Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

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Isi
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Isi » Do Okt 03, 2019 10:45 am

Klasse Schilderung, süße Fotos, danke dafür!
Macht Freude zu lesen, welche gute Entwicklung Bobby durchlaufen hat und nun euer Campingglück perfekt ist!

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Pat
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Pat » Fr Okt 04, 2019 11:12 am

Tanja aus Haan hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 3:10 pm

Angedacht war das auch für die Sommerferien 2019 mit Nox. Aber dann bekamen wir doch kalte Füße .
2017 hat es oft und viel geregnet ... ständig nasser Pudel im Zelt. :?
2018 war es sehr heiß ... viel zu heiß für den Pudel, dem es selbst im Winter zu warm ist. :?

Vielleeeiiicht wagen wir es uns im Sommer 2020.
Ich drücke Euch die Daumen für 2020! ;-) Aber das mit dem Wetter stimmt schon.. Wir fahren meist um die Pfingstzeit nach Südfrankreich, da stimmt wettertechnisch eigentlich immer alles. :-)
Beetle hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 9:09 pm
Funny war dieses Jahr zum ersten mal mit. Nach anfänglicher Unsicherheit hat sie sich dann doch dran gewöhnt, dass auf so einem Cplatz immer Menschen zu hören und zu sehen sind.
Ich glaub wenn dieser Groschen einmal gefallen ist, merken sie schnell wie wunderbar ein Campingurlaub sein kann - vor allem weil man 24 Stunden am Tag zusammen ist und ja (zumindest bei uns im Zelt) noch nichtmal einen "Raum" hat, den man verlassen kann. Für Bobby das Paradies. ;-) Frauchen immer in Sichtweite. :D
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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Pat
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Pat » Mi Nov 06, 2019 1:03 pm

Huch, mein letzter Eintrag ist schon wieder etwas her.. Also geht es mal weiter mit einer etwas unschönen Geschichte:
Kapitel 5: Die Sache mit dem Alleine-Bleiben

Jaa.. das gute alte Alleine-Bleiben-Thema. Für mich (viele werden es kennen) eins der Themen, die mir im Vornherein am meisten Bauchschmerzen bereitet haben. Ich arbeite Teilzeit von Mo-Fr, 4 Stunden plus ein kurzer Arbeitsweg. Mein Ziel war daher, dass Bobby es früh schaffen muss den Vormittag alleine zu verbringen. Ohne, gestresst oder ängstlich zu sein. Ohne, etwas kaputt zu machen. Ohne, die Nachbarn im Haus in den Wahnsinn zu treiben.
Ich habe mir vorher ein "Sicherheitsnetz", bestehend aus meinen Eltern organisiert, die beide in der Lage waren am Vormittag einzuspringen. Zur Not monatelang. Trotzdem wollte ich schnell üben.
Von Anfang an haben wir die Standard-Tipps befolgt und ihn in immer wieder unterschiedlichen Zeitabständen alleine gelassen. In anderen Räumen. Außerhalb der Wohnung beim Wäsche hochbringen, beim Müll runterbringen. Kennt man ja. ;-)
Geklappt hat es: garnicht. Nicht eine Sekunde.
Die ersten 4 Wochen in denen Bobby bei uns war habe ich von zuhause gearbeitet, aber mit jedem Tag der verstrich wuchs auch meine Sorge ob wir das irgendwie in den Griff bekommen. Aber dann kam Tag X und ich musste wieder los.
Mit meinem Rückkehr ins Büro haben wir dann die Zeiträume ausgeweitet und meine Eltern sind so zwischen 10 und 60 Minuten später gekommen und haben ihn geholt oder sind einfach mit ihm bei uns geblieben. (Das einzeige was klar war: Der Vormittag wird immer ruhig gestaltet, meine Mutter hat meist einfach nur bei uns auf der Couch gelegen und gelesen.)
Rückblickend muss ich ehrlich sagen, dass wir Bobby irgendwie ein bisschen ins kalte Wasser geworfen und damit ziemlich hoch gepokert haben.

Aber ich habe regelmäßig die Nachbarn gefragt, er hat immer nur am Anfang (max 5 Min) gebellt und dann war Ruhe. Auch Telefonabhören oder meine wartenden Eltern im Hausflur haben das bestätigt. Es herrschte absolute Ruhe. Nur beim Weggehen wurde das Theater von Mal zu Mal schlimmer.
Schnell war klar: Das Alleine-Bleiben ist hier nicht das Hauptproblem, er kommt alleine gut zu recht, der Moment des Kontrollverlustes ist eher das Problem.
Bereits beim Jacke-Anziehen ist er ausgeflippt, hat gebellt, wollte mit zur Tür. Ging man dann raus ist er an der Tür hochgesprungen und hat nach ein paar Min dann starr vor der Tür gesessen und gewartet. Nach ca 10 Minuten war der Spuk vorbei.
Ich habe dann wochenlang mit und ohne Jacke, mit und ohne Handtasche auf dem Arm, mit und ohne Schlüssel in der Hand meine Hausarbeit erledigt, damit er da nicht sofort ausflippt. Das hat er schnell begriffen aber im Ernstfall des Weggehens hat uns das rein garnichts genützt. Er ist dann auch immer vor mir in den Flur gehuscht und ich hab ihn manchmal minutenlang nicht einfangen können. Für sowas habe ich morgens weder Zeit noch Geduld und wenn dabei auch noch gebellt wird, geht es den Nachbarn leider ähnlich.
Glück hatten wir insofern, als das sein Verhalten genau gleich war, wenn einer von uns gegangen, der andere aber zuhause geblieben ist. Und in so einer Situation kann man dann natürlich eingreifen. Zu 2 ging das dann ganz gut und wir konnten es unterbinden. Alleine sah das wieder anders aus und auch als er aufgehört hat in den Flur zu rennen - in dem Moment wo die Tür zu fiel ging das Bellen/Tür hochspringen sofort los.
Und dann ist ein kleines Unglück passiert, das aber leider einen großen Erfolg hatte. Bobby ist an der Tür rumgesprungen und ich hatte was vergessen und hab die Tür nochmal aufgemacht und ihm leider ziemlich fies dabei die Pfote eingeklemmt. Das war keine Absicht und tat mir total leid. Aber: es hat nachhaltig geholfen. Er hat das jetzt offenbar so schlimm verknüpft, dass er seitdem, wenn ich weggehe brav in ordentlichem Sicherheitsabstand zur Tür wartet und ruhig bleibt. Ich will hier niemanden und auf garkeinen Fall irgendwie ermutigen mit Gewalt oder (harter) Maßregelung an solche Probleme ran zu gehen, aber wir hatten damit irgendwie ein bisschen Glück im Unglück. Andere Dinge gehe ich aber doch lieber mit positivem Training an ;-)

Den Rest des Allein-Seins meistert er ebenfalls ganz wunderbar.
Wenn ich wieder nach Hause komme, kommt er angeschossen und bringt mir jeden Tag aufs neue irgendein Geschenk 😍 Meist sind es seine Spielzeuge, Mal ist es ein Schuh (die er ansonsten in Ruhe lässt), mal ist es eine Leine, und einmal war es sogar ein Kulli den er irgendwo unterm Sofa gefunden haben muss.. :n010: Nach der Bescherung kehrt aber immer schnell Ruhe ein und dann ist alles gut. Yoga-Übungen und Schlaf in den Augenhöhlen verraten auch meist, wie er den Vormittag verbracht hat.
Ich bin froh, dass es bisher trotz der Anfangsschwierigkeiten so gut klappt und hoffe vor allem, dass das auch so bleiben wird. Wenn es bei mir im Büro oder aus anderen Gründen mal länger dauert springen aber nachwievor meine Eltern ein. Die 4,5 Stunden sind für mich bisher nachwievor das Maximum.

So sah das am Anfang noch aus:
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Und so sahen die Abschiede dann nach dem Tür-Unfall aus (Natürlich ist er nie ganz alleine, Hase ist ja dabei)
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oder so:
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(ein bisschen bricht mein Herz schon immer wenn ich diese Augen sehe..)

Frauchen ist wieder da, da kommt Freude auf!
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mi Nov 06, 2019 1:57 pm

Er ist ja echt ein supersüßer Fratz!

Gute und ja auch beruhigende Erkenntnis, dass es nicht am Nicht-Alleine-Bleiben liegt, sondern dass er Probleme mit dem Kontrollverlust hat.
Also mir würde das Ganze dann doch leichter fallen.

Ich habe Bolle das Jagen auch mit einer Futtertube, mit der ich ihn versehentlich traf, als er gerade auf Enten los wollte, für lange Zeit verleidet.
Eigentlich wollte ich sie vor ihn auf den Boden pfeffern (eine Sache, die ich heute gar nicht mehr machen würde) - es hat mir furchtbar leid getan, aber dass er nicht mehr jagen wollte, fand ich schon gut. :oops: :oops: :oops:
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Pat » Mi Nov 06, 2019 2:06 pm

Jaa 🙈 der ehemalige Hund meiner Mutter ist mal bei der 'Entenjagd' in einen Zaun gerannt und hat sich ziemlich erschrocken und etwas verletzt- das Thema Enten war sehr lange erledigt. :oops:
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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Isirider » Mi Nov 06, 2019 5:21 pm

Hallo Pat,
witzig das du gerade das alleine bleiben beschrieben hast.
In meinem Thread habe ich genau das geschildert und mich gefragt ob er Stress hat wenn ich weggehe, da er die ersten Minuten jault, sich dann aber schnell beruhigt.

Das Wochenende haben wir noch einmal intensiv geübt, da sich durch meinen Mann, kleine „Fehler“ eingeschlichen haben. Mein Mann ist ohne darauf zu achten ob Quirin ruhig ist, zu ihm rein und hat ihn gestreichelt. Es war natürlich völlig unüberlegt von mir ihm nicht zu erklären wie es richtig funktioniert. Er weiß es ja nicht besser. Also nochmal geübt und Erfolg gehabt.
Wir haben einen großen separaten Flur. Wir ziehen uns also erst an, wenn wir Quirin verabschiedet haben. Da entfällt der Stress beim anziehen, für uns und den Hund 🍀.

Das es Kontrollverlust sein könnte, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen. Er läuft mir nämlich noch immer ständig hinterher. Ob das an dem noch jungen Alter oder der Kontrolle liegt, keine Ahnung. Aber ich finde es noch in Ordnung, er ist ja erst einige Wochen bei uns. Aber den Ansatz werde ich im Hinterkopf behalten 👍🏻

Einen schönen Abend noch 🤗
Liebe Grüße von Lisa und Quirin 🐩🥰

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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Pinch » Mi Nov 06, 2019 5:26 pm

tja, Hunde lernen durch Konsequenzen, wenn sie hart sind, lernen sie auch. Das war ja der Grund, warum man so lange mit Tieren so umgegangen ist. Aber wie du schon schreibst, der Blick in seine Augen, das ist ein Grund heute nicht mehr so zu erziehen, unter anderem, der Grund.
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit GPH Gisela 12/17🌺Platon, Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

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Re: Ein kleiner Pudel in der großen Stadt: Bobby

Beitrag von Beetle » So Nov 10, 2019 10:34 pm

Pat hat geschrieben:
Mi Nov 06, 2019 1:03 pm



Und so sahen die Abschiede dann nach dem Tür-Unfall aus (Natürlich ist er nie ganz alleine, Hase ist ja dabei)
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oder so:
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(ein bisschen bricht mein Herz schon immer wenn ich diese Augen sehe..)

Frauchen ist wieder da, da kommt Freude auf!
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Wieder so für süüüße Fotos von Bobby...und mit ihren Blicken treffen sie einen wirklich mitten ins Herz. :streichel:
🌞ige Grüße von
Cathrin mit Mandy & Funny

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