Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

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Mirilein
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Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Mirilein » Mi Nov 02, 2016 11:20 am

Halli Hallo alle miteinander,

ich bin relativ neu hier - habe eine schwarze Kleinpudel-Dame mit 10 Monate. Sie kam zu uns mit 12 Wochen. Alles läuft super bestens bei uns, nur das alleine bleiben ist ein "kleines-grosses" Problem.
Meine Maus darf jeden Tag mit meinem Freund in die Arbeit, daher kommen wir immer erst abends dazu das alleine bleiben zu trainieren. und wir kommen einfach nicht über die verflixten 20 min hinweg. Punkt 20 min fängt sie aus tiefster Seele an zu jaulen. Sie wartet auch immer vor der Türe.... . unser training beinhaltet auch, dass sie uns nicht nachgehen soll in der wohnung (entweder drehen wir kurz den Spieß um und gehen ihr nach - verwirrt sie total- oder wir gehen soviel herum dass es ihr zu blöd wird, oder wir schicken sie auf den Platz), sie darf nicht (mehr) auf die Couch, nicht ins Bett und schläft sogar nachts im Wohnzimmer (ihr Liegeplatz ist tatsächlich, obwohl in einem anderen Raum, in der Luftlinie 1,5m von meinem Kopf entfernt).

Habt ihr noch sonstige Tipps für mich? Wie war das denn bei euch? Kann ich da noch Hoffnung haben? Habt ihr auch mal einen schweren Kandidaten gehabt?

Danke euch,
ganz liebe Grüße,
Kathi mit der Pudeldame Fitz

Roosie
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Roosie » Mi Nov 02, 2016 1:21 pm

Hallo und :willk:

Also bei uns gab es den Durchbruch, als ich hier den Tipp bekam, die Zeit mal weiter als gewohnt auszudehnen. Bei mir waren das dann anfangs z.B. 45 Min statt der gewohnten 15 Min. So schaffte es Jasper überhaupt erst mal zu verstehen, dass wir jetzt wirklich mal länger weg waren und es sich für ihn lohnte, mal schlafen zu gehen. Dann haben wir munter die Zeiten variiert: Mal 30 Min, mal 1,5h, dann mal 1h, dann mal 2h, dann nur 1h, dann 1,5h, dann 3h... Du verstehst das Prinzip? Jasper durfte unser Zurückkommen nicht mehr zu einer bestimmten Zeit erwarten, denn wenn sich bei uns einpendelte, dass wir immer nach ca. 2h zurück waren, fing er prompt nach ca. 2h zu jaulen an!
Ich musste auch lernen zu akzeptieren, dass Jaulen für den Hund dann normal ist und es ihn aber nicht umbringt. Bei uns wurde der Protest anfangs teils auch mal schlimmer, aber dann nachhaltig besser!
Jetzt im Urlaub haben wir Jasper das erste Mal in der FeWo alleine gelassen, vorher hat er das nur im heimischen Wohnzimmer gelernt. Wir sind wieder wie anfangs vorgegangen und so war die Entwicklung:
Tag 3 im Urlaub (Jasper schlief inzwischen ruhig alleine im Wohnzimmer): 20 Min alleine (10 Min jaulen, dann Ruhe und schlafen)
Tag 4 im Urlaub: 1h alleine, 15 Min jaulen, dann Ruhe und schlafen)
Tag 5 im Urlaub: wir trauten uns nun, endlich ins Hallenbad zu gehen, auf das wir uns so gefreut hatten - sprich, 2,5h alleine (kein jaulen mehr, nur schlafen)
--> Es war also eine kleine Wiederholung dessen, was wir vor langer Zeit beim Alleine Bleiben Training durchlebt haben: Wir mussten die Phase des Jaulens zeitlich deutlich übertrumpfen, dann gab es in Folge eine Verstärkung des "Problems", da mussten wir tapfer durchhalten (und das fand ich jetzt, obwohl ich ja wusste, wie es kommen würde, wieder sehr schwer :streichel: ) und dann gab es das "Klick" bei Jasper und er hat ohne Probleme die Zeit des Wartens verschlafen.

Aber, ich muss jetzt zu meinem "Tipp" anmerken: Jasper ist mein einziges Beispiel und es gibt hier im Forum Menschen, die sich besser mit dem Thema allgemein auskennen und es lohnt sich, zu sehen, was andere für Tipps haben in deinem speziellen Fall :-)
Wenn du das Gefühl hast, deine Hündin hat nicht wirklich Angst oder Panik, sondern es ist eher Protest, dann könnte dir unsere Erfahrung mit Jasper vielleicht weiterhelfen.
Ich wusste bei Jasper, dass es keine wirkliche Angst war: Er fraß Leberwurst, stand beim Jaulen relativ relaxed da und guckte interessiert und mit erhobener Rute in der Gegend rum, wenn er Jaulpausen hatte, um zu sehen, was er mit seinem Verhalten bewirkte.
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Mirilein
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Mirilein » Fr Nov 04, 2016 10:43 am

Hi!!!
Vielen Dank für den guten Tipp!

Ich bin mir relativ sicher, dass es funktionieren könnte so. aber in der Umsetzung ist das doch etwas schwerer, da wir in einer Wohnung wohnen und neben und über uns Nachbarn haben. Wir sind im Erdgeschoss, und nachdem sie wieder mal jaulte als wir geübt hatten trafen wir später einen Nachbarn der im DRITTEN Stock wohnt (wir sind Erdgeschoss) der meinte "na, der Hund mag wohl nicht gern alleine bleiben". :oops: :oops:
Die kleine hat aber auch wirklich ein super lautes und äußerst penetrantes Organ.... :roll: . Also mit jaulen lassen ist es bei uns etwas blöd..... !

Wir haben jetzt aber angefangen sie nicht im Wohnzimmer zu lassen beim üben, sondern ins Schlafzimmer zu geben. Jetzt üben wir eben auch wenn wir daheim sind, dass sie mal im Schlafzimmer bleibt und dann klappern wir mit schlüsseln etc ohne das was passiert, dann gehen wir mal weg usw. es scheint etwas besser zu gehen, aber meistens wacht sie dann doch vor der schlafzimmer tür. Also entspannt ist was anderes...

Irgendwie muss man auch sagen, ist es schon etwas traurig.. Da hat man einen Hund und eigentlich einen Begleiter und darf abends usw damit verbringen, dem Hund das alleine sein beizubringen. :n010:

Ich bin gespannt ob sich mit der Zeit etwas ändert!!

Roosie
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Roosie » Fr Nov 04, 2016 2:22 pm

Wir wohnen auch in einem eher hellhörigen Mehrfamilienhaus, aber wir haben das Ganze Thema einfach angesprochen vorher: Die Nachbarn reagierten total verständnisvoll! Ich weiß ja nicht, in welchem Ton der Kommentar vom Nachbarn kam, aber eigentlich klingt das doch ganz nett ;-) Wenn man das einfach kurz erläutert, dass es jetzt in der nächsten Zeit ab und zu lauter werden kann von Hundeseite aus, aber man kräftig daran trainiert, dass es besser wird und vl. noch als Entschädigung etwas Nervennahrung in Form von Schoki oder so zur Verfügung stellt :-) Dann müssten das schon ziemlich fiese Leute sein, wenn sie da nicht drauf eingehen. Gut - bei uns ist es auch so: Nebenan wohnt ein ab und zu heulender Hund und obendrüber ein lautes Kind. Aber auch unsere ruhige ältere Nachbarin hatte jedes Verständnis.

Die Hunde merken das übrigens, ob man wirklich weg geht oder nur so tut als ob. Dementsprechend könnte die Erwartungshaltung bei ihr höher sein, wenn sie euch noch in der Wohnung vermutet...
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Mirilein
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Mirilein » So Nov 06, 2016 11:49 am

Hi! Danke für die Antwort! Stimmt schon böse waren die Nachbarn "noch" nicht und ich glaube das üben das wie jetzt machen ist auch tolerierbar aber ich glaube längeres jaulen lassen kann ich Ihnen nicht zumuten... Es ist alles sehr ruhig hier!
Wie habt ihr das denn geübt? Auch manchmal jaulen lassen? Ist es bei euch schnell gegangen?

Ganz sicher weiss die kleine dass wir jetzt im Haus sind. Aber vielleicht wenn sie es mal schafft sich in der wohnung auch ohne uns zu beschäftigen dann schafft sie es auch wenn wir nicht daheim sind :? ?

Roosie
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Roosie » Mo Nov 07, 2016 2:18 pm

Tja, wie tolerant die Nachbarn dann letztendlich sind, weiß man nicht, aber ich habe eben erlebt, dass man durch ansprechen und thematisieren viele Wogen glätten und sich viele Vorteile verschaffen kann ;-) Wir haben Jasper natürlich jaulen lassen - wenn der Hund jault, geht man auf keinen Fall zu ihm hin! Das einzige, was ich mal (!) gemacht habe: Als ich raus bin und er sofort mit Theater angefangen hatte, hab ich laut gegen die Türe gehämmert und "Schluss!!!" oder so ähnlich gerufen. Dann war Ruhe. Aber das war damals ziemlich aus dem Affekt heraus, sowas liest man natürlich nicht in Büchern... bei uns hats damals was geholfen.
Mirilein hat geschrieben:Ganz sicher weiss die kleine dass wir jetzt im Haus sind. Aber vielleicht wenn sie es mal schafft sich in der wohnung auch ohne uns zu beschäftigen dann schafft sie es auch wenn wir nicht daheim sind :? ?
Da hast du Recht, es ist wichtig, dass der Hund lernt, einem in der Wohnung nicht ständig hinterherdackeln zu müssen.
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Mirilein
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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Mirilein » Mo Nov 14, 2016 8:57 am

oh es ist wirklich ein auf und ab mit unserer kleinen ;(

ja, ich hab auch schon mal geschimpft (oder eher erschreckt) als sie gejault hat - das hat dann in dem moment auch geholfen, aber fürs nächste mal war es wieder vergessen... Ich muss dazu anmerken dass sie aber auch in anderen Situation ein kleiner Sturkopf ist ;)!

naja, wir machen ein paar Fortschritte, wir haben ihr Bett nun unter tags und abends (nicht jedoch nachts) in unserem schlafzimmer auf einem platz an dem sie uns nicht beobachten kann. Haben das nun seit 2 Wochen dort und mittlerweile geht sie wenn sie müde ist von selbst dorthin liegen und es stört sie nicht mehr uns nicht im Blick zu haben !! jaaaa :klatsch: :klatsch: !!
Dann vorgestern ist sie genüsslich in ihrem korb gechillt, wir haben die schlafzimmer tür zu gemacht und wir sind wieder mal aus dem Haus, haben aber skype angeschalten um sie zu beobachten. NICHTS! 20 min und sie hat sich nicht mal aus dem Korb bewegt.

dann am Abend geh ich wäsche aufhängen (ist in dem Mehrparteien Haus im Keller), also Hund wieder ins Schlafzimmer. Nach 5 minuten komm ich zurück, GROSSES Jaulkonzert :x :x ! hab sie dann natürlich weiter im SChlafzimmer gelassen und ignoriert. Dem Jaulen ist nachdem sie mich in der Wohnung bemerkte dann ein Protestbellen gefolgt.... . Naja, so hat sie dann noch länger warten müssen bis die Schlafzimmertür wieder aufging.... .

Versteh einer mal die kleine Madame....!

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Re: Kleinpudel 10 Monate leidet sehr beim alleine bleiben

Beitrag von Mirilein » Mi Nov 16, 2016 10:12 am

kleines update....
unsere kleine ist nun seit gestern in der sogenannten "vorbrunst"... . also dabei das erstes mal läufig zu werden!

erklärt wahrscheinlich auch etwas ihr seltsames verhalten gerade ;)....

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