Wieviel Härte in der Ausbildung

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Dagmar » Di Apr 24, 2012 6:41 am

Hallo,
ich bin ja auch schon oft mit Cindy angeeckt, muss aber sagen, ihren Beitrag kann ich nur unterstützen! Die Überschrift lautete "Wieviel Härte in der Ausbildung" und das hat sie beantwortet. Nach genauen Tipps für bestimmte Übungen, Verhalten wurde nicht gefragt. Ich denke, sowas muss man vor Ort mit einem guten Trainer machen. Ich habe zwei Hunde und die sind sehr unterschiedlich in ihrer Art. Bei dem Einen reicht ein aus dem Rudel verweisen, um Jagdverhalten zu unterbinden. Bei dem Anderen..... :roll: .
Ich wünsch dir gutes Gelingen und viel Geduld!
Dagmar

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Hauptstadtpudel » Di Apr 24, 2012 7:18 am

Ich würde mich über eine Antwort auf jeden Fall freuen!
Auch wenn die Überschrift anders fomuliert war, das macht doch nix, solche Sachen entwickeln sich doch aus "dem Gespräch" heraus, oder?
Und ich denke, dass durch Beispiele die Vorgehensweise veranschaulicht werden kann.
Vielleicht gibt es dann auch weniger Missverständnisse?

Fruit Loop hat ja ein paar Beispiele gebracht - an solch konkreten Sachen kann man sich ein Bild machen.

Und ich glaube es ist hier fast allen klar, dass man sich auch Hilfe vor Ort suchen kann.
Fragen werden hoffentlich weiter hier gestellt werden - und die Antworten diskutiert...
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von JohnnyP » Di Apr 24, 2012 8:57 am

Das ich in eine Hundeschule gehen werde, wurde bereits gesagt.
Jedoch kenne ich sicher schon 7 Hundeschulen genauer und ich bin sehr skeptisch was Hundetrainer angeht.
Da gibt es leider viel zu viele , die denken sie wüßten wie es geht und das an einem Hund erlerntes ist allgemeingültig. Leider weit gefehlt.
Da kann man sich alleine die Herangehensweise der drei bekanntere TV Hundetrainer vor Augen halten. Von 3en gefallen mir 1,5 und die auch nicht zu 100%
Und die haben wirklich lange Jahre Erfahrung.

Leider ist Ekard Lind schon zu alt um viele Kurse zu geben. Da könnte ich mir vorstellen mich wohl zu fühlen.

Aus dieser Skepsis heraus frage ich eben auch gerne in Foren, damit ich eine breite Basis von Meinungen erfahre und mir meinen Weg dazu suchen kann.

Auch Kritik ist erlaubt, allerdings sollte eben auch etwas konstruktives dabei rumkommen.

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Lialetta » Di Apr 24, 2012 9:12 am

Ich finde es klasse, wenn sich jemand traut, hier auch mal solche Themen anzusprechen, anstatt ausschließlich beim allgemeinen Bester-Hundehalter-Wettbewerb mitzumischen. :P Auch der Beitrag von Fruit Loop hat mir gut gefallen. Ich glaube, dass Du - Nuts - auf gar keinem so schlechten Weg bist. Aus dem Bauch heraus handeln muss nicht immer das Verkehrteste sein.

Einige Dinge habe ich am Anfang so wie Fruit Loop geklärt und das hat Pü (zwar sensibel aber gern auch mal extrem stur 8) ) und mir viele Diskussionen eingespart, denn spätestens beim 3. Mal saß die Sache. In manchen wichtigen Bereichen kann man m.E. schon mal etwas nachdrücklicher sein, wenn es die Situation erfordert. Es ist auch die Frage, ob man sich und den Tieren (und auch Kindern, Schülern, etc.) mit allzu vielen Ratgebern und psychologischen Herangehensweisen immer und jederzeit so einen großen Gefallen tut. :n010:

Nuts, ich traue Dir durchaus zu, dass Du eigentlich ein ganz gutes Gefühl dafür hast, wieviel "Einwirkung" auf speziell Deinen Hundekerl notwendig und sinnvoll ist, denn Du hast ihn ja täglich um Dich rum.

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von JohnnyP » Di Apr 24, 2012 9:19 am

Habe gerade mit einem IBH zertifizierten Hundetrainer telefoniert und bekomme morgen einen Termin zum Einzeltraining.
IBH arbeitet ja gewaltfrei und der erste Eindruck am Telefon war gut.
Er schob dieses Abfragen von Körperlichkeit, auf das Teenager Alter, aber natürlich unter Vorbehalt, dass er den Hund ja nicht kennt.
Ich bin gespannt, ob er mir als Trainer zusagt. Wäre von der Entfernung gut machbar.

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Coco » Di Apr 24, 2012 2:58 pm

Ich finde es sehr gut, denn Verndiagnosen, sind halt doch wie Regenschirme in der Wüste ;-)
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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von JohnnyP » Di Apr 24, 2012 6:58 pm

Wie gesagt es hätten Anregungen werden sollen, keine wirklichen Diagnosen.
Ich hinterfrage gerne alles und kenne mehrere Meinungen bevor ich mich blindlings von einem Trainer blenden lasse :wink:
Ist doch auch der Sinn und zweck eines Forums, der Erfahrungsaustausch.

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Moni » Di Apr 24, 2012 7:05 pm

Aber er hat doch auch geklappt, der Erfahrungsaustausch- oder :wink:
Find ich toll, dass du einen gefunden hast und drück euch die Daumen, dass er der "richtige" ist :wink: .
Du schaffst da schon :streichel: .
Liebe Grüße-
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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von JohnnyP » Di Apr 24, 2012 7:18 pm

Hundi hat eben vom Autofenster aus einen Feldhasen laufen sehen. Oi, der hat ne Ecke Jadtrieb. :roll:

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Cindy » Di Apr 24, 2012 9:20 pm

Hauptstadtpudel hat geschrieben:@cindy: Kannst Du mal erläutern, wie so etwas aussehen könnte? Ich meine die Maßnahme, die den Hund einfürallemal das Katzenjagen sein lässt? In welcher Art & Weise soll man das machen?
Danke schonmal dafür.
Nein - kann ich nicht.
Oder besser gesagt - werde ich nicht. Ganz sicher nicht in einem Forum in dem jeder, ob Ahnung von Hunden oder nicht, mitliest und dann ggf. selbst an seinem Hund rumprobiert ohne jegliches Wissen über Hundeverhalten, Feeling, Timing für die Situation. Und ganz sicher auch nicht ohne Hund und Halter jemals zusammen gesehen zu haben - gesehen zu haben, wie beide miteinander interagieren, wie Hund tatsächlich reagiert, ob die Beobachtungen des Halters tatsächlich genau so passen, wie Halter sie beschreibt, ....

Mit massiv aversiven Reizen zu arbeiten braucht weit mehr Wissen über Lernverhalten etc. als bsp. mit Clicker zu arbeiten. Wenn man dabei ein falsches Timing hat oder zögert oder ... kann das ganz gewaltig nach hinten losgehen.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Cindy » Di Apr 24, 2012 10:08 pm

nuts - nochmal - dein Hund ist gerade mal zwei Wochen bei Dir ... der ist geistig noch nicht mal richtig bei Dir angekommen !
nuts hat geschrieben:Einen Hund von der Größe und Intensität in seinem Verhalten, möchte ich schon gerne in gewissem Rahmen umgänglich haben.
nochmal - Du hast einen HUND, keine Maschine! Hund funktioniert nicht einfach mal so auf Knopfdruck.
Ich denke, da kann man durchaus auch schon von Anfang an die richtigen Weichen zur Erziehung setzten. Machen was er wollte, konnte er nun schon 18 Monate lang, das sollte reichen.
Zwischen "machen lassen was Hund will" und "erwarten, dass Hund sofort richtig funktioniert" liegen WELTEN.
Du kannst nicht erwarten, dass ein Hund, der bis heute sozusagen nichts gelernt hat, sofort alles kann und super hört. Das GEHT NICHT.
Rein vom Ausbildungsstand her musst Du anfangen wie bei einem Welpen. Mit dem Unterschied, dass ein Welpe noch keine nennenswerte "Vorerfahrung" hat, gegen die man eben antrainieren muss und die das Ganze dann etwas länger dauern lässt.

Er tanzt Dir nicht auf der Nase rum, wenn er nicht sitzen bleibt, weil Du es ihm sagst - er weiss ja noch gar nicht, was Sitz heisst. Wie soll er es dann wirklich ausführen können?

Nur weil er bereits 18 Monate alt ist, heisst das nicht, dass er hellsehen kann und weiss, was Du von ihm willst. Also fang mit ihm an wie mit einem Welpen - langsam die einzelnen Übungen aufbauen. Was ist daran so schwer zu verstehen? Weil Hund schon so alt ist? Na und? Wenn er es nie gelernt hat, woher soll er wissen, was von ihm erwartet wird?
Du willst ihn in gewissem Rahmen umgänglich haben? Das will wohl grundsätzlich mal jeder - aber dafür muss man auch erst mal was tun und nicht einfach erwarten, dass Hund wie gedacht funktioniert ..... und das heisst eben, bei einem Hund, der bis dato nichts gelernt hat, bei NULL anzufangen. Jetzt alles, was er in den letzten 16 Monaten beim Vorbesitzer versäumt hat, schnell mit Gewalt reindrücken zu wollen, ist dem Hund gegenüber absolut unfair.

Wenn Du nicht die Möglichkeiten hast, so von wegen Kind, anderem Hund, anderen Haustieren etc. - dann hättest Du dir überlegen sollen ob es Sinn macht, diesen Hund zu Dir zu nehmen. Dass die erste Zeit mit so einem Jungspundrüpel nicht gerade Friede Freude Eierkuchen ist sollte doch eigentlich für jemanden, der nach eigenen Angaben Hundeerfahrung hat, völlig klar sein.

Und da Du selbst schon 5 Hunde hattest und eine Reihe von Pflegehunden solltest Du eigentlich keine Tipps mehr brauchen, wie man einem ganz normalen Hund Sitz, Platz etc. beibringt. Dieses Wissen sollte man ja in deinem Fall wohl voraussetzen können.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von JohnnyP » Mi Apr 25, 2012 1:02 am

@Cindy, ehrlich Dir geht jegliche Form der positiv bestärkenden Kommunikation ab.Du unterstellst mir stattdessen, dass ich Dingen nicht mächtig oder wissens bin,um die es hier gar nicht ging bisher.Lass einfach gut sein.Du kennst weder den Hund,noch mich,oder gar die Gesammtsituationund da verbiete ich mir echt Aussagen, wie das ich mir besser keinen weiteren Hund angeschaft hätte.Menschen wie Du sind es, die mir den Spass nehmen in Foren zu schreiben und mich misstrauisch gegen Trainer werden lassen.Dogmanship beinhaltet auch die Psychologie das ganze freundlich dem Besitzer klar zu machen.Geht Dir ja ziemlich ab.Spar Dir deine Romane lieber.

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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mi Apr 25, 2012 5:43 am

@cindy:
Danke für die Antwort, zumindest weiß ich jetzt, warum Du keine konkreten Maßnahmen empfiehlst.

Ansonsten finde ich es echt bedauerlich, dass in diesem Forum Fragesteller solche Antworten bekommen.

Die Empfehlung sich keinen weiteren Hund anzuschaffen, sollte man sich für Menschen aufheben, die NICHTS unternehmen, um ihren Hund zu einem entspannten Leben zu verhelfen.
Wie man bei nuts zu dieser Auffassung kommen kann ist mir ein Rätsel? :n010:

Das sie sich an dieses Forum gewandt hat, zeigt doch dass sie sich umfassend informieren will (OBWOHL sie viel Erfahrung hat), weil sie einen solchen Hund noch nicht hatte und nicht falsch machen möchte.

nochmal @cindy: Es ist sicherlich vieles richtig von dem was Du sagst, aber hier fand ich es fehl am Platz.

@nuts: Ich hoffe dass es bei Euch gut weitergeht - und Du Lust hast, weiter vom Pudel-Pony zu schreiben! :D


Nachtrag: Habe mir eben nochmal alles durchgelesen und weiß wirklich nicht, wo man herauslesen kann, dass nuts keine Geduld hat oder behauptet, der Hund tanze ihr auf der Nase rum oder will sie provozieren???
Ich finde das richtig ärgerlich.
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Moni » Mi Apr 25, 2012 5:56 am

Ja nuts, ich hoffe auch, dass du weiter von euch berichtest. Ich frage auch lieber nach, bevor ich was falsch mach, suche Lösungen zu finden, die vielleicht besser sind als die, die ich schon kenne, Erfahrungen und Tipps zu kriegen, die man sonst wenn überhaupt, nur mühsam aus dutzenden von Büchern heraus lesen muss. Das ist für mich das Schöne an einem Forum. Und dass ein Thema durch die unterschiedlichen Beiträge von allen Seiten beleuchtet wird. Manche Beiträge findet man spitze, andere na ja und andere gefallen einem gar nicht. Manchmal ist auch der Ton nicht so nett, aber das Wesentliche ist, dass einem alle helfen wollen und mit ihrem Beitrag versuchen, einen zu unterstützen. Ich hoffe du bleibst weiterhin dabei und freu mich schon auf weitere Berichte von dir :wink: .
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Re: Wieviel Härte in der Ausbildung

Beitrag von Resi » Mi Apr 25, 2012 7:59 am

Danke Cindy! Dafür dass du mal wieder gesagt hast, was einige von uns denken. Dafür dass du es emotionslos und ohne persönliche Angriffe getan hast. Danke dafür dass du so ausführlich deine Beweggründe dafür formuliert hast.

Ich selbst finde an Cindys Beiträgen hier nichts schlimmes. Es wurde um Rat und Meinung gebeten und die wurden gegeben. Ich finde da gibt es keinen Grund sich aufzuregen.

Cindy differenziert doch ganz klar zwischen Ausbildung und Erziehung. Ein Hund der zwar schon ein gewisses Alter hat aber noch so frisch in einer Familie ist und in seiner Vergangenheit eben nicht perfekt gelebt hat braucht nunmal genauso viel bzw noch mehr Köpfchen bei der Erziehung wie ein Welpe. Niemand wurde von einem Welpen nach nichtmal 2 Wochen erwarten das er ruhig auf seinem Hintern sitzen bleibt. Da ist man froh wenn man es noch fix in die Hose schafft bevor die Pfütze auf dem Teppich ist. Gut dieses Pony hier ist schon stubenrein aber sonst scheint er nichts zu können. Das alles wieder gerade zu biegen dauert länger als einen Welpen von Grund auf zu erziehen und ihn dabei wenig Fehler machen zu lassen die sich zu Macken entwickeln könnten. Das Pony hat diese Macken schon entwickelt und müssen jetzt Schritt für Schritt ausgebessert werden. Das ist schwerer als bei einem Welpen und dauert länger, denn es bestehen ja schon andere Verknüpfungen im Gehirn.

Auch die Zeit die er braucht um wirklich bei euch anzukommen sollte er bekommen. Nicht ohne Regeln aber an wenige die man ihm immer wieder nahabringt. Nennt sich liebevolle Konsequenz. So einen Hund in den Alltag zu integrieren ist eine Herausforderung, der einfach nicht jedermann gewachsen ist. Finde das ist keine Schande. Ich habe mal irgendwo eine Studie gelesen, das Hunde die neu im Rudel sind einen völlig anderen Hormonstatus haben als Hunde die schon dort sind oder eben keine solche Veränderung erfahren haben. Erst nach ca einem halben Jahr sind diese Hunde auch körperlich wieder im Lot. Stellt euch vor ihr werdet ganz alleine auf Planeten Melmac ausgestezt undihr kennt und versteht da gar nichts. Man sitzt unter dem Tisch zum essen und wäscht in der Kloschüssel ab. Nun bekommt ihr jedesmal eine Strafe wenn ihr aufs Klo geht (denn reinpischern da wo man abwäscht ist ja eklig- aber das wißt ihr ja nicht) ihr bekommt auch ne Strafe wenn ihr die Füße unter den Tisch stellt denn dort wird ja gegessen aber ihr kennt das ja so nicht. Und da sind noch 100 solcher Sachen die ihr nicht versteht und die man euch nicht erklären kann weil ihr die Sprache nicht versteht. Ich denke so fühlt sich ein Hund der eben vorher nicht in einer Familie gelebt hat, der nichts kennengelernt hat.

Man kann nicht immer nur das Erfahren was man sich erhofft wenn man um Hilfe bittet, sondern muss damit rechnen das auch Meinungen kommen die vielleicht ins ins eigene Bild passen. Ich habe die Erfahrung gemacht dass gerade diese Meinungen mich weiter bringen, denn sie eröffnen wenn man drüber nachdenkt meist neue Horizonte. Meine Methode dazu ist erstmal schlucken ein paar Tage drüber nachdenken und dann erst meckern. Meist gibt es da dann aber gar nichts zu meckern sondern nur nachzufragen.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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