Herausforderung 2. Hund

Alles rund um die Erziehung.
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pudelig
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Herausforderung 2. Hund

Beitrag von pudelig » Mo Mai 07, 2018 10:40 pm

Ich denke ja nun reichlich über die Freuden und auch Aufgaben einer Zweihundehaltung nach. Besonders 2 Situationen erscheinen in meiner Vorstellung immer wieder.

1. Bellen
Ich genieße es sehr, dass Micky relativ wenig bellt. Im Garten rast er schon manchmal nach vorne und bellt. Er lässt sich dann aber ganz gut abrufen. Insgesamt ist er ja viel lieber im hinteren Teil des Gartens, in dem ich mich mehr aufhalte.
Mit Zweithund ist da ja mehr Zündstoff drin. WER ist ZU ERST vorne am Zaun und kläfft vermeindlich gefährliches zu erst an?! Da läuft Hund doch lieber fünfmal mehr zum Kläffeinsatz als einmal zu wenig nach vorne und bellt als erster. Gemeinsam ist man ja auch sooo stark!

Wie händelt man da am klügsten?

2. Hundebegegnungen
Ich genieße es ebenfalls außerordentlich, dass JEGLICHE Hundebegegnung völlig easy ist. Mit einem zweiten Bürschchen im Schlepptau kommt da auch gleich eine ganz andere Dynamik auf. Sicherheitshalber schon mal mackern. Damit der andere das nicht zu erst macht...

Wie sind da eure Erfahrungen?
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von JohnnyP » Mo Mai 07, 2018 10:46 pm

Du hattest doch bis vor kurzem 3 Hunde. Wenn auch alte, aber die Dynamik kennst Du doch.
Jedes Hundepaar ist anders, kann man schlecht verallgemeinern.
Die beiden angesprochenen Punkte fallen mir bei meiner Konstellation nicht negativ auf.

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Bupja » Di Mai 08, 2018 5:08 am

Ich habe drei Rüden.
Weder Punkt eins noch Punkt zwei treten bei mir auf.

Einer ist ein Kläffer, war er schon immer. Er zieht die anderen aber nicht mit. Die können schon einschätzen, ob es sich wirklich lohnt ober ob Toadie mal wieder "spinnt".

Hundebegnungen sind immer friedlich von unserer Seite aus, selbst, wenn der andere doof macht.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Rohana » Di Mai 08, 2018 6:18 am

Padge hat früher am Zaun rumgekläfft. Ich hab ihm beigebracht: einmal 'Bescheid geben' ist o.k. und dann kam er zu mir, setzte sich hin, wartete auf Leckerchen (und Anweisung, ob er den Nachbarn für mich vertrümmen soll :wink: :lol: ).

Als Kaba kam und ebenfalls mit dem Gebell anfing (unabhängig von Padge), bellte sie - und Padge kam ohne eigene Kläfferei zu mir und fragte nach seinem Leckerchen :mrgreen: . Kaba musste ich allerdings selbst erziehen. Das hat er nicht für mich gemacht.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von pudelig » Di Mai 08, 2018 6:21 am

Na, das ist ja schön zu hören.
Ich sehe vor mir
1. Mein ehemaliges Rudel: 2 Bernerdamen, beide jung und knackig. Die haben draußen so rumgepowert! Wir hatten eine richtige Schneise um das Haus, vom rumgalloppieren. Beide sind sehr gern mit voller Kraft am Zaun hoch gesprungen. Jede wollte erste sein, die da dem jenigen hinter dem Zaun, also auf der Straße, mal richtig was erzählt. Als der Zaun dann irgendwann marode wurde und auf halb 8 hing gab es dann etwas zu lachen. Mein Mann hat den Zaun entfernt und erneuert. Die Damen kamen wieder im Schweinsgalopp an - und blieben verblüfft und ganz still stehen. Fehlte doch das schützende Element! :mrgreen:

2. Ebenfalls besagte Damen. Meine erste war 2 1/2 als die zweite dazu kam. Wie ruhig und harmonisch war es mit meiner Ersten! Das Glück sollte unbedingt verdoppelt werden. Dann gab es Situationen, wie z. B. das jemandem beim Essen Krümel runter fielen. Beide wollten als Erste die Beute erhaschen und es flogen die Küchenstühle :fechten:

3. Die Steigerung. Mein Vater war mit seinem Rotti in unserer Küche. Wieder fiel ein Krümel runter. Clara, die jüngere und verfressene, stürzte sich Richtung Rotti und wollte ihn wegbeißen, damit nicht er IHRE Krümel bekommt. Versehentlich biss sie in den Küchentisch. Den haben wir noch heute. Wir gedenken ihrer jedesmal, wenn wir die Spuren sehen in der Tischplatte :keule:

Das haben wir alles regeln können. Aber das war schon Arbeit!

4. Ersthündin war super abrufbar. Ein Traum! Als die zweite kam hat sie alles vergessen, vor allem Dinge wie Abruf. Dann standen da 2 Hunde. Beide schauten hoch, schauten sich an "Gehst du? OK! Nein, ich auch nicht!"

Als letztes Jahr noch meine beiden Oldies mit im Team waren, das war nicht vergleichbar. Rosi taub und Poldi lahm und atemlos. Besagte Erfahrung mit den beiden Bernerdamen liegt über 20 Jahre zurück. Inzwischen bin ich natürlich fitter bei der Hundeerziehung. Aber das waren keine leichten Jahre.
Hier in meiner fernen und nahen Nachbarschaft gibt es viele Hundehalter. Etliche haben 2. Bei 90 % dieser Teams denke ich, dass ich sehr gut verstehen kann, dass viele Leute zu Hundehassern werden. Da hat kaum einer seine/n Hund/e im Griff.
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Rohana » Di Mai 08, 2018 6:26 am

Nun, um mal allgemeiner was dazu zu sagen: Du kannst Dir im Vorfeld 1001 Szenario überlegen, kannst Dir überlegen wie Du damit umgehst,.... Jeder Hund ist und bleibt aber individuell, jede Konstellation unter Hunden und unter Mensch-Hund-Teams ist individuell. Und egal wie viel Du Dir vorher überlegst - die Hunde werden immer noch eine Überraschung für Dich bereit haben. Wenn Dich das schreckt wird jeder weitere Hund eher Stress bedeuten. Wenn Du Dich auf diese Herausforderungen freust, dann wird es toll werden.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von caramia » Di Mai 08, 2018 7:51 am

Da kann ich mich nur anschließen! Ein Hund ist in der Regel einfacher zu Händeln als 2 oder mehrere Hunde . Da ist klare Führung und Management gefragt ,die Rudeldynamik ist sicher nicht zu unterschätzen. Allerdings lässt sich da nicht viel planen und Vorhersagen . Jede Hundepaarung ist anders , sowie der Mensch dazu . Was bei dem einen rund läuft , kann bei einem anderen komplett anders sein. Wenn du Überraschungen nicht magst und Herausforderung nicht ein gehen willst , dann lass es mit einem weiteren Hund am
besten sein ! Es kommt mir vor , dass du dir zuviele Gedanken machst , rein verstandesmäßig vorgehst und alles im Vorfeld ausschließen willst . So geht es aber nicht 😊 warum möchtest du überhaupt einen weiteren Hund ?
Mein Herz bellt :D
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von JohnnyP » Di Mai 08, 2018 8:46 am

Wenn Du gar keine Zusatzarbeit willst, dann solltest Du es lassen.
Zwei Hunde sind natürlich mehr Aufwand und zu führen und zu erziehen anspruchsvoller.
Allerdings solltest Du nicht zwei scheinbar rüpelig bis zu lasch erzogene Berner mit zwei Pudeln vergleichen.
Ich laufe mit bis zu 5 Hunden und habe sie in der Wohnung und da rasten nicht alle aus, weil einer eben unbeherrscht ist und Kampf und Beisserei wegem einem Krümel gab es auch noch nie, egal wie verfressen sie waren.
Nach 20 weiteren Jahren Hundeerfahrung bekommst Du da auch anders geregelt. Da bin ich sicher.

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Isi » Di Mai 08, 2018 9:46 am

Rohana hat geschrieben:
Di Mai 08, 2018 6:18 am
Padge hat früher am Zaun rumgekläfft. Ich hab ihm beigebracht: einmal 'Bescheid geben' ist o.k. und dann kam er zu mir, setzte sich hin, wartete auf Leckerchen (und Anweisung, ob er den Nachbarn für mich vertrümmen soll :wink: :lol: ).

Als Kaba kam und ebenfalls mit dem Gebell anfing (unabhängig von Padge), bellte sie - und Padge kam ohne eigene Kläfferei zu mir und fragte nach seinem Leckerchen :mrgreen: . Kaba musste ich allerdings selbst erziehen. Das hat er nicht für mich gemacht.
Was für eine geile Story! Hunde sind so klug und so sozial, denn er denkt ja als Gruppe: Egal wer bellt, ich krieg das Leckerli.
Danke fürs Erzählen!
Und einen Sternensonnenstrahlgruß an Padge.

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Xanny » Di Mai 08, 2018 10:24 am

Auf meine Frage, ob ich einen weiteren Hund in mein bereits vorhandenes Rudel integrieren könnte, wurde mir mal gesagt, dass, solange ich die Rudelführerin bin, ich jeden anderen Hund integrieren könnte. Ich denke, da steckt eine ganze Menge Wahrheit drin. Das bedeutet einerseits, dass wir für die Erziehung bzw. für die Ruhe im Rudel verantwortlich sind - was aber auch nichts Neues für einen hundeerfahrenen Zweibeiner ist. Auf der anderen Seite liegt die Form des Zusammenlebens und die Art und Weise, wie sich die Hunde im Garten und an der Leine benehmen, in unserer Hand.
Ich gebe zu, dass ich die Erziehung meiner drei kleinen Rabauken etwas vernachlässigt habe. Bei Enno bin ich gleich mit einer anderen Einstellung an seine Erziehung ran gegangen. Ich bin wesentlich konsequenter, was nun auch meine anderen Hunde zu spüren bekommen, weil ich nun auch konsequenter mit ihnen umgehe.
Erziehung ist leider nicht immer ein Zuckerschlecken und es ist natürlich leichter, sich auf einen Hund an der Leine zu konzentrieren, als auf zwei. Du solltest Dir also überlegen, ob Du bereit bist, Dich dieser Herausforderung zu stellen, ob Du bereit bist, einen weiteren Hund zu erziehen. Ob Dein erster Hund sich die Flausen von dem neuen Hund abguckt, liegt dabei auch in Deiner Hand.
Bitte nimm es mir nicht übel, Pudelig, aber wenn ich all Deine Bedenken, Fragen und Zweifel so lese, dann habe ich den Eindruck, dass Ihr für einen zweiten Hund noch nicht bereit seid. Es ist wahrscheinlich noch zu früh oder noch nicht der richtige Zeitpunkt. Warum genießt Ihr also nicht erst einmal die Zeit mit Eurem jetzigen Hund und gibt ihm erst einmal Eure gesamte Aufmerksamkeit. Ich denke, wenn nach dem Verlust von Rosi noch etwas mehr Zeit ins Land geht, Ihr irgendwann ganz intuitiv wisst, wann es Zeit für einen zweiten Hund ist. Bitte setzt Euch nicht so unter Druck. Und ein Rat, den mir eine Freundin ständig gibt, beherzige ich zwischenzeitlich sehr: hör´ auf Deinen Bauch :D
Kerstin mit Leo, Lulu, Roxi und Enno :)

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Iska » Di Mai 08, 2018 10:38 am

na, da kennst Du doch schon alles....
so oder ähnlich wird es halt wohl auch wieder sein....
Zu zweit gibt es eine Rudeldynamik....
wir haben damals einen Zwischenzaun gezogen, weil wir die beiden Rüden nicht nach vorn zum Tor *donnern* lassen wollten......
Mit nur einem Hund ist alles deutlich einfacher...... aber es fehlen auch die schönen und die Kuschelmomente eines innigen Teams.... :streichel:

Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile....
viele Grüße
Sybille mit Frollein Fani Flausch
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Pinch » Mi Mai 09, 2018 3:23 pm

Also ich kann nur sagen, Gisela ist ein Traum. Klar kommt sie noch nicht so schnell zurück wie Platon, aber es wird. Ohne Ablenkung kein Problem. Wichtig sind mir im Moment drei Dinge, Ruhe, Rückruf und Leinenführigkeit.Sie hat Temperament, ist aber ruhig im Haus. Wenn sie ein Viszla oder Weimaraner wäre, sähe das sicher anders aus. Klar sind zwei Hunde mehr Arbeit, aber gerade die Kombi, älterer erzogener Hund und Welpe ist super, dann noch Pudel, fast nur Freude. :lol:
Zuletzt geändert von Pinch am Mi Mai 09, 2018 3:49 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit Platon & Gisela 🌺Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von caramia » Mi Mai 09, 2018 3:43 pm

Wie schön , dass es so rund bei euch läuft ! Sag ja , 2 Hunde doppelte Freude :wav:
Mein Herz bellt :D
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von pudelig » Do Mai 10, 2018 3:47 pm

Na ja, ich berichte euch dann in 2 Wochen sehr gerne, wie es bei uns mit Micky und dem süßen Apriköschen so klappt. Ich für meinen Teil habe jedenfalls . keinerlei Bedenken. Ehrlich gesagt, ich kann mich schon gar nicht mehr an irgendwelche Bedenken erinnern. Es muss halt nur der richtige Hund von der richtigen Züchterin sein.

Allerbeste Grüße von der Insel Rügen!
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018
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Re: Herausforderung 2. Hund

Beitrag von Xanny » Do Mai 10, 2018 4:32 pm

Wie Apriköschen??? Habe ich etwas verpasst ???
Kerstin mit Leo, Lulu, Roxi und Enno :)

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