Die Aristocats habe ich auch geliebt.
Es ist kein wilder Kater, also er bleibt entspannt sitzen wenn man die Stalltür öffnet, aber anfassen läßt er sich noch nicht. Ansonsten gibt es hier total verwilderte Katzen. Die grau-weiße auf dem Foto kam hier als kleines Kitten an, total ängstlich, wir haben Wochen gebraucht um sie überhaupt mal richtig zu sehen. Normalerweise hat man nur hin und wieder einen Schatten gesehen, wenn man die Tür öffnete und die anderen STallkatzen saßen am Napf und fraßen. Die grau-weiße Mieze hat dann im Frühjahr drauf Welpen bekommen. Da habe ich angefangen die Katze in einer großen Transportbox zu füttern und irgendwann kamen dann auch ihre Kleinen zum Fressen und tapsten dazu in die Box. Als mal endlich alle Katzen, also die Mama mit ihren 4 Kleinen drin waren, da hab ich die Tür von der Box geschlossen und die ganze Bande ins Tierheim nach Lüneburg gebracht. Dort wurde die Katze kastriert und nachdem ihre Kleinen alt genug waren zur Vermittlung, habe ich die Katze wieder abgeholt. Nach mehreren Jahren traut sich die Katze nun in meinem Beisein zu fressen. Sie weiß wann gefüttert wird und taucht dann auf.
Ich glaube nicht , das der Kater gechipt ist. Falls er sich anfassen läßt werde ich ihn aber kontrollieren. Meine Nachbarin hat eigentlich immer rote Kater und Katzen (leider werden die regelmäßig auf der Straße erlegt), erst dachte ich das wäre einer von ihr. Aber dieses Exemplar ist weder kastriert und sieht mit dem lädierten Ohr und Auge nicht nach einem Tier aus, was ein Zuhause hat. Ich vermute er ist von einem Altkater aus seinem Zuhause vertrieben worden und ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause.
Ich finde den Kater jedenfalls hübsch und falls sich kein Besitzer finden läßt darf er hier einziehen.
Unten am Stall bei den Schafen habe ich eigentlich nur eine kastrierte schwarze Katze. Aber es sitzen grundsätzlich noch einige andere Katzen bzw. meistens halbwüchsige Kater rum, die auch gefüttert werden wollen. Je nachdem was das für Tiere sind überwache ich das Fressen von meiner Katze und stelle alles andere Futter weg oder ich füttere großzügig, damit alle satt werden. Es gibt auch blöde Katzen und Kater. Eine ältere Dame füttert dort im Dorf fast alle Katzen. Sie läßt sie sogar mit ins Haus. Im Winter ist sie von einem alten Stromerkater fies gebissen worden. Sie nimmt schon seit Wochen Antibiotika und das Bein ist noch nicht wieder heile. Also aufpassen muß man schon mit den Stromern. Ich habe vor einigen Jahren mal mitgeholfen die Stromerkatzen einzufangen um sie kastrieren zu lassen und sie wieder auszuwildern. Auch ich bin mehrfach fies gekratzt und gebissen worden und mußte dann zum Arzt.
Nun hoffe ich mal, das der rote Tiger ein Netter ist. Entweder er hat ein Zuhause oder er wird dann mein neuer Kater. Ich liebe diese roten Tiger und er ist noch jung, der ist noch lange nicht ausgewachsen. Wenn der erstmal ordentlich was auf die Rippen bekommt und sein Auge wieder heil ist, dann wird das ein hübscher Kerl. Und er muß aufpassen, das unsere HUnde ihn nicht erwischen, denn das könnte gefährlich für ihn werden, wenn ich nicht gerade daneben stehe.
Stallkatzen braucht man hier nicht anzuschaffen. Es laufen so viele heimatlose Tiere rum und suchen ein Plätzchen wo sie etwas Futter und ein Dach über den Kopf haben. Bis vor wenigen Jahren gab es hier noch einen Bauern, der hatte locker 10 Katzen, alle unkastriert, denn dann mausen sie besser(behauptete der Bauer). Die kleinen Katzen sind zum großen Teil in den ersten Wochen gestorben und hatten alle Triefnasen, entzündete Augen und mattes Fell. Dort habe ich als wir herzogen meine ersten beiden Katerchen geholt. Seitdem habe ich keine Stallkatze mehr angeschafft und habe immer mehrere hier. Das geht seit über 20 Jahren so. Ich muß nur aufpassen, das ich nicht zu viele anlocke und aufnehme. Mein Mann mag keine Katzen und duldet sie nur, weil sie Mäuse und anderes Viehzeug kurz halten. Angeblich haben wir auch keine Singvögel mehr im Garten, weil ich Stallkatzen habe.
