Trainingshalsband/leine

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Hauptstadtpudel
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Trainingshalsband/leine

Beitrag von Hauptstadtpudel » Di Aug 16, 2016 8:04 pm

Anja hat es gerade in einem anderen Thread beschrieben. BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Das finde ich interessant und bin am Überlegen, das auch zu machen.

Bei uns wäre es ja das Dummytraining und ich denke an eine Retrieverleine. Das hieße, der Hund läuft imTraining dann ohne Halsband, womit ich kein Problem habe (in dem Sinne, dass mein Hund mir noch nie abhanden gekommen ist), aber ich finde sie sehr schmal und auch wenn er gut an der Leine läuft, so ganz ohne jeden Zug eben auch nicht und das mit so einem schmalen Ding um den Hals?
Oder gibt es da auch andere Varianten?

Mich würde interessieren, wer von euch verschiedene Halsungen oder Leinen für verschiedene Anlässe nutzt und welchen Effekt das hat.

Und ob einer von Erfahrungen mit der Retrieververleine hat?
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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maiki
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von maiki » Di Aug 16, 2016 8:20 pm

Also wir haben bis jetzt eine Retrieverleine für Anton gehabt. Das Laufen klappt gut damit. Anton hatte ganz schnell raus das etwas Zug nicht erwünscht ist. Mit Brustgeschirr zieht er wesentlich mehr. Jetzt haben wir ja das neue Halsband mit Leine. Ist aber kein Unterschied.
Pudelige Grüße von Maike mit Anton und Fiete

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Thalassa
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Thalassa » Di Aug 16, 2016 8:29 pm

Hauptstadtpudel hat geschrieben:Anja hat es gerade in einem anderen Thread beschrieben. BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Ich wundere mich immer mehr, dass immer noch mit solch mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird. Bei uns hier ist das auch wieder ganz groß in Mode. Und ich dachte schon, die Hundeszene sei endlich darüber hinweg. Es gab schon mal ganz gute Ansätze.

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Hauptstadtpudel
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Hauptstadtpudel » Di Aug 16, 2016 8:35 pm

Thalassa hat geschrieben:
Hauptstadtpudel hat geschrieben:Anja hat es gerade in einem anderen Thread beschrieben. BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Ich wundere mich immer mehr, dass immer noch mit solch mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird. Bei uns hier ist das auch wieder ganz groß in Mode. Und ich dachte schon, die Hundeszene sei endlich darüber hinweg. Es gab schon mal ganz gute Ansätze.
Was ist denn daran mittelalterlich?
Kannst du deine Verwunderung etwas ausführen?
So verstehe ich nämlich nur Bahnhof? Klingt so, als ob du das komplett ablehnst.

Also diese Beschreibung hier meinte ich:
Resi hat geschrieben:
Farinelli hat zum beispiel seine ganz normale Alltagsleine aber er hat auch noch seine Hundeplattrainingleine. er wird ganz irre wenn er sieht dass ich das blaue Teil in der Hand habe. Dann weiß er dass wie nicht nur zum Spielen auf den Platz gehen sondern dass er arbeiten darf. Dass er dann aber die meiste Zeit ohne diese Leine was tut ist egal aber er hat eben zu Beginn schon gelernt blaue Leine= Spaß


Kann jetzt gar nicht nachvollziehen, was du meinst.
Oder ist es ein Missverständnis und du dachtest ich meinte "Freude" ironisch?
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Vreni » Di Aug 16, 2016 8:57 pm

Ich verstehe Thalassas Kommentar auch kein bischen.
Wenn du uns erklärst, weshalb mittelalterlich, könnten wir ja darüber diskutieren und ggf auch etwas lernen.
Ich finde Katjas Frage definitiv sehr interessant.
Liebe Grüsse
Liebe Grüsse Anna und Vreni

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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Resi » Di Aug 16, 2016 11:33 pm

Thalassa hat geschrieben:
Hauptstadtpudel hat geschrieben:Anja hat es gerade in einem anderen Thread beschrieben. BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Ich wundere mich immer mehr, dass immer noch mit solch mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird. Bei uns hier ist das auch wieder ganz groß in Mode. Und ich dachte schon, die Hundeszene sei endlich darüber hinweg. Es gab schon mal ganz gute Ansätze.
mh was ist daran mittelalterlich wenn mein Hund durch bestimmte Rituale genau von mir erfährt was gleich kommt? Bei Farinelli ist es die Leine, die auf dem Weg vom Auto bis zum Hundeplatz dran ist, geht es zum Schutzdienst bekommt er ein Geschirr an und zum Fährten das Böttcher. Er ist ein sehr impulsiver Hund der total aufdreht wenn er merkt dass es was zu tun gibt und dann überlegt er nicht mehr allzu viel. Diese deutlich unterschiedlichen Dinge helfen ihm sehr. Ich könnt mir alternativ auch drei paar verschiedene Schuhe anziehen und ihn dabei zuschauen lassen. Der Effekt wäre der gleiche, nur das ich fürs Fährten und für den Schutzdienst immer noch ein Geschirr für ihn bräuchte. Sämtliche Diensthunde egal ob Blindenhund, Rettungshund oder Diensthund bei der Polizei bekommen zur Arbeit ihre jeweiligen Warnwesten oder ähnliches an und dass ist nicht für die Menschen ringsum sondern vorrangig für den Hund.

Andiamo ist ein anderer Typ Hund der hat andere Rituale, er geht immer gleich auf den Platz. Grundstellung auf dem Vorplatz- Click und Lecker, Platz-Click - Lecker. Dann geh ich alleine auf den Platz und ruf ihn von da in die Grundstellung. Runter geht es in umgekehrter Reihenfolge nur darf er dann immer auf dem Vorplatz all seine restlichen Leckerlie aus meinen Taschen klauen. gemacht haben wir das so weil er auf Prüfungen gerne zur Rampensau mutiert ist und sich hat feiern lassen. seit der genauen disziplinierten Umstellung ist er sogar noch in der Richterbesprechung voll konzentriert bei mir.

Ich finde an diesen durchweg positiven Mitteln jetzt gar nichts mittelalterlich. Als mittelalterlich beschreibt man ja umgangssprachlich, überholte und oft recht brutale Methoden. Was ich da mache ist selbst nach neuesten Erkenntnissen für den Hund ein Hilfsmittel. Sie lieben klare Bilder und Strukturen weil es einfach Handlungssicherheit bedeutet. Es passiert nichts Unbekanntes sondern etwas dass sie kennen und mögen.

Das einzig brutale bei uns im Training sind die Worte schade und böser Pudel.

Selbst während des eigentlichen Trainings haben wir Rituale die auf die nächste Übung hinweisen. es gibt zum Beispiel ein paar Übungen die im Obedience identisch anfangen. Hund macht aus der GS heraus Platz und der Hundeführer verlässt den Hund. Nun können ganz unterschiedliche Dinge folgen:
1. hund soll einfach liegen bleiben bis ich wiederkomme
2. Hund soll abgerufen werden
3. Distanzkontrolle mit Sitz, Platz und Steh im Wechsel

Tja und nun? soll ich mein Hunde jedesmal ins kalte Wasser werfen und sie abwarten lassen was da kommt? Andiamo könnte das wegstecken, vielleicht etwas verzögert handeln weil er erst mal überlegen muss aber Farinelli würde mit Unsicherheit reagieren. Und so kommt es dass ich bei der Bleib-Übung ein Wartekommando gebe. bei den anderen Übungen dürfte ich dass auch aber da müssen sie sich ja gleich bewegen und reagieren. Beim Abrufen sag ich ihnen bevor die Übung anfängt leise zack zack und vor der Distanzkontrolle gibt es immer eine leichte Korrektur der GS weil man da in der Prüfung auch sehr punktgenau die GS einnehmen muss. Solche Kleinigkeiten ziehen sich durch unsere ganze Arbeit und aus erfahrung kann ich nur sagen dass es wirklich enorm hilft. Zum einen muss man sich selber so genau auf die Übung einstellen (ich fahr da immer kurz Kopfkino der Übung ab) und zum anderen ist es wie oben schon beschrieben einfach für die Hunde gut wenn sie wissen was ich von ihnen erwarten werde.

Ein weiteres Ritual dass ich immer und bei beiden Jungs habe ist eine Brücke zwischen Click und Leckerlie, Spiele oder was auch immer. sie bekommen einfach einen fröhlichen Klopfer auf die Brust und durch Körpersprach animier ich sie einen Hüpfer zu machen. Mit der Zeit ist diese kleine Handlung so eng verknüpft mit dem späer erfolgendem eigentlichem Lob, dass es dann in der Prüfung gar nicht schlimm es wenn es die dann nicht mehr gibt. Die Glücksblubberblasen werden auch schon so ausgestossen. im Training lade ich dass dann wieder auf.

Stell dir vor du machst mit einer Freundin einen Einkaufsbummel und plötzlich reisst sie dir halb den Arm aus weil sie dir iregndwo eine tolle Handtasche zeigen will. Du bist übrigens gerade mit den schicken Schuhen vor dir beschäftigt. Die normale Reaktion wird Überraschung sein, und bis du verstehst um was es geht wird ein kurzer Augenblick vergehen. Spricht dich deine Freundin aber einfach an und sagt "guck mal da drüben die Handtasche" wirst du aufschauen ihrem Blick folgen und die Handtasche entdecken. Ich denke die 2 Variante ist die, die auch dir angenehmer ist.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Gero » Mi Aug 17, 2016 5:31 am

Ganz tolle Erklärung eurer Rituale!
Wär ich froh wenn ich das halb so gut könnte.
Aber ne Kleinigkeit hat Gero jetzt auch schon verstanden - wenn ich ihm (vorsichtshalber) das Sprühhalsband umbinde gehts zum Hundetreff und in den Wald und er hibbelt voller Vorfreude um mich rum und rennt dann zum Auto.

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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Iska » Mi Aug 17, 2016 10:01 am

das mittelalterliche daran habe ich jetzt auch nicht verstanden.....? :n010:

würde mich interessieren, wie Du das meinst....

Mit Iska begann das (Fährten-)Ritual, sobald ich am Auto die Gummistiefel angezogen habe.... ;) Da kam sie sofort in den freu-such-freu-Modus.... :wav:

Bei Fani ist es eigentlich nur ein Satz in einer bestimmten Betonung.... nämlich: *wollen wir was machen?* :mrgreen: da kommt sie in ihren Arbeitsrythmus... wer sie nur flüchtig kennt, kann dann oft gar nicht begreifen, daß das derselbe Hund ist, der eben noch so ein wildes Hibbelchen war.... :mrgreen:
viele Grüße
Sybille mit Frollein Fani Flausch
in lieber Erinnerung an Paulchen, Olli & Iska
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von PudelmonsterBeni » Mi Aug 17, 2016 10:22 am

Evtl meint sie auch nicht die Rituale sondern die Retrieverleine?! :n010:
Ich kenne einige Leute, die absolut gegen Schlingleinen in jeglichem Sinne sind..

Rituale sind natürlich super wichtig und hilfreich für einen Hund :klatsch:
Lisa mit Beni im Herzen ❤

"Richtig abgerichtet, kann ein Mensch der beste Freund eines Hundes sein." -Corey Ford

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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Blümchen » Mi Aug 17, 2016 10:45 am

Diese Leinen bzw. Halsbänder sind praktisch, denn ich muß nix schnallen oder zusammen stecken, sondern schwupp über den Kopf gezogen und der Hund ist fest :D
Man kann die Halsung auch auf "nicht-würgen" einstellen oder eben auf "locker" jedoch so, das der Hund nicht wieder raus schlüpfen kann :wink:
Ich finde sie für bestimmte Sportarten sehr praktisch ("egal Mittelalter :wink: ")
Liebe Grüße von Blümchen und Kiebek
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isiariane
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von isiariane » Mi Aug 17, 2016 10:46 am

Thalassa hat geschrieben:
Hauptstadtpudel hat geschrieben:Anja hat es gerade in einem anderen Thread beschrieben. BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Ich wundere mich immer mehr, dass immer noch mit solch mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird. Bei uns hier ist das auch wieder ganz groß in Mode. Und ich dachte schon, die Hundeszene sei endlich darüber hinweg. Es gab schon mal ganz gute Ansätze.
Auch ich benutze eine Extraleine auf dem HUndeplatz. :) Meine Hunde wissen genau was dann kommt. Auch bekommen sie ein Geschirr an, wenn wir an der Flexi-Leine Bummelspaziergänge machen, wo sie ungehemmt schnüffeln dürfen. An der normalen Leine haben sich die Hunde an mir zu orientieren, wenn sie an der Flexileine sind dürfen sie sich wie im Freilauf verhalten, sind nur wegen Leinenzwang gesichert. Auch zum Fahrradfahren bekommt HUmboldt ein anderes Halsband um, dann weiß er schon, jetzt geht's gleich los.

Ich denke auch, Rituale helfen den HUnden und sind nützlich (auch für uns, denn dann weiß der HUnd was kommt und benimmt sich so wie wir uns das vorstellen).

Bin also auch auf die Erklärung was daran falsch oder rückständig ist gespannt. :n010:
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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MelanieR
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von MelanieR » Mi Aug 17, 2016 11:17 am

Ich hab für den Hundeplatz ein Halsband mit Schnalle. Im Alltag trägt Nele ja nur Zugstop, bzw. Retrieverleine (mit Stopring drin). Und beim Rally sind eben Zugstops verboten.

Ich ritualisiere das aber nicht, bzw. nutze das Halsband auch manchmal im Alltag, wenn sonst kein Halsband verfügbar ist, kann dir dazu also keinen Erfahrungsbericht liefern.
Alles Liebe von Melanie und Nele
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von MelanieR » Mi Aug 17, 2016 11:24 am

Ich dachte beim Lesen des Threadtitels erst an diese "Caesar Millan" Trainingshalsbänder, die extra so am Hals sitzen, dass sie bei Zug auch richtig wehtun. Vielleicht bezog sich Thalassa ja auf sowas, bzw. irgendwelche anderen Traininsghalsbänder oder Geschirre (so Anti Zug Geschirre beispielsweise).
Aber das wird ja beim Lesen des ersten Beitrags deutlich, dass es um etwas anderes geht :)
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mi Aug 17, 2016 5:56 pm

Danke, schon mal für die Antworten!
Anja, ich find es sehr spannend von eurem Training zu lesen!

Aaah, Retrieverleine ohne Stop - nee, das geht ja gar nicht!
Ich meinte die mit Stop.

An sich ist doch da gar kein Unterschied zu einem Zugstophalsband mit Leine, oder?
Also dann halt nicht am Stück, klar, aber insofern ja noch flexibler?
Ich kann einfach das Zughalsband über den Kopf abziehen (wie die Retrieverleine), aber auch das Halsband dranlassen.

Eigentlich such ich ja auch einen Grund mal ne neue Leine und ein Halsband zu kaufen, oder selbst zu machen. :mrgreen:

Melanie,wie ist die Begründung, dass Zugstop-Halsbänder beim Rally verboten sind?
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Trainingshalsband/leine

Beitrag von Thalassa » Mi Aug 17, 2016 6:28 pm

Hauptstadtpudel hat geschrieben: BeimTraining auf dem Hundeplatz verwendet sie eine bestimmte Leine, die große Freude beim Hund auslöst. :wink: :D

Aufgrund der Smileys hatte ich wirklich gedacht, das ist ironisch gemeint, und da werden diese grässlichen dünnen engen Leinen CM Leinen verwendet, mit denen die Hunde so malträtiert werden.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, was hier bei uns abgeht. Es gibt hier einen Hundetrainer, der sich großer Beliebtheit erfreut. Er hat einige "Angestellte", die er dann mit den Leuten losschickt zum Einzeltraining. Und die treffe ich dann regelmäßig beim Spazierengehen. Das ist für mich jedes Mal wieder ganz fürchterlich anzuschauen, wie die mit ihren Hunden umgehen.
Da wird beim kleinsten "Vergehen" gerissen was das Zeug hält, die Hunde dürfen nicht rechts und links schauen, sonst gibts schon wieder einen Ruck - manchmal rucken die in regelmäßigen Abständen. Es ist nicht zum Anschauen. Und immer mit diesen fürchterlichen dünnen Retrieverleinen ohne Stop.

Außerdem wird noch mit Gegenständen geworfen, geschlagen, und wenn nötig gibts auch noch einen Tritt.

Sie sind relativ gut erkenntlich, denn sie gehen immer im strammen Schritt vor sich hin und der Hund muss funktionieren wie eine Maschine. Das sieht man schon von ferne. Wir machen dann immer einen großen Bogen um die, denn wehe, er würde mal her schauen - oweh. Keine gute Idee. Ich möchte nicht wissen, wie die Halswirbelsäule dieser armen Kreaturen aussieht. Manchmal hätte ich gute Lust, die ganze Sache umzudrehen - wenn ihr wisst, was ich meine. Und sie fangen schon bei Welpen mit diesen Dingen an. Das ist wirklich besonders traurig - und die Leute sind einfach beratungsresistent. Gerade erst letzte Woche hatte ich ein besonders trauriges Beispiel mit einem 4 Monaten alten Welpen vor Augen.

Der Mensch selbst führt einen Malinois, der auch nicht links und rechts schauen darf. Er läuft permanent beschwichtigend neben dem Typen her und schaut ihn andauernd an. Einfach nur arm.

Es gibt schon Bestrebungen, ihm das Handwerk zu legen, aber das ist gar nicht so einfach. Man müsste die Aktionen seiner Leute filmen oder fotografieren. Aber sobald sie sich beobachtet fühlen, verändern sie ihr Verhalten ganz rapide. Und er schreckt nicht vor Anzeigen und Angriffen zurück, deshalb ist es sehr schwer, ihm etwas nachzuweisen.

Und komischerweise meinen die Leute, das ist alles toll, was der macht. Da hilft alles Reden nichts, man bekommt höchstens noch eine unverschämte Antwort. Deshalb ergreife ich immer schon die Flucht, wenn ich so eine Truppe schon vom weitem sehe.

Dabei ging der Trend hier bei uns wirklich in die andere Richtung und in der Hundeerziehung hatte sich so vieles zum Positiven verändern. Bis dieser Typ auftauchte - dem rennen jetzt so viele nach. Und die anderen, die versuchen, mit den Leuten zu reden und ihnen aufzuzeigen, dass solche Methoden mehr Schaden als Nutzen bringen, werden für blöd erklärt, bzw. auch noch blöd angemacht.

Also bitte entschuldigt, ich hatte das wirklich völlig falsch verstanden und dachte, da will jemand zu solchen "Methoden" auffordern, und fragt, ob noch jemand die hier anwendet.

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