Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

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Bupja
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Bupja » Do Jun 20, 2013 8:08 am

trilarcyc hat geschrieben:
Ja Lars hat die Krankheit trotz Impfung bekommen. Aber das war ja mit Bestimmtheit noch die alte Impfung.


Ja gut, aber das heißt ja nicht zwingend, dass die neue ihn auch geschützt hätte...

Vor ca. 3 Jahren haben Pjakkur und Butz im Sommer auch mal aus einem Tümpel getrunken. Ich war nicht schnell genug es zu verhindern, dabei hab ich immer bei heißem Wetter frisches Wasser dabei (Heute machen sie das auch nicht mehr, sondern kommen gleich zu mir, wenn sie Durst haben).
Danach hatten sie auch Mattigkeit und heftiges Erbrechen und Durchfall (um es mal ganz krass zu sagen: der Mist kam simultan aus allen Körperöffnungen bei zwei Hunden gleichzeitig. Ein Traum...) Der Butz war richtig schlimm dran und ist nur knapp an einem Klinikaufenthalt vorbei gerutscht, weil ich ihm stündlich mit einer Spritze Wasser ins Maul gespritzt hatte und die Nieren GsD noch arbeiteten. Der TA meinte damals auch, dass es einer der über 200 Stämme gewesen sein könnte. Es sind eben auch nicht alle gleich heftig krankmachend. Pjakkur und Butz waren zu diesem Zeitpunkt auch noch geimpft.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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trilarcyc

Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von trilarcyc » Do Jun 20, 2013 8:16 am

Impfen ist halt ein Thema für sich:
aber immer wieder gut wenn man sich Gedanken darüber macht und die Vor und Nachteile aufzeigen kann.
Jeder entscheidet das für sich und die Konsequezen sind dann so zu tragen, wie es eben kommt und um
so trauriger wenn es den eigenen Hund betrifft. Und ganz automatisch macht man sich dann auch Vorwürfe.
Es ist ja nicht nur bei Tieren eine Frage, auch als meine Kinder zur Welt kamen, war es en riesen Thema.
Mittlerweile weiss man das es Schädigungen durch Impfungen gibt...... das ist so...... nur ist die Erinnerng
an all die schweren Krankheiten, weil sie ja fast nicht mehr vorkommen in Vergessenheit geraten.
Also nehmen wir an, alle würden ihr Kinder oder Tiere nicht mehr impfen, wären wir bald wieder da wie vor 100 Jahre.
Und es würden alle diese Schrecklichen Krankheiten wieder überhand gewinnen.
Natürlich profitieren auch die die nicht Impfen, von denen die Impfen. Denn so wird die Zahl der Erkrankungen und somit
die Erreger in der Umwelt auf einem minimum gehalten.
Ich habe mich für Impfen entschieden bei Hunden, Pferde und Kinder,

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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Bupja » Do Jun 20, 2013 8:23 am

Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen impfen. Sollte auch nicht so rüber kommen.
Ich bin aber für Impfen mit Verstand.
Grade die Leptospirose-Impfung sehe ich als sehr kritisch und auch bei Parvo ist der Impfstoff nicht mehr aktuell (soweit ich weiß. Lasse mich da gerne eines Besseren belehren).
Natürlich lasse ich meine Tiere grundimmunisieren, aber ich lasse nicht mehr jährlich nachimpfen, sondern werde von Zeit zu Zeit eine Titerbestimmung machen lassen.
TW müssen wir alle drei Jahre impfen, da wir mit den Hunden auch im Ausland unterwegs sind.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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trilarcyc

Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von trilarcyc » Do Jun 20, 2013 8:34 am

Bupja hat geschrieben:Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen impfen. Sollte auch nicht so rüber kommen.
Ich bin aber für Impfen mit Verstand.
Grade die Leptospirose-Impfung sehe ich als sehr kritisch und auch bei Parvo ist der Impfstoff nicht mehr aktuell (soweit ich weiß. Lasse mich da gerne eines Besseren belehren).
Natürlich lasse ich meine Tiere grundimmunisieren, aber ich lasse nicht mehr jährlich nachimpfen, sondern werde von Zeit zu Zeit eine Titerbestimmung machen lassen.
TW müssen wir alle drei Jahre impfen, da wir mit den Hunden auch im Ausland unterwegs sind.
Das finde ich auch so, man sollte mit Verstand Impfen. Darum muss das jeder für sich entscheiden.
Das der Impfsoff nicht mehr aktuell ist, hat man mir im Januar ja nicht mitgeteilt als ich Lars impfen lies.
aber der Arzt in der Klinik hat das genau so gesagt wie du. Und er impft im Moment seine Hunde auch nicht gegen Lepto genau aus diesem Grund.

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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Christiane138 » Do Jun 20, 2013 9:14 am

Danke für die ausführliche Erklärung zum Krankheitsbild. Finde ich gut, wenn man so was im Hinterkopf hat.
Aber wie Moni auch schon schrieb - bei meinem Allergikerhund mit Magen/Darmproblemen ab und an, käme mir der Verdacht auch schon öfter.
Aber vorher wusste ich gar nichts von der Krankheit :roll: .

Nu geht es hier ja gerade so wild her wegen dem Impfen - ob ja oder nein.
Dazu fällt mir ein, es gab bei den Katzen vor einigen Jahren eine neue Impfe (ich glaube, gegen Katzen-Aids - bin mir da aber nicht mehr ganz sicher :oops: ) und ich hab damals mit einer Frau aus dem Tierheim gesprochen.
Und sie erzählte, dass das ihr schlimmstes Jahr war. Sie haben alle Katzen impfen lassen, weil es ja soooooo gut sein sollte und in dem Jahr sind ihnen so viele Katzen an der Krankheit gestorben...

So kann es also auch gehen :?
Viele liebe Grüße,

Christiane

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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Hauptstadtpudel » Do Jun 20, 2013 12:56 pm

Die Besitzerin von Luca, die ich erwähnt habe ist eine seeehr kritische Hundehalterin, was das Impfen angeht.
Allerdings wohnt sie direkt am Wald mit einer großen und mitunter aufdringlichen Wildschweinpopulation, in deren Urin sollen sich, neben Ratten - und Mäuseurin, auch die Erreger der Leptospirose sehr wohlfühlen.
Ich bin gespannt wie sie sich entscheidet.

Ich versuche darauf zu achten, dass Bolle nicht aus Pfützen trinkt, er neigt glücklicherweise aber auch nicht dazu, und bin schwer am Überlegen, ob ich ihn nächstes Frühjahr mit dem neuen Impfstoff impfen lassen werde.
Bolle wird ansonsten nach der Grundimmunisierung nach Titerbestimmung geimpft werden. Und auch nicht gegen alles, wogegen man impfen kann.
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Bupja » Do Jun 20, 2013 12:58 pm

Nur mal noch so am Rande, da es noch gar nicht angesprochen wurde:
Leptospirose ist eine Zoonose. Kann also auf den Menschen übertragen werden...
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Hauptstadtpudel » Do Jun 20, 2013 1:29 pm

Ach wie hübsch, das wusste ich auch noch nicht.
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von trilarcyc » Do Jun 20, 2013 2:13 pm

Ja das ist so!!!!! Ich wäre auch noch auf das
Thema zu sprechen gekommen.
Ich habe natürlich mit unserem Kinder und Hausarzt
Kontakt aufgenommen. Er hat Rücksprache mit einem
Spezialist ( Infektiologe) in der Klinik aufgenommen.
Und wir sind auf alles vorbereitet.
Wobei ich erwähnen muss, das die Ansteckung
Laut Arzt sehr unwahrscheinlich ist.
Sobald aber Grippeartige Anzeichen auftreten würden
Werden alle in der Familie mit Antibiotika behandelt.
Übrigens ich hatte auch deswegen schlaflose Nächte.

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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Elli » Do Jun 20, 2013 2:14 pm

Ich glaube ganz fest daran, das er wieder richtig gesund wird und ihr erst garnicht erkrankt. :streichel:
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Vreni2101 » Do Jun 20, 2013 2:15 pm

Puuh, da liest man als Hundeanfänger mit Welpen im Haus solche Horrorstorys :shock: :shock: :shock:
Danke, dass du trotz der angespannten Nerven so berichtest. Ich wünsche Lars, dass er wieder vollständig auf die Beine kommt.

Was impfen angeht, bin ich auch vorsichtig und fühl mich im Moment ziemlich unsicher. In der Hundeschule war das am Dienstag auch Thema.
Ich denke im Moment, dass ich Frieda grundimmunisieren lasse und mir dann einen gescheiten TA suche, der ebenfalls etwas kritischer ist mit dem Thema als unsere jetzige TA, die es offensichtlich gar nicht abwarten kann, die Erinnerungspostkarten zu schicken (für die Katzen). Aber wie findet man so einen TA?

Und wenn ich über diese momentane Leptospirose Impfung lese, die offensichtlich wenn überhaupt nur einen "Glücksfall-Schutz" bietet, frage ich mich, was diese ganze Chemie überhaupt soll!
Viele Grüße von Verena mit Frieda

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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Elli » Do Jun 20, 2013 2:20 pm

Hallo Verena, hier gibt es einen aktuellen Thread über´s Impfen. Schau mal rein, finde ich sehr beruhigend und interessant. http://www.pudelforum.de/viewtopic.php?f=12&t=14277
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Moni » Do Jun 20, 2013 7:58 pm

Wieviel weiß man den zu den Nebenwirkungen des neuen Impfstoffes? Es muss ja nicht gleich so schrecklich sein wie bei Pjakur :streichel: :streichel: . Aber welche Symptome auftreten können finde ich schon wichtig zu wissen, und wie häufig sie vorkommen. Bei uns kriegen alle nach dem Impfen Thuja C 30 Globuli, bislang hatten wir Glück was die Nebenwirkungen angeht.
Meine trinken nie aus Pfützen, aus Bächen jetzt natürlich schon, alleine wenn sie die nassen Beine nach dem Baden abschlecken. Aber wir sind hier auch viel im Wald unterwegs, mit Wildschweinpopulationen und weiß nicht was noch allem. Heute ist uns erst wieder am hellen nachmittag eine futtersuchende Füchsin begegnet :wink: . Da macht man sich schon so seine Gedanken- und die Nase von meinen Löckchen ist meist am Anschlag.
Liebe Grüße-
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von Bupja » Fr Jun 21, 2013 7:10 am

Moni hat geschrieben:Es muss ja nicht gleich so schrecklich sein wie bei Pjakur :streichel: :streichel:


Nein, muss es natürlich nicht. Der Butz hat z.B. gar keine Probleme damit. Ist nur am Impftag halt ein bisschen Schlapp und Toadie habe ich letzte Woche ja grundimmunisieren (ohne TW, die kommt später) lassen und er war zwar abends platt und der Bobbes tat ihm weh, aber sonst war alles gut.

Ich hab euch mal die Nebenwirkungen von dieser Seite hier: http://www.stallwache.de/Nebenwirk.html rauskopiert. Da findet man auch die Nebenwirkungen von anderen Impfungen.

"Leptospirose: schwere anaphylaktische Reaktionen, Blasenentzündung, Allergien, erhöhte Nierenwerte, Diabetes, vermehrter Durst, blutige Durchfallerkrankungen, Auslöser für Autoimmunerkrankungen.

Besonders nebenwirkungsträchtig sind Impfstoffe aus Ganzkeim-Bakterinen wie bspw. der Impfstoff gegen Leptospirose. Hier bleiben Endotoxine (giftige Bestandteile der Bakterienzellwand) und zahlreiche Proteine erhalten, die etliche unerwünschte Reaktionen auslösen können.

Auf die hohe Gefahr von Nebenwirkungen dieser Impfstoffe wird in den AAHA-Richtlinien (American Animal Hospital Association) ausdrücklich hingewiesen: Zitat: „This product carries high-risk for adverse vaccine events“.

Und die Universität von Kansas berichtet, dass Impfstoffe gegen Leptospirose der Hauptgrund für adverse Impfreaktionen sind, die Risiken übersteigen den Nutzen bei weitem!

Das amerikanische Veterinärlabor Antech warnt im Dezember des Jahres 2000 Hunde unter 12 Wochen und Hunde kleiner Rassen jedes Alters mit Leptospirose-Impfstoffen zu impfen wegen der großen Häufigkeit von Impfreaktionen (akute Anaphylaxie).

Zudem schützt der in Deutschland erhältliche Impfstoff gegen Leptospirose nur gegen die Serovaren Leptospira canicola und Leptospira icterohaemorrhagiae. Es existieren jedoch über 200 verschiedene Serovaren, von denen hauptsächlich (neben den beiden beimpfbaren) die Serovaren grippotyphosa, bratislava, saxköbing, autumnalis, sejroe und pomona in Hunden gefunden wurden (Quelle: Laboklin 2001).
Update (4.11.12): Seit Februar 2011sind Impfstoffe zugelassen, der neben L.-canicola und L-icterohaemorrhagiae auch L-grippotyphosa enthält.

Eine Vielzahl von Reaktionen ist nach einer Impfung möglich, manche Erkrankungen treten auch erst einige Zeit nach der Impfung auf. Dies macht es schwieriger, den Zusammenhang mit der Impfung zu erkennen. Grundsätzlich kann jede Impfung Nebenwirkungen hervorrufen, die Gabe von Kombinations-
präparaten und häufige Nachimpfungen steigern das Risiko.

Der Club für Deutsche Pinscher Amerika (GPCA) hat sich nun, nach offensichtlich zahlreichen leidvollen Erfahrungen mit Impfreaktionen bei Deutschen Pinschern, der Thematik von Nebenwirkungen nach Impfungen angenommen und einen Fragebogen entwickelt. Alle Deutschen Pinscher Züchter und Halter sind aufgerufen, an dieser Umfrage teilzunehmen."
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Re: Leptospirose eine schreckich ernste Krankheit!

Beitrag von trilarcyc » Fr Jun 21, 2013 9:23 am

Das Problem bleibt aber: eine Impfung gegen Leptospirose wirkt höchstens 6-9 Monate und auch ein geimpfter Hund kann eine Leptospirose bekommen!! Das ist das eigentliche Dilemma! Es hängt vom jeweiligen Infektionsdruck des individuellen Hundes ab, ob ersich trotz Impfumg infiziert oder nicht.[/quote]

Aus diesem Grunde ist es wichtig das die Impfung anfangs Frühjahr gemacht wird, da so wie mir gesagt wurde,
Im Frühjahr und Sommer die grösste Gefahr besteht.

Falls man überhaupt Impfen will,das ist natürlich die Voraussetztung!

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