos von ihr sehen. Ist es eine KH oder eine LH? Und ein Welpe oder eine ausgewachsene Hündin? Und wie groß bzw. schwer ist sie/wird sie?

Da ich 2 recht kleine Chis habe (1,6 und 2,3 kg), habe ich eben 2 Exemplare dieser Rasse, denn sie sind so leicht, das sie kaum mit einem anderen HUnd spielen können. Gerade meine erste Hündin ist ein Winzling (mit allen Problemen die zu kleine HUnde haben, wie offene Schädeldecke, hauchdünne Knöchelchen...). Und Chis sind wirkliche Meutehunde, die lieben es zu kuscheln. Da sie so winzig sind und auch anspruchslos, fällt es kaum ins Gewicht ob man da ein, zwei, drei oder mehrere hat.

Dein GP ist ja aus dem Tobealter raus, denn da liegt das Problem bei Haltung von Groß und Klein. Wenn deine Chihündin nicht gar so klein ist, dann wird sie sicherlich ein toller Kumpel für den Vito. Und ansonsten mußt du dann halt noch eine Zweithündin für die Chi-Dame kaufen. 2 Pudel und 2 Chis ist aber bestimmt auch ein schönes Quartett. :frech:
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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Hauptstadtpudel
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Hauptstadtpudel » Fr Feb 06, 2015 2:07 pm

Inwiefern ist Vito scheu?

Ich frage deshalb, weil Luca ja auch eine gewisse Scheu hat, vor fremden Menschen und er ist ein wenig schreckhaft (ungewohnte Geräusche).
Bei ihm hat die Trainerin eindeutig von einer Kastration abgeraten. Das Testosteron gibt den Rüden auch eine gewisse Stärke/ Standhaftigkeit.
Das ist wohl auch mit der Grund, warum eine Kastration bei unsicheren Rüden (um z. B. die Pöbelei/Unverträglichkeit gegenüber anderen Geschlechtsgenossen) einen absolut gegenteiligen Effekt haben kann.

Hier ist es kurz beschrieben (Teil 2):
http://www.stadthunde.com/magazin/gesun ... osser.html

Gibt sicherlich noch bessere Texte dazu.
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Bupja » Fr Feb 06, 2015 2:14 pm

Katja, ich stimme Dir voll zu.

Kastriert man einen unsicheren Hund hat man in ganz vielen Fällen am Schluss einen noch unsicheren Hund. Egal ob Rüde oder Hündin.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von JohnnyP » Fr Feb 06, 2015 8:04 pm

War wohl falsch ausgedrückt. Er ist nicht unsicher mit Artgenossen. Johnny maßregelt er sogar, wenn der seine Frisbee holt. Die Scheu bezieht sich einzig auf Menschen. Niemand außer mir kann ihn einfangen und anfassen. Mit meinem Sohn taut er etwas auf wenn wir gemeinsam auf der Couch liegen, aber bei Fremden reagiert er auf Berührung mit Stress. Da er wenn es Futter gibt freudig an meiner Mutter hochspringt , wenn sie ihn greifen will aber wegrennt, steckt da auch einfach Berechnung und Entzug mit drin. Hat evtl auch einfach miese Erfahrungen gemacht. Angeblich kam er schon so vom Züchter.

Hunde Begegnungeb sind kein Thema. Freilaufend wird geschnüffelt und zum Spiel aufgefordert, an der Leine kann er auch mal kläffen.

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Curly-Petra » Sa Feb 07, 2015 12:30 am

Ich habe viele Jahre Chies gezüchtet und kann nur davon abraten zwei potente Hunde unterschiedlichen Geschlechts in der Familie zu halten. Denn ausser trennen geht das nicht. Und dann, man muß so was von aufpassen, der Rüde wird unsauber, frisst schlecht... Muß es denn wirklich eine Hündin sein? Wenn ja ist der Eingriff beim Rüden einfacher. Es gibt ja für Rüden die chemische Kastration, man lässt nen Chip setzen und hat dann mal die Möglichkeit ein paar Monate zu sehen wie er sich verhalten würde wäre er schon kastriert.

LG Petra
Ich bin nicht auf der Welt um so zu seine wie andere mich haben wollen!
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Koller » Sa Feb 07, 2015 1:02 am

Hauptstadtpudel hat geschrieben:Inwiefern ist Vito scheu?

Ich frage deshalb, weil Luca ja auch eine gewisse Scheu hat, vor fremden Menschen und er ist ein wenig schreckhaft (ungewohnte Geräusche).
Bei ihm hat die Trainerin eindeutig von einer Kastration abgeraten. Das Testosteron gibt den Rüden auch eine gewisse Stärke/ Standhaftigkeit.
Das ist wohl auch mit der Grund, warum eine Kastration bei unsicheren Rüden (um z. B. die Pöbelei/Unverträglichkeit gegenüber anderen Geschlechtsgenossen) einen absolut gegenteiligen Effekt haben kann.

Hier ist es kurz beschrieben (Teil 2):
http://www.stadthunde.com/magazin/gesun ... osser.html

Gibt sicherlich noch bessere Texte dazu.
Da muss ich Dir voll zustimmen. Das war auch mein erster Gedanke. Bei einem scheuen oder zurückhaltenden Rüden kann eine Kastration echt einen Schuss in den Ofen sein. Das Testosteron ist ja (unter anderem) der Gegenspieler zum Cortisol. Fällt nun das Testosteron aufgrund der Kastration praktisch weg, dann kann der Hund Stress weniger gut verkraften. Also das würde ich mir sehr gut überlegen.

Ich möchte ja auch, wenn überhaupt einen Zweithund, nach vielen Jahren Rüden auch wiede mal eine Hündin haben. Aber da ich grundsätzlich meine Hunde (weder Rüde noch Hündin) nicht kastrieren lassen möchte, wird das wohl für die nächsten 10 - 15 Jahre ein Traum bleiben.

Und das Argument, einfach den Rüden kastrieren zu lassen, weil da ja die Operation nur eine kleine Sache ist, das finde ich unfair. Denn gerade Rüden definieren sich ja noch viel mehr über ihre Hormone. Kann man übrigens auch bei Ganslosser so lesen. Die Operation ist ja im Gegensatz zu den massiven Nebenwirkungen auf den Körper aufgrund der wegfallenden Hormone eine kleine Sache. Keiner Frau würde man es jemals antun, nach einem solchen Eingriff keine Hormonersatztherapie zu verschreiben, denn die Folgen davon würden wir wohl kaum aushalten. Doch die Hunde, die müssen das halt einfach hinnehmen.

Ich finde, dass jeder Hundebesitzer unbedingt zuerst das Buch von Ganslosser gelesen haben sollte, bevor er seinem Hund sowas antut.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Corinne und Familie mit
INUK of Flying Curls (Pudel), geb. 27.04.2011
und Objibwa's Hakas-ROOKIE PD (Toller), 7.9.99 - 8.6.11
für immer und ewig ganz tief in unseren Herzen

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von natze76 » Sa Feb 07, 2015 6:46 am

Hallo zusammen,
Ich habe hier interessiert mitgelesen und hätte ne Frage. Wie heißt das Buch von Ganslosser? Samir hatte einen Chip und ich frage mich inwiefern gewisses Verhalten dadurch ins negative geraten ist.

Ich bin ja mal gespannt, was dann bei dir einzieht. Ein oder sogar zwei Chihuahua.
Liebe Grüße von Natalie und Marc mit Samir

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von JohnnyP » Sa Feb 07, 2015 9:21 am

Kastration ist ja immer ein hoch emotionales Thema.
Da ich immer Tierschutz Hunde hatte und die alle kastriert waren, bin ich da vielleicht etwas entspannter.
Ich möchte aber natürlich trotzdem nur das Beste für meine Tiere.
Im Nachhinein kann man natürlich nur mutmaßen wie der eigene Hund hätte sein können, wäre er noch potent gewesen.
Johnny GP kam auch kastriert zu mir und ich glaube das tat ihm gut. Er hätte sicher viel mehr große Klappe und bei weitem keine so hohe Reizschwelle. So wie er jetzt ist, sind Hubdebegegnungen zu 95% problemfrei, nur wenn die anderen Hunde Agressiv sind schwillt auch Johnny der Kamm.

Ich kann zumindest über keinen meiner bisherigen Hunde sagen, das es körperlich negative Auswirkungrn auf ihn hatte. Seelisch weiß man natürlich nicht, aber fröhliche Gesellen waren sie trotzdem alle.

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Christiane138 » Sa Feb 07, 2015 9:41 am

Ich hab jetzt kürzlich mit jemandem gesprochen, die erzählte, sie hätte einen ziemlich unsicheren Hund, der aber auch viel markiert.
Ihr Freund hat ihr dann geraten ihn kastrieren zu lassen und sie hat ihm erst mal "nur" den Chip setzen lassen.
Sie meinte, das wären die schlimmsten 6 Monaten im Leben ihres Rüden gewesen. Der wäre derart hektisch und noch viiiiiiel unsicherer geworden - das wäre ganz schwer mit anzusehen und zu ertragen gewesen.
Das hat dann sogar den Freund überzeugt, das eine Kastration bei dem Rüden völlig falsch wäre.

Knicka ist ja unkastriert und wir haben bei Hundebegegnungen trotzdem keine Probleme. Vermutlich, weil er gelernt hat, das ich das regel und erst mal abchecke, ob ich ihn überhaupt hin lasse bzw. den anderen an uns dran....
Aber das hilft natürlich nicht, wenn man Rüde und Hündin in einem Haushalt hat :roll: :wink: ...
Viele liebe Grüße,

Christiane

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Hauptstadtpudel » Sa Feb 07, 2015 10:10 am

Luca ist auch nur Menschen gegenüber etwas scheu. Mit anderen Hunden ist er (bis auf die Neigung sie wichtiger zu finden als auf sein Fraule zu hören :wink: ) der entspannteste Hund den ich kenne.

Die Auswirkungen einer Kastration machen sich ja nicht nur im Verhalten gegenüber Artgenossen (also auch im Rudel) bemerkbar, sondern im "ganzen" Leben des Hundes.

Ariane hatte hier letztens auch von ihren intakten Rüden im gemischten Rudel berichtet, bei ihr war es wohl nicht so problematisch, sie musste die Rüden auch während der Läufigkeit nicht aussperren.

Es gibt gute Gründe für Kastrationen, aber es ist eine ganz massive Veränderung für den Organismus und die Psyche.
Da muss jeder Einzelne für sich abwägen, ob der Grund angemessen ist.

Ich würde keinen Hund kastrieren, um es passend zu machen.

Vielleicht berichten ja noch ein paar Rudelhalter von ihren Erfahrungen, das war ja dein ursprüngliches Anliegen.
Interessant wäre auch, wie Vito auf läufige Hündinnen reagiert, flippt er völlig aus, jammert, frisst nix?
Oder ist er aufgeregt, kommt aber schnell wieder in die Entspannung?
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Falbala
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Falbala » Sa Feb 07, 2015 11:30 am

Hauptstadtpudel hat geschrieben:Inwiefern ist Vito scheu?

Ich frage deshalb, weil Luca ja auch eine gewisse Scheu hat, vor fremden Menschen und er ist ein wenig schreckhaft (ungewohnte Geräusche).
Bei ihm hat die Trainerin eindeutig von einer Kastration abgeraten. Das Testosteron gibt den Rüden auch eine gewisse Stärke/ Standhaftigkeit.
Das ist wohl auch mit der Grund, warum eine Kastration bei unsicheren Rüden (um z. B. die Pöbelei/Unverträglichkeit gegenüber anderen Geschlechtsgenossen) einen absolut gegenteiligen Effekt haben kann.

Hier ist es kurz beschrieben (Teil 2):
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Dem kann ich nur zustimmen. Bei einem unsicheren Rüden würde ich mir wirklich sehr genau überlegen, zu kastrieren, denn der Schuss kann nach hinten los gehen.

Sogar mein wirklich sicherer Rüde wurde durch den Chip ein wenig verunsichert, was bei ihm eher gut war (führte bei ihm zu: erst denken, dann handeln :mrgreen: ), aber diese Veränderung möchte ich nicht sehen bei einem Rüden, der vorher schon unsicher ist.

Ihn hat der Chip ruhiger gemacht, er ist erst jetzt wieder der Testosteronprotz, aber wesentlich leichter und gut lenkbar, da älter als vor dem Chip und wir haben in der Zeit des Chips gut arbeiten können.
Zookie (Toypudel *3.2.2009) & Falco (Grosspudel *1.12.2012)

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von luisekatrin » Sa Feb 07, 2015 11:53 am

Ich kann nur etwas zur Frage der gemischten Rudel sagen, ohne Erfahrung mit sehr kleinen Hunden. Mein erstes Pärchen war unkastrierter Rüde und kastrierte Hündin (Tierschutz), völlig unproblematische Kombination. Die Nachfolger waren kastrierter Rüde (Ahlberg) und sterilisierte Hündin (Tierschutz), die noch läufig wurde. Ahlberg als hochtriebiger Rüde war während der Läufigkeiten von Farah extrem nervig, über mehrere Wochen, trotz seiner Kastration. Er hat aber nur bei Farah so stark reagiert. Die jetzige Kombi von 2 Jungs, zunächst kastriert/unkastriert, jetzt beide kastriert, finde ich sehr entspannt (hast Du ja selbst zu Hause, insofern keine Neuigkeit :wink: ).
Noch etwas zur Kastration bei schüchternen/ängstlichen/vorsichtigen Rüden: Carl ist mit 3 1/2 Jahren (vor 7 Monaten) aufgrund einer Hodenvergrößerung und starker Prostataschwellung mit Inkontinenz kastriert worden. Er ist ein eher ängstlicher Hund, sowohl mit Menschen als auch mit anderen Hunden und war bei Begegnungen mit anderen Rüden schnell gestresst (knurren, Imponiergehabe kombiniert mit Zurückweichen). Ich habe dieses Verhalten nicht als problematisch empfunden und hätte deswegen nicht kastrieren lassen. Aber: er ist durch die Kastration viel entspannter, freundlicher und gelassener geworden und hat sich in absolut keiner Form negativ verändert. Er ist nach wie vor lebhaft, verspielt und sehr aktiv und frisst immer noch schlecht :mrgreen:.
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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Thalassa » Sa Feb 07, 2015 3:27 pm

luisekatrin hat geschrieben: Aber: er ist durch die Kastration viel entspannter, freundlicher und gelassener geworden und hat sich in absolut keiner Form negativ verändert. Er ist nach wie vor lebhaft, verspielt und sehr aktiv und frisst immer noch schlecht :mrgreen:.
Wir haben dasselbe mit unserer Hündin erlebt. Seit sie kastriert ist, ist sie viel entspannter, freundlicher und lustiger. Auch bei unserer ersten Hündin war das der Fall. Bei ihr ist die Lebensqualität damals um 100% gestiegen.

Ich denke manchmal, man darf einfach nicht immer alles glauben, was in den Büchern steht. ES kann nämlich auch ganz anders kommen und sich total positiv auswirken. Ich erlebe das jetzt schon zum zweiten Mal, und bin wirklich froh, dass wir es haben machen lassen. Auch in meinem Bekanntenkreis, wo alle Hunde kastriert sind, gibt es nicht einen einzigen Fall, wo sich die Kastration negativ ausgewirkt hätte.

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Re: Gemischtes Rudel - Erfahrungswerte gesucht

Beitrag von Blümchen » Sa Feb 07, 2015 5:51 pm

Ich habe auch ein gemischtes Rudel und es besteht aus zwei kastrierten Hündinnen und einem potenten Pudelrüden.
Es gibt keine Probleme.
Hier im Winterquartier leben dann noch 6 Hunde im Rudel, eine kastrierte Hündin, 4 kastrierte Rüden und ein potenter Rüde. Übrigens ist da auch ein Chihuahua dabei :wink:

Ich habe es lieber, wenn die Hündin kastriert ist, dann habe ich keine Läufigkeit mehr und kann immer entspannt spazieren gehen, ohne das mich freilaufende Rüden ärgern.
Liebe Grüße von Blümchen und Kiebek
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