kranke Hunde ?

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kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Fr Feb 02, 2018 1:46 pm

Wo wir hier gerade beim Thema Hundezucht und Inzuchtkoeffizient sind , liegt mir eine andere Frage , wie ich finde , aber passende Frage zu diesem Thema , am Herzen.
Zunehmend stelle ich fest , dass es immer mehr kranke Hunde , ob Rassehunde oder Mischlinge , gibt . Viele mit Allergien jeglicher Art , Hausstaub oder Futtermittel , da haben die Hunde mit massiven Hautproblemen zu kämpfen , blutige Ekzeme , massive Magen und Darmproblem , Ohrenentzündungen und geschwollenen Pfoten....u.a.
Und ich kenne viele Hunde , von meiner Arbeit her , Familien und Freundeskreis und die üblichen Begegungen unterwegs mit meinen Hunden. Verstärkt sind mir Pudel und aufgefallen und davon kenne ich auch einige. Kein Pudel davon ist topfit , ob Allergie , Hautprobleme , Augen oder Ohren etc, , irgendetwas haben sie alle , mal mehr , mal weniger.Bei den Schäferhunden sieht es aber nicht besser aus .... :shock:
Bilde ich mir diese verstärkten Allergie und Unterträglichkeitshunde nur ein , oder habe ich nur mit den falschen Hunden zu tun ...?
Ist die Ursache dafür ausschließlich in der Zucht zu finden oder auch die zunehmende Umweltbelastung trägt dazu bei ?
Wie geht euch damit ?
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Resi » Fr Feb 02, 2018 2:59 pm

mh in meinem direkten Umfeld sind eigentlich alle pumperl gesund. Bei uns im Verein haben wir ca 24 Hunde, quer Beet alle Rassen, Mischungen und Altersstufen. Ein ehemaliger Strassenhund darunter hat eine Schilddrüsenunterfunktion, einer Arthrose in einer Pfote und eine Hündin ist mit 14 Jahren einfach düdelig und wacklig auf den Beinen. Also alles schick. Aber diese Hunde werden auch alle sehr gesund, in der Regel roh ernährt und das von klein auf, sie haben immer eine sehr gute Kondition und bekommen so gut wie alle auch schon in jungen Jahren immer mal einen Physiotherapeuten zu sehen um sportliche Fehlbelastungen frühzeitig zu erkennen. Geimpft wird keiner dieser Hunde mehr als es notwendig ist. Das heisst Grundimmunisierung und dann nur noch alle 3 Jahre TW. In anderen Vereinen, man hat ja nunmal viel Kontakt untereinander, sieht es eigentlich nicht anders aus. Da gab es einen kranken Riesenschnauzer der nur 9 Jahre geworden ist und eine Malihündin ist mit 6 Jahren an einer Magendrehung gstorben.

Dann gibt es noch die Hunde die man so einfach vom sehen und aus dem Wohngebiet kennt. Viele Halter sehen da leider gar nicht dass ihr Hund ein Problem hat. Da gibts Patella-Hunde und auch Allergiker. Irgendwie aber alles französische Bulldoggen und Labrador - und Golden Retriever aus dubioser Herkunft. Der HZ DSH von Freunden von mir (keine Sportler) ist von klein auf einen absolute Baustelle zum Glück aber ohne Skelettproblemen. Aber denen hab ich schon vor dem Kauf gesagt dass sie die Finger von diesem Hund lassen sollen. Aber auch die Meisten dieser flüchtigen Bekanntschaften sind eigentlich gesund.
Dann die zig Hunde die ich durch die beiden Hundeschulen kenne in denen ich ab und an mal aushelfe. Krank sind die unüberlegt angeschafften Vermehrerhunde. Silberne Labbis, blaue Bullis, Möpse, auch hier wieder golden Retriever.

Das Bild sieht allerdings ganz anders aus wenn ich mich im Inet umschaue, da sind überall kranke Hunde. Ich denke mal das ist so weil die mit gesunden Hunden eben keine Hilfe suchen und recht still sind.
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Pinch » Fr Feb 02, 2018 8:37 pm

ich denke auch es ist a) ein Problem der Wahrnehmungsverzerrung, b) ein Problem der Diagnostik c) ein Problem des Bedeutungswandels des Hundes vom
Nutztier zum Sozialpartner und dass Menschen eher bereit sind Tierarztkosten zu bezahlen d) jährliche Impfpraxis in der Vergangenheit e) Vermehrerhundekauf f) Moderassen sind kränker, schlechte unkontrollierte Zucht h) Ernährung f) Bereitschaft Qualzuchten zu kaufen, um das Besondere zu haben g)Anstieg der Population, weil es mehr Hunde gibt als noch vor 25 Jahren, h) mehr Hunde aus dem Auslandstierschutz mit Mittelmeerkrankheiten und Umstellungsproblemem. Allerdings sind das alles meine Annahmen, man müsste sie anhand von Literatur überprüfen🙄
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von natze76 » Sa Feb 03, 2018 7:46 am

Ich denke, dass auch einiges mit Medikamenten zu tun hat. Samir war als Welpe / Junghund gesund. Wegen einer heftigen Erkältung (wir haben am Anfang einfach nicht bemerkt, dass es ihm nicht gut geht) hat er sehr lange Antibiotika usw. bekommen. Danach fing dann alles schleichend an. Futtermittelunverträglichkeiten, Magenprobleme bis jetzt letztes Jahr heraus kam, dass etwas mit der Bauchspeicheldrüse nicht stimmt.
Liebe Grüße von Natalie und Marc mit Samir

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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Sa Feb 03, 2018 9:26 am

Petra , deine Aufzählungen treffen alle ins Schwarze :wav: dem kann ich nichts hunzufügen . Ehrlich gesagt , auf einige wäre ich gar nicht gekommen . Danke !!
Apropo Auslandshunde ...? warum hast du sie in deine Liste aufgenommen ? Gibt es da ansteckende Krankheiten , die sie einschleppen könnten ? Habe mich damit noch gar nicht großartig befasst !
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Sa Feb 03, 2018 9:31 am

Ganz vergessen , Petra , bzgl Inzuchtkoeffizient bei Rassen ?!
Du kennst dich diesbezüglich sehr gut aus .Wie der enge Genpol beim Weimi war mir fremd :streichel:
Gibt es dazu passende Literatur oder woher stammt dein Wissen ?
Gerade was Rassen , deren Wesen und Gesundheit betrifft , findet ich extrem spannend und weckt meine Neugierde.
Konntest du heraus finden , welche Rasse den geringsten Inzuchtkoeffizienten hat ?
Ich frag mal ganz neugierg nach :D
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Resi » Sa Feb 03, 2018 10:12 am

caramia hat geschrieben:
Sa Feb 03, 2018 9:31 am

Konntest du heraus finden , welche Rasse den geringsten Inzuchtkoeffizienten hat ?
Oft kann man es gar nicht an der Rasse festmachen, auch wenn es hier und da wirklich Ausreisser gibt. Wichtiger ist da den einzelnen Wurf zu betrachten. Beim Pudel kann man mit etwas Suche durchaus Verpaarungen mit Inzuchtkoeffizienten von über 10 finden aber genauso gibt es Verpaarungen die um 1 rum sind. Die Mehrzahl befindet sich heute bei 2-3,8.

Beim Bostonterrier freuen sich die Züchter wenn sie bei 6,2 landen
bei Aussis und auch beim deutschen Spitz wird ein Wert von 12 noch als positiv eingestuft.

Der IK ist ne ganz nette Sache aber um sich wirklich ein Bild davon zu machen wie eng Hunde miteinander verwandt sind finde ich den Ahnenverlustkoeffizent (AVK) viel einfacher und logischer zu verstehen bezeichnet man das zwei- oder mehrfache Vorkommen ein und desselben Ahnen innerhalb einer Ahnenreihe. So hat ein Hund, innerhalb der ersten fünf Generationen und bei Dopplung eines Ahnen, nur 61 statt 62 Vorfahren. Kommen sechs Ahnen doppelt vor, so hat der Hund nur 56 statt 62 Vorfahren.

Der Ahnenverlustkoeffiezient (AVK) gibt nun die Abweichung der Anzahl tatsächlich vorhandener Ahnen von der Anzahl der möglichen Ahnen an. Er berechent sich mit folgender Formel: AVK = Anzahl tatsächlich vorhandener Ahnen/Anzahl möglicher Ahnen.

Über den AVK lässt sich erkennen, in welchem Maß die Elterntiere enggezüchtet wurden, unabhängig davon ob sie aus unterschiedlichen Blutlinien stammen. So kann es nämlich vorkommen, dass die Welpen eines Wurfes einen geringen IK haben, da die Elterntiere nicht verwandt sind. Da die Eltern selbst jedoch enggezüchtet sind, kommt es zu einem hohen Ahnenverlustkoeffizienten.

Der AVK berücksichtigt im Gegensatz zum IK auch die Dopplungen von Ahnen, die nur auf einer elterlichen Seite vorkommen. Denn hier liegt bereits eine Einengung der genetischen Varianz vor, die durch eine Anpaarung nicht umgehend ausgeglichen werden kann. Für Einschätzung der genetischen Varianz ist somit, “dem AVK gegenüber dem IK der Vorrang einzuräumen.” (vgl. Krautwurst, 2002, S. 130)

Und dann kommt noch der Punkt an dem man sagen muss dass nicht nur diese koeefizienten wichtig sind sondern was die Ahnen da gesundheitlich mitbringen. Sind die Ahnen durch und durch gesund, sowohl im Phänotyp als auch im Genotyp, sind sie nicht Träger von irgendwelchen Erkrankungen dann wird auch ein sehr enggezogener Hund nicht problematisch sein.

Beim Pudel gibt es da zum Beispiel den sogenannten Wycliff-Factor (Grosspudel). Die Wycliff-Hunde wurden über einen recht langen Zeitraum intensiv eng und engst gezogen was natürlich zur Verbreitung von Erkrankungen führte. Ob man damals Zusammenhänge herstellte, kann ich nicht sagen aber da die Hunde früh in die Zucht gingen war es bei Auftreten von Erkrankungen ja bereits zuspät. Jedenfalls sitzen diese Hunde heute in allen GPlinien drinnen und ihr Erbe leider genauso. Ein geringer Wycliffwert ist also durchaus erstrebenswert in der heutigen GP-Zucht um Erkrankungen wie MA und auch SA zu vermeiden. Aber neben den Wert muss man eben wirklich schauen wer da wo in den Ahnen drinnen sitzt und dazu muss man die Hunde und deren Geschwister eben irgendwie kennen. Ich hoffe es gibt da bald Gentests!
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Rohana » Sa Feb 03, 2018 10:50 am

caramia hat geschrieben:
Sa Feb 03, 2018 9:26 am
Apropo Auslandshunde ...? warum hast du sie in deine Liste aufgenommen ? Gibt es da ansteckende Krankheiten , die sie einschleppen könnten ? Habe mich damit noch gar nicht großartig befasst !
Da wären zum einen die Mittelmeererkrankungen zu nennen: Leishmaniose und co. Wenn das Immunsystem nicht fit ist, bei kleinen Kindern oder alten Menschen, können Leishmanien durchaus auch den Menschen befallen. Ob eine Übertragung direkt vom Hund möglich ist ist bisher soweit ich weiß nicht nachgewiesen. Aber ehrlich gesagt: als meine Kinder noch klein waren und eine Freundin so einen Leishmaniosehund aus Portugal hatte wollte ich das nicht ausprobieren ...

Dann stammen viele dieser Hunde aus übelster Aufzucht, aus Vermehrerfabriken, die wir uns lieber gar nicht vorstellen wollen. Viele dieser Hunde bringen schwerste Mangelerscheinungen, Magen-Darm-Probleme, etc mit. Sie sind nicht entwurmt, die ausgewiesenen Impfungen sind z.T. zwar auf den Papieren für die Grenze zu finden, aber nie erfolgt.
Auslandshunde schleppen auch immer mal wieder Erkrankungen hier ein, die man unter einheimischen Hunden fast nicht mehr sieht durch die weitgehend konsequente Impfpraxis der vergangenen Jahrzehnte: Parvovirose ist hier zu nennen.
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Sa Feb 03, 2018 11:02 am

Wow!!!! Wieder viel dazu gelernt ! Auslandshunde ist ja ein Thema für sich ! Hatte da bisher immer so meine Bedenken , und wie ich feststellen muss auch begründet . Bei mir im
Umfeld und auch viel Hunde haben sich einen Hund aus dem Ausland angeschafft ,viel aus der Tötung , viel mit grausamer Geschichte . Mitleid und was Gutes tun wollen stand im Vordergrund .Gesundheitliche Problem der Hunde kann ich nicht beurteilen , viel sind mäkelige Fresser . Hab mich allerdings damit nicht weiter befasst . Erlebe nur sehr oft , dass viele Besitzer mit diesen Hunden überfordert sind . Aber wieder ein anderes Thema ! Ich möchte jetzt auch keine Diskussion über Auslandshunde ins Leben rufen
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Sa Feb 03, 2018 11:21 am

Resi , vielen Dank für deine ausführliche Info ! Sehr spannend zu lesen !!!
Auch was Aussie und Spitz betrifft bin ich ehrlich gesagt sprachlos . Gerade Aussies ist doch schon lange Modehund, da müsste es doch reichlich unterschiedliches Erbgut geben 😳 Und beim Spitz wird ja immer wieder behauptet , eine der gesündesten und langlebigsten Rassen überhaupt . Gut , wenn man bedenkt, dass der GS auf der roten Liste steht ,dann wird da sehr eng gezüchtet werden müssen . Beim Toller schaut es ja schon lange mehr als bedenklich aus , Lebenserwartung ist demnach gering !
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Pinch » Sa Feb 03, 2018 12:27 pm

Ehrlich, bis zu meinem jetzigen Dobermann hatte ich keine Ahnung über Vererbung und Zucht beim Hund. Erst durch Internetrecherche und dann aufgeschreckt durch DCM und Platons kränkeln, habe ich begonnen zu lesen. Habe mit ihm an der Head Bobbing Studie in München teilgenommen, ist eine neurologisch bedingter Kopftremor, harmlos, sieht nicht schön aus, ist für den Hund lästig. Mit Futter leicht zu unterbrechen.An der DCM Studie habe ich nicht teilgenommen, aus Feigheit vor dem Resultat. Ich hätte keine ruhige Minute mehr gehabt und das überträgt sich auf den Hund. Medikamentös kann man die okkulte Phase behandeln, ob sie gegen die overte Phase tatsächlich das Leben verlängert, ist umstritten. Ich bin zur Bioresonanz gegangen. Ich bewundere die Dobi/ Doggenbesitzet,die den Untersuchungsmarathon mitmachen und die Angst aushalten. Ich kann das nicht, ich habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen und bisher war es so richtig. Resi hat ganz recht AVK/COI müssen immer zusammen betrachtet werden. Auslandshunde sind wirklich ein eigenes Thema wie Rohana schreibt. Beim Weimi habe ich auch genau recherchiert, sehr ergiebig sind auch die jeweiligen Foren, da wird man dann fündig und kann sich weiter informieren. Der Langhaarweimi ist nicht so eng gezogen, aber beide Schläge werden natürlich nicht zusammen gefasst, es könnte ja den Phänotyp verwässern🙄. Ich habe mir viele Gedanken gemacht über die Rasse, deshalb der Pudel, er hatte die meiste Übereinstimmung, der von mir aufgestellten Kriterien.😊
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Sa Feb 03, 2018 3:18 pm

Stimmt , ich erinnere mich 👍diese Studie der Dobis kam im TV. Da wurde eine
Dobizüchterin gezeigt , die nach vielen Jahren ihre Zucht eingestellt hat , weil sie es nicht mehr ertragen kann, wieviel ihre Welpen nicht alt werden und vom Verband geächtet wurde . dort wurde alles abgestritten. Unglaublich 😬
Eine andere dobibesitzerin ist der Rasse so verfallen , dass sie alles ausblendet und die kurze Lebenserwartung in Kauf nimmt . Sie rechnet bei jedem Gang damit , dass einer ihrer Hunde tot in den Büschen liegt ☹️Mannomann
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mo Feb 05, 2018 2:21 pm

Resi hat geschrieben:
Sa Feb 03, 2018 10:12 am
...
Der IK ist ne ganz nette Sache aber um sich wirklich ein Bild davon zu machen wie eng Hunde miteinander verwandt sind finde ich den Ahnenverlustkoeffizent (AVK) viel einfacher und logischer zu verstehen bezeichnet man das zwei- oder mehrfache Vorkommen ein und desselben Ahnen innerhalb einer Ahnenreihe. So hat ein Hund, innerhalb der ersten fünf Generationen und bei Dopplung eines Ahnen, nur 61 statt 62 Vorfahren. Kommen sechs Ahnen doppelt vor, so hat der Hund nur 56 statt 62 Vorfahren.

Der Ahnenverlustkoeffiezient (AVK) gibt nun die Abweichung der Anzahl tatsächlich vorhandener Ahnen von der Anzahl der möglichen Ahnen an. Er berechent sich mit folgender Formel: AVK = Anzahl tatsächlich vorhandener Ahnen/Anzahl möglicher Ahnen.

Über den AVK lässt sich erkennen, in welchem Maß die Elterntiere enggezüchtet wurden, unabhängig davon ob sie aus unterschiedlichen Blutlinien stammen. So kann es nämlich vorkommen, dass die Welpen eines Wurfes einen geringen IK haben, da die Elterntiere nicht verwandt sind. Da die Eltern selbst jedoch enggezüchtet sind, kommt es zu einem hohen Ahnenverlustkoeffizienten.

Der AVK berücksichtigt im Gegensatz zum IK auch die Dopplungen von Ahnen, die nur auf einer elterlichen Seite vorkommen. Denn hier liegt bereits eine Einengung der genetischen Varianz vor, die durch eine Anpaarung nicht umgehend ausgeglichen werden kann. Für Einschätzung der genetischen Varianz ist somit, “dem AVK gegenüber dem IK der Vorrang einzuräumen.” (vgl. Krautwurst, 2002, S. 130)
...
Danke, Anja, jetzt habe ich den auch mal verstanden! :D
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mo Feb 05, 2018 2:28 pm

Mir fiel noch ein, dass durch das Aufsammeln des Hundekotes eine Erkrankung (zumindest des Magen/Darm Traktes) heutzutage von den Haltern vielleicht eher wahrgenommen wird und auch entsprechend behandelt, also im Vergleich zu früher.

Letztens sah Peter einen am Rad frei laufenden Hund, der einen fürchterlichen (ungesunden) Haufen machte und der Halter bekam das gar nicht mit, der Hund machte sonst einen fitten Eindruck.
So war das in meiner Kindheit immer, da hat keiner aufgesammelt und am besten gar nicht hingeschaut und somit eben auch nicht mitbekommen, das etwas nicht in Ordnung ist.

Also, wie Petra schon schrieb, eine Veränderung der Wahrnehmung.
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Re: kranke Hunde ?

Beitrag von caramia » Di Feb 06, 2018 1:32 pm

Hmm , dann leide ich derzeit unter reichlich Wahrnehmungsstörungen :wav:
Ihr werdet da sicher Recht haben , scheinbar ziehe ich wie ein Magnet kranke Hunde gerade an .
Werde es mal weiter beobachten :streichel:
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